Werk der Woche – Andrew Norman: Play: Levels 1, 2 and 3
- By Christopher Peter
- 26.10.2025
Niederländische Erstaufführung von Andrew Normans Play: Levels 1, 2 and 3 am 29. und 30. Oktober 2025 mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Klaus Mäkelä.
Niederländische Erstaufführung von Andrew Normans Play: Levels 1, 2 and 3 am 29. und 30. Oktober 2025 mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Klaus Mäkelä.
Zwischen Hingabe und Verlangen: Am 15. November 2024 kehrt die skandalumwobene Oper Sancta Susanna von Paul Hindemith auf die Bühne zurück. Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin zeigt die provokante Inszenierung von Florentina Holzinger, die das Werk mit Sängerinnen des Mecklenburgischen Opernchors und dem Orchester der Komischen Oper Berlin unter Marit Strindlund neu interpretiert.
Vom Leben und der Liebe in düsteren Zeiten: Beim Musikfest Berlin ist am 10.09.2024 das Werk Canti di vita e d’amore von Luigi Nono zu hören. Es spielt das Orchester der Deutschen Oper Berlin unter der Leitung von Donald Runnicles, die Gesangspartien übernehmen Lilit Davtyan (Sopran) und Thomas Cilluffo (Tenor).
Ein witziges Stück über Mode und gegenseitige Wertschätzung: Messeschlager Gisela von Gerd Natschinski feiert am 08.06.2024 Premiere an der Komischen Oper Berlin. Zu sehen ist die Operette im Zelt am Roten Rathaus. Die witzige Inszenierung stammt von Axel Ranisch, die musikalische Leitung hat Adam Benzwi. Die Titelrolle der Gisela spielt die bekannte Kabarettistin Gisa Flake.
Mit der Premiere von Aribert Reimanns Lear zeigt das Staatstheater Hannover am 10.02.2024 eine der bedeutendsten Opern des 20. Jahrhunderts. Regie führt Joe Hill-Gibbins, die musikalische Leitung übernimmt Stephan Zilias.
Neues Konzert zur Geburtstagsfeier: Der 80. Geburtstag von Peter Eötvös wird am kommenden Wochenende bei in Paris mit Symposium und Festkonzert gefeiert. Neben anderen Werken des ungarischen Komponisten gelangt dabei sein neues Harp Concerto zur Uraufführung. Das Konzert für Harfe und Orchester schrieb Eötvös dem Harfen-Virtuosen Xavier de Maistre (Foto) auf den Leib, der es am 18.01.2024 mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter der Leitung von Gergely Madaras im Maison de le Radio et de la Musique zum ersten Mal spielen wird.
Aribert Reimann wird mit dem Deutschen Musikautor:innenpreis der GEMA für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 8. Februar 2024 in Berlin statt. Die Jury würdigt damit "seine anhaltende künstlerische Brillanz, sein einzigartiges Werk und seinen bedeutenden Beitrag zur zeitgenössischen Musikkultur."
Weiter heißt es in der Jury-Begründung:
"Aribert Reimann hat kompromisslos seine eigene musikalische Sprache entwickelt, die die Hörer:innen in ihrer Verbindung von Expressivität und Klarheit emotional und intellektuell erreicht, aufrüttelt und anrührt. Die Nähe zur menschlichen Stimme macht die Vokalmusik und das Musiktheater zu einem Schwerpunkt seines umfassenden Schaffens. Aribert Reimann konfrontiert uns darin mit den Bedingungen der menschlichen Existenz und ihren Gefährdungen und eröffnet damit einen Raum für Empathie."
Der Deutsche Musikautor:innenpreis wurde 2009 von der GEMA ins Leben gerufen, um die Komponist:innen und Textdichter:innen der deutschen Musikbranche für ihre herausragenden Leistungen zu würdigen.
Seine symphonische Reihe erweitert sich: Der türkische Komponist Fazıl Say hat seine Symphony No. 6 geschrieben. Das groß besetzte Orchesterwerk trägt den Untertitel 100 Yaşında Bir Çocuk ("Ein 100-jähriges Kind") und wird am 12. Oktober im großen Saal des Kulturzentrums Zorlu PSM in Istanbul uraufgeführt. Dabei wird das Borusan Istanbul Filarmoni Orkestrası von Can Okan dirigiert.
Der norwegische Autor Jon Fosse erhält den Literatur-Nobelpreis 2023. Im Zentrum seines Schaffens steht der Roman "Trilogie" von 2016, mit dem er nach längerer Pause zum Schreiben zurückgefunden hat.
Lange Zeit war die Musik das einzige, was mich interessierte. Dann habe ich aufgehört, Musik zu hören, und mit dem Schreiben begonnen. (Jon Fosse)
Der erste der drei Teile, "Schlaflos", bildet die Vorlage für Peter Eötvös' Oper Sleepless, die in der Spielzeit 2021/2022 an der Staatsoper Unter den Linden uraufgeführt wurde (Szenenfoto: Gianmarco Bresadola). Sie wurde in der Jahresumfrage der Opernwelt zur "Uraufführung des Jahres" gewählt. Nach der Wiederaufnahme in der vergangenen Saison ist die Produktion ab dem 03. November 2023 wieder in Berlin zu sehen.Neuinszenierungen folgen am 13. Januar 2024 am Opernhaus Graz, erstmals in deutscher Sprache unter dem Titel Schlaflos, und am 27. April 2024 am Theater Chemnitz. Ausblick:Peter Eötvös, der im Januar 2024 seinen 80. Geburtstag feiert, hat soeben seine jüngste Oper nach dem Roman "Melancholie des Widerstands" von László Krasznahorkai vollendet.Die Uraufführung seiner Vertonung unter dem Titel Valuska kommt am 02. Dezember 2023 in Budapest heraus, die deutsche und deutschsprachige Erstaufführung folgt am 03. Februar 2024 am Theater Regensburg.
Schiffbruch im Flughafen: Das Oratorium Das Floß der Medusa von Hans Werner Henze eröffnet die neue Spielzeit der Komischen Oper Berlin. Im Hangar 1 des Flughafen Tempelhof inszeniert Tobias Kratzer die groß angelegte Frage nach der Menschlichkeit, die sich um das berechnende Ertrinkenlassen von unterprivelligierten Menschen auf hoher See dreht. Die Premiere findet am 16. September 2023 statt, musikalisch geleitet von Titus Engel.