Werk der Woche – Elis Hallik: Oriri
- By Christopher Peter
- 13.07.2025
Am 20. Juli 2025 wird im estnischen Pärnu ein ganz besonderes Auftragswerk uraufgeführt: Oriri von Elis Hallik. Komponiert für das Estonian Festival Orchestra und dessen künstlerischen Leiter Paavo Järvi, versteht sich das Werk als Hommage an den großen Arvo Pärt, der in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag feiert.
Die Kraft des Anfangs
Oriri – das lateinische Wort für „sich erheben, auftauchen“ – beschreibt für Hallik nicht nur den Titel, sondern auch die innere Bewegung des Stücks. In ihrer poetischen Werkbeschreibung erzählt die Komponistin von einer vergessenen Welt, stillstehender Zeit und einem Tor, das sich nicht mit Gewalt, sondern mit Vertrauen öffnet. Am Ende steht ein „leuchtender Garten“ – ein Sinnbild für das kreative Leben, das sich im Klang entfaltet.
Klangbild zwischen Traum und Erinnerung
Die Musik folgt dieser inneren Reise und öffnet Räume zwischen Vergangenem und Zukünftigem. Hallik lässt in Oriri einen atmosphärisch dichten Klang entstehen, der viel Platz für Fantasie lässt. Ihre Tonsprache ist expressiv, aber nicht aufdringlich – vielmehr bringt sie subtile Entwicklungen zum Vorschein und führt das Publikum behutsam durch wechselnde Klanglandschaften.
Eine Hommage an Arvo Pärt
Die Uraufführung findet im Rahmen des Pärnu Music Festival statt, bei dem Oriri im selben Konzert mit Werken von Arvo Pärt sowie Strawinskys Suite Der Feuervogel erklingt. Paavo Järvi dirigiert das Estonian Festival Orchestra in der Spielstätte Kontserdimaja in Pärnu.
Ihre Meinung zählt
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Weitere Informationen
Elis Hallik: Komponistinnenprofil
Oriri: Werkinformationen und Digitale Partitur
Veranstaltungsseite Pärnu Music Festival
Foto Elis Hallik: Kroot Tarkmel, Hintergrund erstellt mithilfe von künstlicher Intelligenz