Ein Jahrhundert-Mythos im Chiaroscuro der Klänge: Zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe seziert Gavin Bryars’ Kammeroper Marilyn Forever die Melancholie hinter der Ikone. Am 07. März 2026 feiert das Werk am Staatstheater Braunschweig Premiere – ein tiefenpsychologisches Porträt zwischen Jazz-Poesie und operner Ernsthaftigkeit.
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Japanische Erstaufführung von Viktor Ullmanns "Der Kaiser von Atlantis," komponiert 1943 in Theresienstadt. Ein zeitloses Plädoyer gegen Tyrannei.
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Zwischen Traum und Realität: Am 29. November 2024 feiert Toshio Hosokawas Oper Hanjo ihre 20. Neuinszenierung am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Die Inszenierung von Judith Lebiez wird vom Orchester unter der musikalischen Leitung von Aki Schmitt begleitet.
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Postapokalyptische Szenerie in einer gotischen Kirche: Die Oper Stalker von Thierry Pécou beschreitet ganz neue Wege des Musiktheaters und ist ab dem 22.05.2024 in der Abteikirche St-Ouen in Rouen zu erleben. Die Uraufführung im Rahmen des Festivals “Normandie Impressionniste and Curieux Printemps” wird vom Ensemble Variances unter der Leitung des Komponisten dargeboten.
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Eine echte Wiederentdeckung für die Opernbühne: Am 22.03.2024 feiert Wolfgang Fortners In seinem Garten liebt Don Perlimplin Belisa an der Oper Frankfurt Premiere. In der Spielstätte Bockenheimer Depot ist die Oper in einer Neuinszenierung von Dorothea Kirschbaum zu sehen, es spielt das Frankfurter Opern- und Museumsorchester unter der Leitung von Takeshi Moriuchi. Die beiden Titelpartien singen Karolina Bengtsson als Belisa und Sebastian Geyer als Don Perlimplín.
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Die Wiederentdeckung setzt sich fort: Erich Wolfgang Korngolds lange Zeit vergessene Oper Das Wunder der Heliane hat in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt. Eine neue Version des Stücks wird nun uraufgeführt: Die Nederlandse Reisopera präsentiert Das Wunder der Heliane in einer Fassung für mittelgroßes Orchester von Fergus McAlpine. Damit können auch kleinere Opernhäuser das Stück aufführen. Am 30. September findet die Premiere in Enschede statt.
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Eine Zeitreise in die Psyche vor 500 Jahren: In ihrer Oper Biographica begibt sich die australische Komponistin Mary Finsterer auf eine außergewöhnliche Spurensuche. Das Stück feiert am 21. September Premiere in Melbourne. Hier inszeniert bei Theare Works die Regisseurin Heather Fairbairn, am Pult steht Patrick Burns.
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Eine Fortsetzung von Verdis Oper: Das Theater Krefeld Mönchengladbach präsentiert die Uraufführung der Kammeroper Aida - Der fünfte Akt von Stefan Heucke. Die musikalische Leitung am 03.09.2023 in Mönchengladbach übernimmt Giovanni Conti, die Inszenierung stammt von Dennis Krauß.
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Viktor Ullmanns einaktige Kammeroper Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod-Verweigerung feiert in dieser Woche an gleich zwei Theatern Premiere: Ab dem 26. September 2020 ist sie am Landestheater Neustrelitz zu sehen, ab dem 27. September an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf. Mit seiner kleinen Besetzung und der erschütternden Thematik ist Ullmanns Meisterwerk das Stück der Stunde.
Ein grausamer Herrscher kündigt den Krieg aller gegen alle an. Doch der Tod setzt dem Massenmorden ein Ende, indem er seinen Dienst verweigert: Nun leben alle Menschen ewig. So ist der Kaiser zwar entmachtet, aber die Menschen sehnen sich nach Erlösung vom Schmerz des Lebens. Nur der freiwillige Tod des Kaisers kann dem Tod seine eigentliche Bestimmung zurückgeben.
Viktor Ullmann – Der Kaiser von Atlantis: ein szenisches Mahnmal
Ullmann komponierte diese Oper 1943 während seiner Internierung im KZ Theresienstadt. Das Kammerensemble des Lagers sollte das Werk spielen, die Uraufführung wurde jedoch nach der Generalprobe verboten. Ein Jahr später übergab der Komponist sein Autograph und das Textbuch einem Freund, bevor er nach Auschwitz deportiert und ermordet wurde. So konnte Ullmanns Musik gerettet werden.
Ich habe in Theresienstadt ziemlich viel neue Musik geschrieben, meist um den Bedürfnissen und Wünschen von Dirigenten, Regisseuren, Pianisten, Sängern und damit den Bedürfnissen der Freizeitgestaltung des Ghettos zu genügen […]. Zu betonen ist nur, dass ich in meiner musikalischen Arbeit durch Theresienstadt gefördert und nicht etwa gehemmt worden bin, dass wir keineswegs bloß klagend an Babylons Flüssen saßen und dass unser Kulturwille unserem Lebenswillen adäquat war; und ich bin überzeugt davon, dass alle, die bestrebt waren, in Leben und Kunst die Form dem widerstrebenden Stoffe abzuringen, mir Recht geben werden. – Viktor Ullmann
In Neustrelitz sind zunächst drei Aufführungen von Der Kaiser von Atlantis bis zum 24. Oktober geplant, in Düsseldorf ist das Stück neun Mal bis zum 19. November zu sehen. Von dieser Kammeroper sind mehrere Fassungen und Manuskripte erhalten, die das Werk in unterschiedlichen Stadien vor und nach der Zensur dokumentieren. Bei Schott ist vor Kurzem eine Studienpartitur der Edition Eulenburg (ETP 8067) erschienen, in der alle überlieferten Varianten des Werkes enthalten und einander gegenübergestellt sind.
Foto: Deutsche Oper am Rhein / Hans Jörg Michel
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