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Werk der Woche – Golfam Khayam: I am not a tale to be told

Schwarz-weiß-Porträt der Komponistin und Musikerin Golfam Khayam in einer offenen Landschaft. Sie blickt nachdenklich in die Ferne und hält eine Gitarre in der Hand, ein Schal ist um ihren Hals geschlungen.

Eine neue Stimme bei Schott Music: Mit I am not a tale to be told wird eines der ersten Werke von Golfam Khayam vorgestellt, seit sie in das Schott-Programm aufgenommen wurde. Die iranische Komponistin ist bekannt für ihre einzigartige Verbindung von persischer Musik und westlicher Klangwelt. Am 5., 6. und 7. März 2025 erklingt ihre Komposition in Lausanne und Martigny  mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne unter der Leitung von Barbara Hannigan.

Musik zwischen Orient und Okzident

Die Musik von Golfam Khayam bewegt sich zwischen verschiedenen Welten. Ihr Werk verknüpft traditionelle persische Elemente mit den Strukturen europäischer klassischer Musik. Sie sieht in dieser Verschmelzung eine Möglichkeit, kulturelle Brücken zu bauen: "Ich bin interessiert daran, transparente Brücken zwischen Orient und Okzident zu bauen." Diese Begegnungen, betont sie, seien wertvoller denn je.

Ahmad Shamlou: Ein Gedicht als Ausgangspunkt

Der Titel der Komposition stammt aus einem Vers des bedeutenden persischen Poeten Ahmad Shamlou, bekannt als “iranischer Dichter der Freiheit”. Sein Gedicht aus dem Jahr 1955, das als Grundlage des Werks dient, durchdringt Zeit und Raum und spricht universelle Themen wie Widerstand und Hoffnung an. Khayam, die Shamlou persönlich kannte, beschreibt die besondere Verbindung zu seinem Werk:

"Ich wuchs mit seinen Gedichten auf. Besonders dieses Gedicht erweckte so viele stille Stimmen zum Leben, die nach dem Licht suchten."

Improvisation als klanglicher Teppich

Musikalisch ist I am not a tale to be told durch einen improvisatorischen Ansatz geprägt. Die Instrumentalstimmen schaffen einen beweglichen Klanghintergrund, den Khayam als „persischen Teppich“ beschreibt. Auf diesem Teppich erhebt sich die Stimme der Solistin, getragen von Bordunen, Verzierungen und modalen Farben aus der persischen Musiktradition.

Ein kraftvoller Abschluss

Am Ende des Werks kulminieren die musikalischen Spannungen in einem starken Symbol: Während die Stimme der Solistin in Farsi ein natürliches B singt, hält das Orchester ein B. Dieser minimale, aber bedeutungsvolle Unterschied drückt Schmerz und Sehnsucht aus:

"Ich bin dein gewöhnlicher Schmerz: Schrei mich an."

Erleben Sie I am not a tale to be told live!

Die Aufführungen in Lausanne markieren einen wichtigen Moment in der internationalen Karriere von Golfam Khayam. Lassen Sie sich diese besondere Komposition nicht entgehen!

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Was hat Sie an der Musik von Golfam Khayam besonders bewegt? Lassen Sie es uns wissen – wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

 

Weitere Informationen

Golfam Khayam – Komponistinnenprofil

I am not a tale to be told – Werkseite mit Online-Partitur

Veranstaltungsseite Orchestre de Chambre de Lausanne

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Head of Marketing, Promotion & Communications

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