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Fazıl Say

Fazıl Say

Herkunftsland: Türkei
Geburtstag: 14. Januar 1970

in Kürze

Violin Concerto No. 2
Violin Concerto No. 2
Dirigent: Christoph Eschenbach
Orchester: Staatskapelle Weimar
5. Februar 2023 | Weimar (Deutschland) , Congress Centrum
Violin Concerto No. 2
Violin Concerto No. 2
Dirigent: Christoph Eschenbach
Orchester: Staatskapelle Weimar
6. Februar 2023 | Weimar (Deutschland) , Congress Centrum

Über Fazıl Say

Er ist nicht nur ein genialer Pianist, er wird zweifellos einer der großen Künstler des 21. Jahrhunderts sein. (Le Figaro)

Fazıl Say wurde am 14. Januar 1970 in Ankara geboren. Mit vier Jahren begann er, Klavier zu spielen, im Alter von elf Jahren nahm er ein Klavierstudium auf. Den Anstoß zum Beginn einer Kompositionstätigkeit erhielt Say bei einem Workshop mit David Levine und Aribert Reimann in Ankara. Die beiden Ausnahmekünstler waren es schließlich auch, die dem jungen Nachwuchstalent einen Aufenthalt an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf vermittelten. Von 1992 bis 1995 setzte Say seine Studien am Berliner Konservatorium fort. Als Sechzehnjähriger komponierte er sein Werk Black Hymns. Der Gewinn des ersten Preises bei den Young Concert Artists International Auditions in New York beflügelte seine Karriere als Pianist weiter, seitdem gibt Fazıl Say über 100 Konzerte im Jahr. Es folgten Kompositionen von größer besetzten Werken, darunter das 2. Klavierkonzert Silk Road, das Say 1996 in Boston zur Uraufführung brachte und in der Saison 2003/2004 mehr als ein Dutzend Mal spielte. In der Saison 2003 und nochmals 2005 war er Artist in Residence bei Radio France. Im Jahr 2005 lud ihn das Musikfest Bremen als Artist in Residence ein, im Jahr 2007 das Konzerthaus Dortmund, in der Spielzeit 2018/2019 die Dresdner Philharmonie. Bereits im Jahr 2000 gründete Say ein Worldjazz-Quintett, mit dem er unter anderem bei den Jazzfestivals von Montreux und Istanbul auftrat.

Charakteristisch für Says musikalische Arbeit ist die Doppelrolle als Komponist und international gefragter Pianist. Sein großes Interesse an Jazz und Improvisation prägt sein Musikverständnis; als Komponist lässt er diese Elemente immer wieder in seine Werke einfließen. In diesem Geiste komponierte er hochvirtuose Werkadaptionen für Klavier wie die Jazz-Fantasie nach Mozarts Alla Turca (1993), den Paganini Jazz (1995) oder die 4 Pieces für DJ and Piano (2003). Sein im Auftrag des türkischen Kultusministeriums komponiertes Oratorium Nâzım auf Verse des türkischen Dichters Nâzım Hikmet wurde 2001 in Ankara in Anwesenheit des Staatspräsidenten uraufgeführt. Im Auftrag von Radio France und Kurt Masur komponierte Say 2002 sein 3. Klavierkonzert und brachte es mit dem Orchestre National de Radio France unter der Leitung von Eliahu Inbal zur Uraufführung. Im Mai 2005 spielte er die Uraufführung seines 4. Klavierkonzerts Thinking Einstein in Luzern.

Für das Mozartjahr 2006 gab die Stadt Wien als Hommage an den großen Klassiker das Ballett Patara bei Say in Auftrag. Ein Jahr zuvor hatte er die Komposition seines rhapsodischen, mit Elementen der türkischen Folklore spielenden Klavierstücks Black Earth vollendet. Ebenfalls für Klavier solo entstand 2006 im Rahmen der Salzburger Festspiele Inside Serail. 2008 schrieb der Komponist sein erstes Violinkonzert unter dem anspielungsreichen Titel 1001 Nights in the Harem. Die Premiere fand in Luzern mit der Widmungsträgerin Patricia Kopatchinskaja und dem Luzerner Sinfonieorchester unter John Axelrod statt. Das Violinkonzert stellt Says erstes ambitioniertes Orchesterwerk ohne einen eigenen Klavierpart dar. Darin übernimmt die Solovioline die Rolle der verführerischen, unermüdlichen Geschichtenerzählerin Scheherazade aus der morgenländischen Märchensammlung Tausendundeine Nacht. Das Stück entwickelte sich zu einem der meistgespielten Konzertwerke des 21. Jahrhunderts.

Vergleichbare Erfolge erreichte Say als Symphoniker: Die erste Symphonie İstanbul Senfonisi wurde 2010 vom WDR Sinfonieorchester Köln unter Howard Griffith uraufgeführt und seither über 100 Mal gespielt. Während die unmittelbarere Nachfolgerin Mesopotamia Symphony (2011) ebenfalls ein orientalisches Sujet hat, befasst sich Say in seiner dritten Symphonie Universe (2013) mit der Astronomie. Einen politisch-gesellschaftlichen Hintergrund hat hingegen die 2018 von Michael Sanderling und der Dresdner Philharmonie uraufgeführte 4. Symphonie Umut Senfonisi („Hoffnung“): Wie im etwa zeitgleich komponierten Cellokonzert Never give up (2017) thematisiert Say darin islamistische Terroranschläge in Paris und anderen europäischen Städten. Schon mit seiner zwischen 2013 und 2014 entstandenen Gezi Park-Trilogie (Gezi Park 1 für 2 Klaviere und Orchester, Gezi Park 2 Sonate für Klavier und Gezi Park 3 für Mezzosopran und Klavier) reagierte Say auf Ereignisse der Gegenwart. Seine 2022 für Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Nil Venditti komponierte Symphony No. 5 sowie das Violin Concerto No. 2 (uraufgeführt 2022 vom Konzerthausorchester Berlin unter Christoph Eschenbach mit Friedemann Eichhorn als Solisten) setzen diese Tendenz mit Reflexionen über die Covid-19-Pandemie und den Ukraine-Krieg fort.

Neben zahlreichen Auszeichnungen für seine Interpretationen als Pianist wurde Fazıl Say unter anderem 2007 mit dem Silbernen London International Award und ein Jahr später mit dem Preis des Art Directors Club Deutschland ausgezeichnet. Für seine vierhändige Bearbeitung von Strawinskys „Sacre du Printemps“ erhielt er den Deutschen Schallplattenpreis, 2017 bekam er für seine Gesamteinspielung der Klaviersonaten von Wolfgang Amadeus Mozart den ECHO Klassik. Er ist darüber hinaus Träger des Musikpreises der Stadt Duisburg 2017.

Werkliste

Chronologie

1970
Geboren am 14. Januar in Ankara
ab 1973
Klavierunterricht bei Mithat Fenmen, einem Schüler Alfred Cortots
1983-1987
Musikstudium am Staatlichen Konservatorium der Universität Ankara (Klavier bei Kâmuran Gündemir, Komposition bei Ilhan Baran)
1987-1991
Klavierstudium an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf bei David Levine (durch eine Empfehlung von Aribert Reimann und ein Stipendium des DAAD). Abschluss mit Konzertexamen
1991-1995
Umzug nach Berlin; Dozent für Kammermusik an der Hochschule der Künste Berlin; erste Aufführungen seiner sinfonischen Werke
1995
Gewinn des internationalen Wettbewerbs "Young Concert Artists" in New York; Umzug nach New York
2001
Uraufführung des Oratoriums "Nâzım", ein Auftrag des türkischen Kultusministeriums
2002
Umzug nach Istanbul
2003
Artist in Residence bei Radio France (2005 erneut)
2005
Artist in Residence beim Musikfest Bremen
seit 2006
Generalvertrag mit Schott Music
2006-2010
Exklusivkünstler des Konzerthauses Dortmund
2007
London International Award in Silber für "Black Earth" in "Musik im Blut" (Spot von Jung von Matt/Elbe für Konzerthaus Dortmund)
2007
Jury-Präsident beim Montreux Jazz Festival (2008 erneut)
2008
Ernennung zum "Botschafter des Interkulturellen Dialogs" durch die EU
2008
Bremer Musikfest-Preis
2008
Mehrere Preise für "Black Earth" im Spot "Musik im Blut": Goldener Preis des Art Directors Club Deutschland; Clio Award in Silber; Cannes Lion in Bronze
2008
Uraufführung des Violinkonzerts "1001 Nights in the Harem" (Patricia Kopatchinskaja, Luzerner Sinfonieorchester, John Axelrod)
2008
Fazıl Say-Festival in Tokyo
2010
Residencies beim Théâtre du Chatelet Paris, der Elbphilharmonie Hamburg und den Meraner Musikwochen
2010
Uraufführung der "Istanbul Symphony" mit dem WDR Sinfonieorchester Köln unter Leitung von Howard Griffiths
2010
Uraufführung des Konzertstücks "Nirvana Burning" für Klavier und Orchester im Rahmen der Salzburger Festspiele (Fazıl Say, Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra, Sascha Goetzel)
2010
Portrait-Reihe bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Uraufführung des "Trompetenkonzerts" (Gábor Boldoczki, Konzerthausorchester Berlin, Lothar Zagrosek)
2010-2011
Artist in Residence am Konzerthaus Berlin
2011
Says Werke sind Programmschwerpunkt beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Uraufführung des Klarinettenkonzerts "Khayyam" (Sabine Meyer, Bilkent Symphony Orchestra, Işın Metin)
2011
Plattino-Preis des Vereins "Türkisch-Deutsche Studierenden und Akademiker Plattform" e.V., gemeinsam mit Feridun Zaimoğlu
2012
Uraufführung der 2. Sinfonie "Mesopotamia Symphony" und der 3. Sinfonie "Universe"
2012-2013
Artist in Residence des hr-Sinfonieorchesters
2013
Uraufführung des Klavierkonzerts "Water (Su)" bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern (Say, Gstaad Festival Orchestra, Kristjan Järvi) und des Konzerts für zwei Klaviere "Gezi Park 1" (Ferhan und Ferzan Önder, NDR Radiophilharmonie, Arvo Volmer)
2013
ECHO Klassik-Sonderpreis für "Istanbul Symphony"
2013
Rheingau Musikpreis
2013
Ehrenpreis des Zelt-Musik-Festivals Freiburg
2013-2014
Composer in Residence am Konzerthaus Wien
2014
Artist in Residence beim Bodenseefestival
2016
Internationaler Beethovenpreis für Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion
2017
Musikpreis der Stadt Duisburg
2017
ECHO Klassik für die Gesamteinspielung aller Klaviersonaten von W.A. Mozart
2017
Edison Klassiek für das Album "4 Cities" mit Nicolas Altstaedt
2018/2019
Composer in Residence der Dresdner Philharmonie

Artikel

Aufführungen

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  • Violin Concerto No. 2
    Violin Concerto No. 2
    Dirigent: Christoph Eschenbach
    Orchester: Staatskapelle Weimar
    5. Februar 2023 | Weimar (Deutschland) , Congress Centrum
  • Violin Concerto No. 2
    Violin Concerto No. 2
    Dirigent: Christoph Eschenbach
    Orchester: Staatskapelle Weimar
    6. Februar 2023 | Weimar (Deutschland) , Congress Centrum
  • Hezarfen
    Hezarfen
    Dirigent: Lubnan Baalbaki
    9. Februar 2023 | Skopje (Mazedonien) , Makedonska Filharmonija — Nationale Erstaufführung
  • Symphonische Tänze
    Symphonic Dances
    Dirigent: Nil Venditti
    Orchester: Orquesta de Extremadura
    9. Februar 2023 | Badajoz (Spanien) , Palacio de Congresos
  • Symphonische Tänze
    Symphonic Dances
    Dirigent: Nil Venditti
    Orchester: Orquesta de Extremadura
    10. Februar 2023 | Badajoz (Spanien) , Palacio de Congresos
  • Yürüyen Köşk
    Yürüyen Köşk
    Dirigent: Baptiste López
    Orchester: Kammerorchester Basel
    16. Februar 2023 | Antwerpen (Belgien) , De Singel — Nationale Erstaufführung
  • Yürüyen Köşk
    Yürüyen Köşk
    Dirigent: Baptiste López
    Orchester: Kammerorchester Basel
    18. Februar 2023 | Basel (Schweiz) , Stadtcasino
  • Yürüyen Köşk
    Yürüyen Köşk
    Dirigent: Baptiste López
    Orchester: Kammerorchester Basel
    19. Februar 2023 | Baden-Baden (Deutschland) , Festspielhaus
  • Scheidung
    Boşanmak
    25. Februar 2023 | Grünstadt (Deutschland) , Evangelische Stadtmission
  • Symphonische Tänze
    Symphonic Dances
    Dirigent: Nil Venditti
    Orchester: Dalasinfoniettan
    3. März 2023 | Falun (Schweden) , Kulturhuset tio14
  • Violinkonzert
    Violinkonzert
    Dirigent: Frank Strobel
    Orchester: WDR Funkhausorchester Köln
    10. März 2023 | Köln (Deutschland) , WDR Funkhaus
  • Space Jump
    Resonanzen
    24. März 2023 | Speyer (Deutschland) , Rathaus, Historischer Ratssaal
  • Symphony No. 5
    Symphony No. 5
    Dirigent: Nil Venditti
    Orchester: orchestra of the San Francisco Conservatory of Music
    1. April 2023 | San Francisco, CA (Vereinigte Staaten von Amerika) , San Francisco Conservatory of Music — Nationale Erstaufführung
  • Concerto
    Concerto
    Dirigent: Thomas Søndergård
    Orchester: Royal Scottish National Orchestra
    8. Mai 2023 | not known (Österreich) — Nationale Erstaufführung
  • Concerto
    Concerto
    Dirigent: Thomas Søndergård
    Orchester: Royal Scottish National Orchestra
    10. Mai 2023 | not known (Slowenien) — Nationale Erstaufführung
  • Yürüyen Köşk
    Yürüyen Köşk
    Dirigent: Kerem Hasan
    Orchester: Tiroler Symphonieorchester Innsbruck
    22. Juni 2023 | Innsbruck (Österreich) , Congress Innsbruck, Saal Tirol
  • Yürüyen Köşk
    Yürüyen Köşk
    Dirigent: Kerem Hasan
    Orchester: Tiroler Symphonieorchester Innsbruck
    23. Juni 2023 | Innsbruck (Österreich) , Congress Innsbruck, Saal Tirol
  • Water
    George Enescu Festival
    Dirigent: Alexandre Bloch
    Orchester: Filarmonica „George Enescu”
    23. September 2023 | Bucureşti (Rumänien) , Sala Radio
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