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Werk der Woche – Frederic Rzewski / Andrew Norman: The People United Will Never Be Defeated!

Zentrales Porträt Andrew Normans neben einer schwarz-weißen Darstellung Frederic Rzewskis. Den Hintergrund bildet eine historische Demonstration mit rotem „REVOLUCIÓN POPULAR“-Banner.

Manche Melodien besitzen die seltene Eigenschaft, das Echo ganzer Epochen in sich zu tragen. „¡El pueblo unido jamás será vencido!“ ist so ein Fall – ein Lied, das 1973 als Schrei nach Freiheit in den Straßen Santiagos geboren wurde. Als Frederic Rzewski daraus zwei Jahre später seine 36 monumentalen Klaviervariationen The People United Will Never Be Defeated schuf, goss er den Geist des Widerstands in eine Form, die bis heute als Meilenstein der Moderne gilt. Dass dieses Opus nun, pünktlich zum 250. Jubiläum der Vereinigten Staaten, in New York eine völlig neue, orchestrale Gestalt annimmt, ist ein Ereignis von besonderer Tragweite.

Thema und erste Variation von Andrew Norman

Das New York Philharmonic hat sich für dieses Mammutprojekt nicht auf eine einzige Handschrift verlassen, sondern ein Kollektiv der prägendsten zeitgenössischen Stimmen eingeladen. Inmitten dieses musikalischen Gipfeltreffens fällt Andrew Norman eine Schlüsselrolle zu. Der Schott-Komponist, dessen Partituren oft an hochkomplexe architektonische Konstruktionen voller Energie erinnern, liefert unter dem Titel The People United Will Never Be Defeated (Theme and First Variation) das eigentliche Fundament. Er ist es, der den Ton angibt und das berühmte Thema erstmals aus dem hölzernen Korpus des Klaviers in die schillernde Farbenpracht eines großen Orchesters überführt.

Es ist dieser erste, präzise gesetzte Pinselstrich, der den Weg für die weiteren Variationen ebnet, die unter anderem von Tania León, Maria Schneider und Roberto Sierra beigesteuert werden. Wenn Gustavo Dudamel am 12. März 2026 den Taktstock im Wu Tsai Theater der David Geffen Hall hebt, wird mehr als nur eine Orchestrierung zu hören sein. Es ist die Vertonung eines demokratischen Prinzips: das „E pluribus unum“ der Musikwelt, das Motto der Vereinigten Staaten von Amerika. Wo Rzewski einst die Virtuosität des Einzelnen forderte, zeigt sich hier die unbändige Kraft der Gemeinschaft. Ein Statement, das die Generationen überdauert und seine Aktualität nicht verliert. 

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Illustration mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt; Foto Andrew Norman: Craig T. Mathew 

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Head of Marketing, Promotion & Communications

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