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Werk der Woche – Eduard Resatsch: Les Visions du Prince

Porträt von Eduard Resatsch mit Brille und dunklem Rollkragenpullover im rechten Bildvordergrund. Der Hintergrund zeigt eine weite kosmische Szenerie mit einer kleinen Silhouette auf einem Asteroiden inmitten einer leuchtenden, blau-violetten Galaxie.

Man sieht nur mit dem Herzen gut – und vielleicht hört man auch nur mit ihm die wahre Tiefe einer Geschichte. Wenn Antoine de Saint-Exupérys "Der kleine Prinz" die literarische Bühne verlässt, um in den Klangraum des Orchesters zu treten, geschieht dies selten mit einer solchen visionären Kraft wie in Eduard Resatschs neuestem Werk Les Visions du Prince. Am 25. Februar 2026 wird die Philharmonie de Paris zum Schauplatz dieser besonderen Metamorphose: Das Orchestre de Paris bringt unter der Leitung der Ausnahmedirigentin Oksana Lyniv ein Stück zur Uraufführung, das weit über eine bloße Vertonung hinausgeht.

Ein musikalisches Echo auf die Menschlichkeit

Resatsch wählt keinen linearen Erzählweg. Vielmehr entwirft er ein komplexes Gewebe aus Emotionen und Bildern, das die existenziellen Fragen des Prinzen – die Suche nach Sinn, die Sehnsucht nach Liebe und die Absurdität menschlicher Eitelkeiten – in eine eigenständige klangliche Realität übersetzt. Wie klingt eigentlich das Flüstern der Wüste? Wie das Schwingen der Luft, wenn man durch die Sphären gleitet? In Resatschs Partitur finden diese Fragen Antworten in Form von dramatischen Polaritäten: Da stehen die bedrohlichen Schatten der Affenbrotbäume triumphierenden Fanfaren der Euphorie gegenüber; Inseln inniger Stille werden von ekstatischen Ausbrüchen von Freude und Licht abgelöst. Es ist eine Musik der positiven Energie, die gerade in einer Welt, in der viele Illusionen zerbrechen, als Symbol der Hoffnung fungiert.

Der Komponist selbst ist ein Meister darin, das Physische des Klangs spürbar zu machen. Als langjähriger Cellist der Bamberger Symphoniker weiß Eduard Resatsch genau, wie er die "Vox humana" des Orchesters zum Sprechen bringt. In den letzten Jahren hat er sich mit Werken wie UKRAINA – den Opfern des Krieges oder dem 2026 in Berlin uraufgeführten Premonition als eine der eindringlichsten Stimmen der zeitgenössischen Musik etabliert. Seine Partituren, darunter auch die Orchesterlieder Up in Flames, erscheinen im renommierten Verlag M.P. Belaieff, einem engen Partner von Schott Music. In Paris wird mit Les Visions du Prince dieser "abstrakte Prinz" nun zum Botschafter einer reinen, unschuldigen Perspektive auf unser Weltgeschehen – ein klangliches Lamento, das in einem strahlenden Ja zum Leben gipfelt.

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Head of Marketing, Promotion & Communications

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