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Werk der Woche – Edmund Finnis: The Landscape Wakes

Porträt von Edmund Finnis (dunkles Haar, Bart, schwarzes Hemd) vor heller Aquarell-Illustration. Motiv: Hügellandschaft bei Sonnenaufgang, ein gewundener Fluss und rosa Blumenwiesen. Atmosphäre: friedlich und morgendlich.

Haben Sie jemals das Gefühl gehabt, dass die Welt um uns herum nicht stillsteht, sondern atmet, sich reckt und streckt? Dass Landschaften nicht nur Kulisse sind, sondern eigenständige Wesen, die mit uns in Resonanz treten? Genau diesem tiefen Empfinden spürt Edmund Finnis nach. Sein neues Werk The Landscape Wakes, das am 6. Februar 2026 im Bradley Symphony Center in Milwaukee, WI, USA, uraufgeführt wird, ist weit mehr als nur Musik – es ist eine Feier des unaufhörlichen Erwachens. Anlass ist das jährliche "Composer Institute" des Milwaukee Symphony Orchestra, das junge Komponisten fördert und Finnis hier eine große Bühne bietet. Das renommierte Milwaukee Symphony Orchestra unter Ken-David Masur wird dieses besondere Stück zum Leben erwecken.

Der Herzschlag der Welt: Ein Komponist am Puls der Zeit 

Edmund Finnis, geboren 1980 in England, gilt als eine der eigenständigsten Stimmen seiner Generation in der zeitgenössischen Musik. Seine Werke, oft für ihre filigrane Klangästhetik und emotionale Tiefe gelobt, finden sich regelmäßig in den Programmen führender Orchester und Ensembles weltweit. Er hat diese seltene Gabe, Komplexität so zu verpacken, dass sie direkt ins Herz trifft. Man könnte ihn als Klang-Archäologen bezeichnen, der unter der Oberfläche des Vertrauten nach neuen Schönheiten gräbt. Dabei schreckt er nicht vor zarten Passagen zurück, kann aber ebenso kraftvolle, beinahe rohe Energie entfesseln. Seine Musik ist oft von einer fast schwebenden Qualität, die den Hörer in ihren Bann zieht.

Trilogie der Wahrnehmung: Das große Finale

The Landscape Wakes ist der krönende Abschluss einer zehnjährigen Reise – es ist das letzte Stück einer Trilogie von Orchesterwerken, die Finnis unserer Wahrnehmung der Umwelt gewidmet hat. Wie erleben wir die Welt? Wie bewegt sie sich, und wie bewegt sie uns? In diesem finalen Werk scheint er all diese Fragen zu bündeln und auf eine neue Ebene zu heben.

Finnis selbst hatte beim Komponieren ein faszinierendes Bild vor Augen: Die Welt, wie sie sich unaufhörlich um ihre eigene Achse dreht. Und genau dieses Bild – diese ewige, sanfte Rotation – wollte er musikalisch einfangen. Er spricht von Linien und Harmonien, die sich drehen und drehen, immer in Bewegung. Es ist eine Musik, die sowohl die „agilste“ und „kraftvollste“ als auch die „zarteste“ der gesamten Trilogie sein soll. Man spürt förmlich, wie er das Orchester als lebendigen Organismus betrachtet, dessen Stimmen sich wie Zahnräder in einem Uhrwerk – oder eben wie Kontinente auf der Erdkugel – ineinanderfügen.

Jenseits eines festen Ortes: Das universelle Erwachen

Das Schöne an der „Landschaft“ im Titel ist, dass sie keine spezifische Verortung hat. Es ist nicht der Schwarzwald, nicht die schottischen Highlands, sondern jede Landschaft. Ein universeller Ort, der uns allen vertraut ist und doch in seiner endlosen Vielfalt immer wieder überrascht. Und das „Erwachen“? Das ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein fortwährendes Wunder: die Morgendämmerung, die Erneuerung, die sich unaufhörlich wiederholt. Es ist die zarte Hoffnung, die jeden neuen Tag begleitet, und die uns Finnis in Klänge fasst.

Gerade in unserer schnelllebigen Zeit lädt Finnis' Musik dazu ein, innezuhalten, die Verbindung zur Natur neu zu spüren und sich von ihrer unendlichen Bewegung inspirieren zu lassen. Ein Muss für jeden, der wissen möchte, wie die Erde klingt, wenn sie träumt und erwacht.

Mehr erfahren

Werkseite The Landscape Wakes

Veranstaltungsseite Milwaukee Symphony Orchestra

Komponistenprofil Edmund Finnis

Foto Edmund Finnis: Venetia Jollands, Hintergrund erstellt mithilfe Künstlicher Intelligenz

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