Werk der Woche – Elisabeth Naske: Zack bumm!
- 25.05.2026
Ein Vogel, der nur noch „Zack bumm“ sagen kann: Elisabeth Naskes neues Musiktheater erzählt ohne Worte von Anderssein, Klang und Begegnung. Uraufführung im Wiener Konzerthaus.
Ein Vogel, der nur noch „Zack bumm“ sagen kann: Elisabeth Naskes neues Musiktheater erzählt ohne Worte von Anderssein, Klang und Begegnung. Uraufführung im Wiener Konzerthaus.
Ein orchestraler Aufschrei gegen das Verstummen: Chaya Czernowins NO! ist ein tiefgreifendes Lamento für die Unschuldigen. Das Werk verarbeitet persönlichen Schmerz über globale Krisen und feiert am 20. Februar 2026 seine französische Erstaufführung in Paris, weitere Aufführungen im Frühjahr in Wien und Witten.
Premiere der Operetta Eine Nacht in Venedig am 200. Geburtstag von Johann Strauss (25.10.2025) in Wien.
Die Anti-Anti-Oper: Le Grand Macabre von György Ligeti feiert am 05. November 2023 an der Oper Frankfurt Premiere. Am frisch durch die Musikkritik-Umfrage der Zeitschrift Opernwelt gekührten “Opernhaus des Jahres” führt dabei Vasily Barhatov Regie. Am Pult steht der neue Generalmusikdirektor Thomas Guggeis und auf der Bühne agiert neben vielen Soli der “Opernchor des Jahres”. Nur wenige Tage später eröffnet an der Wiener Staatsoper Jan Lauwers' Inszenierung, musikalisch geleitet von Pablo Heras-Casado.
Reinrufen? Ja bitte! Das interaktive Musiktheater Lollo von Elisabeth Naske feiert am 02.06.2023 im Dschungel Wien in einer Inszenierung von Ela Baumann Premiere. Dabei spielt Florian Fennes den Solopart an der Klarinette und Marie-Christiane Nishimwe übernimmt den Solo-Gesang.
Am 18. Dezember 2022 feiert eine Neuinszenierung von Ludger Vollmers “Road Opera” Tschick an der Wiener Staatsoper Premiere und gleichzeitig ihre österreichische Erstaufführung.
Zwischen Romanze und Albtraum schwingt Das Gesicht im Spiegel wie ein Pendel. Der Opernerstling von Jörg Widmann wird am 12. September in Wien das erste Mal auf einer österreichischen Bühne gezeigt. Das Stück wird vom venezolanischen Regisseur Carlos Wagner inszeniert, die musikalische Leitung übernimmt Walter Kobéra und es ist Ausstattung von Christof Cremer zu sehen.
Das viersätzige Werk ist insofern ein Konzert, als alle 13 Spieler gleichberechtigt sind und virtuose solistische Aufgaben haben. Es handelt sich also nicht um ein Wechselspiel von Soli und Tutti, sondern um ein konzertantes Miteinander aller. Die Stimmen verlaufen stets gleichzeitig, doch in verschiedenen rhythmischen Konfigurationen und meist in verschiedenen Geschwindigkeiten. [...] Das Kammerkonzert, das komplett 1970 uraufgeführt wurde, war ein totaler Misserfolg. Kritiker haben geschrieben, nach dem 2. Streichquartett sei dieses Werk ein großer Rückschritt. Im Laufe der Zeit wurde das Kammerkonzert von verschiedenen Ensembles mehrfach gespielt. Jetzt ist es wahrscheinlich ein Standardstück, weil die Besetzung günstig für solche Formationen wie zum Beispiel das Asko-Ensemble ist. Alle diese Dinge weiß der Komponist nicht im Voraus. - György Ligeti
Tausende und Abertausende von Menschen ertranken im Mittelmeer, während ganz Europa untätig am Rand stand, diese Tragödie beobachtete oder sogar wegschaute. [Die Symphonie] ist ein Symbol für das, was inmitten Europas geschehen ist und auch gerade noch geschieht. – Thomas Larcher
Heutzutage ein Prophet zu sein ist eigentlich unmöglich; alles ist unvorhersehbar. Oder die Zukunft ist schon Gegenwart, bevor ein stotternder Prophet seine Vision fertig ausgesprochen hat… Und trotzdem müssen einige wichtige Dinge gesagt werden – auch wenn man sie nur stammelnd vortragen kann. Es ist also weniger ein Porträt über Notker, sondern mehr über unsere Zeit. Der Chor hat zunächst nur die Rolle eines Volks, das zu allem ‚Halleluja‘ sagt, sich also mit allem zufrieden geben muss. Es wird aber zunehmend kritischer und selbstbewusster. – Peter Eötvös