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Werk der Woche – Pēteris Vasks: Violinkonzert "Fernes Licht"

Porträt von Pēteris Vasks: Der Komponist blickt mit einem sanften Lächeln in die Kamera. Er trägt ein weinrot-grau gestreiftes Poloshirt. Der Hintergrund zeigt eine hellgraue Häuserzeile in weicher Unschärfe.

Ein Leuchtfeuer aus dem Baltikum: Pēteris Vasks feiert am 16. April 2026 seinen 80. Geburtstag. Als Herzstück der Jubiläumswoche erklingt am 17. April in der Münchener Herz-Jesu-Kirche sein Concerto No. 1 für Violine und Streichorchester "Tālā gaisma" – ein Werk, das zwischen schmerzhafter Erinnerung und der unerschütterlichen Hoffnung auf ein "fernes Licht" changiert.

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Werk der Woche – György Ligeti: Le Grand Macabre

Die Anti-Anti-Oper: Le Grand Macabre von György Ligeti feiert am 28.06.2024 bei den Münchener Opernfestspielen an der Bayerischen Staatsoper Premiere. Damit markiert das Stück den Abschluss der Spielzeit 2023/2024, die mit dem 100. Geburtstag des Komponisten im vergangenen Jahr begann. Kent Nagano steht bei der Produktion am Pult, die Inszenierung stammt von Krzysztof Warlikowski.

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Werk der Woche – Modest Mussorgskij: Boris Godunow

Gleich zwei Inszenierungen von Modest Mussorgskijs Oper Boris Godunow eröffnen das Jahr 2024: Am 14.01.2024 zeigt die Bayerische Staatsoper die Wiederaufnahme ihrer erfolgreichen Produktion im Nationaltheater München. Die Inszenierung von Calixto Bieito steht unter der musikalischen Leitung von Dima Slobodeniouk. Am 28.01.2024 folgt eine Neuinszenierung des Nationaltheaters Mannheim, das das Stück im Theater im Pfalzbau Ludwigshafen zeigt. Regie führt hier Lorenzo Fioroni, am Pult steht Roberto Rizzi Brignoli. Beide Inszenierungen verwenden das historisch-kritische Aufführungsmaterial aus der Reihe “Edition Meisterwerke” der Verlagsgruppe Hermann.

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Werk der Woche – Julian Anderson: Symphony No. 2

Die jüngste der beiden Symphonien von Julian Anderson, seine Symphony No. 2, feiert am 08.12.2023 in der Severance Hall in Cleveland, OH, ihre US-amerikanische Erstaufführung. Das Cleveland Orchestra präsentiert das Stück unter der Leitung von Semyon Bychkov, der zu Beginn des vergangenen Jahres die Uraufführung bei den Münchner Philharmonikern dirigiert hatte. 

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Werk der Woche – Wolfgang-Andreas Schultz: Achill unter den Mädchen

Die Frage ist nicht ‘Sein oder nicht sein’, sondern ‘Wer möchte man sein’. In seiner Oper Achill unter den Mädchen wirft Wolfgang-Andreas Schultz Fragen nach Gender-Identität und -Vorbildern auf. Die Premiere findet am 17. März 2023 unter der Leitung von Oliver Tardy in einer Inszenierung von Franziska Severin im Prinzregententheater in München statt. In der Produktion der Theaterakademie August Everding spielt das Münchner Rundfunkorchester.

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"Der Rosenkavalier" an der Bayerischen Staatsoper: Online-Uraufführung der reduzierten Fassung

Am 21. März 2021 feiert Der Rosenkavalier von Richard Strauss an der Bayerischen Staatsoper München Premiere. Es ist gleichzeitig die Uraufführung der neuen Fassung für eine kleinere Orchesterbesetzung von Eberhard Kloke, die sich an der Instrumentierung von Ariadne auf Naxos orientiert.  Die Inszenierung von Barrie Kosky wird mit Spannung erwartet. In den Hauptrollen der hochkarätig besetzten Produktion sind Marlis Petersen als Feldmarschallin, Christof Fischesser als Baron Ochs von Lerchenau, Katharina Konradi als Sopie, Samantha Hankey als Octavian und Johannes Martin Kränzle als Herr von Faninal zu erleben. Am Pult steht Vladimir Jurowski.

Der Bearbeiter Eberhard Kloke über seine neue Fassung:

Die Premiere um 15:30 Uhr wird kostenfrei auf der Plattform Staatsoper.TV gestreamt und bei BR Klassik übertragen. Am 22. März wird die Aufzeichnung des Streams um 19:00 Uhr wiederholt.

 



 

Szenenfoto: © Bayerische Staatsoper / Wilfried Hösl
Portrait Eberhard Kloke: privat

Uraufführung eines Henze-Violinkonzerts im Livestream

Am 4. Februar 2021 gelangt die Konzertmusik für Violine und kleines Kammerorchester von Hans Werner Henze zur Uraufführung. Nachdem 2020 mehrere Konzerte abgesagt werden mussten, in dem das Stück hätte gespielt werden sollen, ist es nun in der Sendereihe "Horizonte" des Bayerischen Rundfunks zu hören. Unter der Leitung von Peter Tilling hat das Münchner Ensemble risonanze erranti das Werk im Studio eingespielt. Die Ur-Sendung um 22:05 Uhr am 04.02. gilt als Uraufführung.

Mit der Konzertmusik veröffentlicht Schott das bislang früheste Werk von Hans Werner Henze. Er schrieb es im Alter von 17 Jahren, noch bevor er sich mit Ende des Zweiten Weltkriegs sehr intensiv dem Komponieren widmen konnte und kurz darauf in den Verlag aufgenommen wurde.

Das Werk ist erkennbar von Paul Hindemith inspiriert. In der ausgesprochen kammermusikalischen Faktur übernehmen immer wieder Instrumente aus dem Ensemble – etwa Flöte, Trompete und die erste Violine I – solistische Passagen oder begleiten die Solovioline nur zu zweit oder zu dritt. Im Finale entspinnt sich aber zusehends ein "echtes" virtuoses Violinkonzert en miniature.

Porträt Hans Werner Henze: © Schott Music / Hans Kenner, 1955

Werk der Woche – Wilfried Hiller: Momo

Am 16. Dezember 2018 wird die Uraufführung von Wilfried Hillers Momo im Staatstheater am Gärtnerplatz in München gezeigt. Dabei wird die Schauspielerin Anna Woll in der Titelpartie der Momo zu sehen sein. Mit ihr auf der Bühne stehen die Gesangssolisten Maximilian Mayer als Gigi und Holger Ohlmann als Beppo sowie weitere Solisten, der Opern- und der Kinderchor des Hauses. Michael Brandstätter übernimmt die musikalische Leitung, Regie führt Nicole Claudia Weber.

Wolfgang Adenberg entwickelte aus dem gleichnamigen Kinder- und Jugendroman von Michael Ende das Libretto zu  Hillers Musiktheaterstück Momo, ein Auftragswerk für das Münchner Gärtnerplatztheater. Hiller pflegte eine langjährige künstlerische Partnerschaft mit Ende und notierte bei Arbeitstreffen immer wieder gesungene Melodien des Schriftstellers. In seiner neuen Familienoper versucht er nun Michael Ende in der Figur des Gigi zu porträtieren, indem er diese Melodien in seine Komposition mitaufnimmt. Beispielsweise zitiert Hiller in  den Pizzicati der Celli und Bässe die Gitarre, die der Schriftsteller mit zwei Fingern zupfen konnte. Auch die Figur des Meister Hora legt Hiller in besonderer Weise an: Meister Hora ist keine Einzelperson, sondern wird vom gesamten Chor verkörpert. In der Musik verwendet Hiller außerdem zu Beginn eine spärliche, aber gezielte Instrumentierung und lässt nur kleine Teilensembles im Orchester spielen. Erst in der Mitte der Handlung, wenn die Spannung zunimmt, kommt erstmals das Orchester im Tutti zum Einsatz.

Wilfried Hiller – Momo: ein Musiktheaterstück für Kinder in 18 Bildern

Momo ist arm und lebt in einer bescheidenen Behausung vor den Toren der Stadt. Dennoch hat sie viele Freunde, da sie die Gabe besitzt, den Menschen besonders gut zuzuhören. In der Stadt tauchen eines Tages die grauen Herren der Zeitsparkasse auf, die die Menschen dazu bringen, Zeit für später aufzusparen. Die Menschen vergessen durch das Sparen ihr Leben zu genießen und werden in Wahrheit um ihre Zeit betrogen. Nur Momo erkennt die Machenschaften der grauen Herren und versucht den Menschen durch ihr Zuhören die Augen zu öffnen. Mit der Hilfe von Meister Hora und dessen Schildkröte Kassiopeia sagt Momo den grauen Herren und der Zeitsparkasse den Kampf an. Durch einen Trick schafft sie es den geraubten Zeitvorrat zu befreien. Die grauen Herren lösen sich daraufhin in Luft auf und alle Menschen erhalten ihre Zeit zurück.
Momo: Was ist die Zeit?                                                                                                    Meister Hora: Die Zeit ist immer da, ist wie Musik, die wir nicht hören, weil sie ständig in uns klingt. Manchmal hörst du sie, so wie Wellen auf dem Wasser durch Wind entstehen. Und hier aus dem Nirgendhaus in der Niemalsgasse kommt die Zeit aller Menschen.

Hillers Musiktheaterstück wird im Gärtnerplatztheater noch bis zum 18. Januar 2019 noch an neun weiteren Terminen gezeigt. Des Weiteren ist  sein Singspiel Das Traumfresserchen bis zum 27. Dezember 2018 noch im Staatstheater Cottbus zu sehen.

© Christian POGO Zach