Filmmusik entdecken: Klassiker, Geheimtipps und Ausgaben zum Nachspielen
- By Patrick Hinsberger
- 01.10.2025
Musik ist aus Filmen nicht mehr wegzudenken. Was in Stummfilmzeiten als Begleitung von Bildern und Überdeckung von Projektorgeräuschen begann, ist heute ein unverzichtbares Stilmittel. Filmmusik erzeugt Spannung, rührt uns zu Tränen und bleibt oft länger im Gedächtnis als die Bilder selbst. Sie ist mehr als Hintergrund – sie ist ein unsichtbarer Schauspieler, der die Wirkung einer Geschichte entscheidend prägt.
Bei Schott Music finden Sie nicht nur zahlreiche ikonische Werke zum Nachspielen, sondern auch verlegte Originalwerke großer Filmkomponisten. In diesem Artikel erfahren Sie, was Filmmusik ausmacht, wie sie entsteht, welche Komponisten sie geprägt haben – und wie Sie selbst Filmmusik spielen können.
Was ist Filmmusik?
Unter Filmmusik versteht man Musik, die speziell für Filme komponiert oder bewusst ausgewählt wird. Man unterscheidet:
- Score: Originalkomposition für den Film, meist für Orchester, Elektronik oder hybride Besetzungen.
- Soundtrack: Zusammenstellung vorhandener Stücke, häufig aus Pop, Jazz oder Klassik.
Während der Score Szenen präzise begleitet und Leitmotive für Figuren oder Orte schafft, sorgt der Soundtrack für kulturelle Bezüge und Wiedererkennungswert. Beide Formen wirken emotional, aber auf unterschiedliche Weise.
Große Namen der Filmmusik
Nino Rota
Nino Rota wurde am 3. Dezember 1911 in Mailand geboren. Obwohl er zahlreiche Kammermusikwerke, Solokonzerte, Symphonien, Oratorien und Bühnenwerke schrieb, ist sein Name vor allem untrennbar mit den 158 unvergleichlichen Musiken zu Filmen von zum Beispiel Federico Fellini oder Francis Ford Coppola verknüpft.
Seine Musik trug wesentlich zum weltweiten Erfolg von Klassikern wie La dolce vita, Il gattopardo oder Otto e mezzo bei.
Wie komponiert man Filmmusik?
Howard Shore
Howard Shore ist einer der international bedeutendsten und meistgeehrten Komponisten von Film- und Orchestermusik. Mit seinen bewegenden und expressiven Filmmusiken, darunter der Musik zur The Lord of the Rings-Trilogie, hat er internationale Maßstäbe gesetzt. Seine Konzertwerke werden regelmäßig weltweit von führenden Orchestern gespielt. 2003 leitete Shore die Premiere der The Lord of the Rings Symphony in Wellington, Neuseeland. Für seine Musik zur The Lord of the Rings-Trilogie wurde Howard Shore mit vier Grammys und drei Oscars, darunter einem Oscar in der Kategorie „Bester Song“ für „Into the West“, geehrt.
Die York University zeichnete Shore 2007 mit der Ehrendoktorwürde aus. Weltweit haben zahllose Institutionen und Organisationen ihn für sein Schaffen mit Preisen geehrt.
- Für Gesang und Klavier: The OPERA America Songbook
- Für Gitarre: In Dreams (aus: Der Herr der Ringe - Die Gefährten)
Erich Wolfgang Korngold
1929 bearbeitete Erich Wolfgang Korngold, der durch die Erfolge seiner frühen Bühnenwerke Violanta, Der Ring des Polykrates (1916) und Die tote Stadt (1920) international bekannt geworden war, für eine Produktion von Max Reinhardt Johann Strauß‘ Fledermaus. Der Regisseur holte Korngold für die Produktion von A Midsummer Night’s Dream dann 1934 nach Hollywood, wo sich der Komponist 1938 nach der Besetzung Österreichs durch die Nationalsozialisten niederließ.
Korngold avancierte zu einem der gefragtesten Filmmusikkomponisten der USA und perfektionierte im Laufe seiner Karriere als Hauskomponist der Warner Brothers Studios die Gattung der symphonischen Filmmusik. Vor allem mit den Musiken zu Klassikern des „Mantel und Degen“-Genres wie The Prince and the Pauper (Der Prinz und der Bettelknabe, 1937) The Adventures of Robin Hood (Robin Hood, König der Vagabunden, 1938), The Private Lives of Elizabeth and Essex (Günstling einer Königin, 1939) und The Sea Hawk (Der Herr der sieben Meere, 1940) wurde Korngold zum einflussreichen Mitbegründer des „Sound of Hollywood“. Seine Filmmusiken wurden fünfmal für den Oscar nominiert. 1936 erhielt er den begehrten Preis für den „Best Original Score“ für Anthony Adverse und 1938 für The Adventures of Robin Hood. Seit 1995 wird der Erich-Wolfgang-Korngold-Preis von der Captain Blood Errol Flynn Stiftung Deutsche Kinemathek als Auszeichnung für das Lebenswerk eines herausragenden Filmmusik-Komponisten vergeben.
Der Musikfilm
Filmmusik selbst spielen
Von Klavier bis Saxophon
- Für Klavier: Pianotainment Movie von Hans-Günter Heumann
- Für Gitarre: Movie-Hits von Peter Ansorge und Bruno Szordikowski
- Für Chor: Movie Songs von Clemens Schäfer
- Für Violine: Pop for Violin Movie Special von Michael Zlanabitning
- Für Cello: Pop for Cello Movie Speical von Michael Zlanabitnig
- Für Trompete: Movie Classics von Martin Schädlich
- Für Alt-Saxophon: Movie Classics von Dirko Juchem





