FASZINATION TROMPETE
- By Johannes Schropp
- 23.09.2025
Trompeten finden überall Einsatz. Ob in klassischen Orchestern, in der Jazzmusik, in der Popmusik, in Blasorchestern und Brass Bands – in allen erdenklichen Genres und Besetzungen kann man Trompeten entdecken. Daneben ist die Trompete ein uraltes Instrument, dessen Herkunft bis ins alte Ägypten nachvollzogen werden kann.
WAS MUSS MAN ÜBER DIE TROMPETE WISSEN?
Die Trompete gehört zur Familie der Blechblasinstrumente und umfasst eine breite Palette an Bauarten, Stimmungen und Eigenarten. Die geläufigste Variante ist die B-Trompete. In entweder amerikanischer Ausführung mit Pumpventilen oder in deutscher Tradition mit Drehventilen. Hier sind zudem Stimmungen in C und Es geläufig. Die Piccolotrompete, erweitert die Trompetenfamilie als kleine, schlanke Variante, die vor allem in den Höhen glänzt. Das klanglich etwas weichere Flügelhorn und das kleinere, hellere Kornett runden die häufigsten, modernen Instrumente der Trompetenfamilie ab. Besondere Bauarten wie die Zugtrompete, die Barocktrompete, Aida-Trompete oder die Doppeltrichter-Trompete werden nur in speziellen Situationen eingesetzt.
Gespielt werden Trompeten mit einem Kesselmundstück. Sie existieren in einer Vielzahl von Varianten. Dabei unterscheiden sie sich im Durchmesser, ihrer Dicke, Kesseltiefe und -form. Spieler:innen wählen hierbei ganz nach eigener Vorlieben und dem jeweiligen Stück aus und besitzen meist viele verschiedene Mundstücke.
Die Trompete besitzt in der Regel drei Ventile (die Piccolotrompete meist vier) mit denen die Tonhöhe verändert werden kann.
Neugierig geworden?
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Das große Bucher der TrompeteFriedel KeimDieses Buch über die Trompete und ihre bedeutendsten Solisten ist wohl als bislang einmalig zu bezeichnen. Der Autor, schon in jungen Jahren selbst "dem Zauber der Trompete verfallen", hat in langjährigen, gründlichen Recherchen eine Fülle zum Thema Trompete zusammengetragen. Eine Abhandlung über die Entwicklungsgeschichte dieses herrlichen Instruments und wahrlich spannende Geschichten über Trompeter und Trompeterinnen (!) sind hier ebenso zu finden wie ein Kapitel über das schwierige "Hochtonblasen" und eines über Trompeten-Kuriositäten. Kurzbiographien von 50 klassischen Trompetern seit Beginn des 17. Jahrhunders, 10 berühmten Jazztrompetern und 60 bedeutenden Trompetern der U-Musik sowie ein lexikalischer Teil mit 1900 weiteren Trompetern, ein Bandleader-Verzeichnis und eine spezielle Diskographie vervollständigen dieses Buch zu einem informativen, kurzweiligen Nachschlagewerk und zu einem für jeden Musikliebhaber interessanten Lesebuch.
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WIE WERDEN TÖNE AUF DER TROMPETE ERZEUGT?
Die Trompete funktioniert nach dem Generator-Resonator-Prinzip: Das bedeutet, dass Luft die Lippen der Spieler:in in Schwingung versetzt. Diese werden auf das Mundstück übertragen und über das Instrument verstärkt.
Die Gesamtrohrlänge definiert dabei die Stimmung des Instruments. Dabei gilt das Prinzip: Je länger das Rohr, desto tiefer die Stimmung. Würde man eine moderne B-Trompete beispielsweise ausrollen, hätte sie eine Länge von circa 1,30 Metern (im Vergleich: Eine ausgerollte Tenorposaune wäre etwa 2,70 Meter lang). Durch Veränderung von Luftgeschwindigkeit und Zungenstellung können Spieler:innen verschiedene Töne der Naturtonreihe erzeugen. Die Ventile verlängern die schwingende Luftsäule im Instrument und verändern hierdurch zusätzlich die Tonhöhe.
Auf der Trompete gibt es insgesamt sieben unterschiedliche Ventilpositionen, die in Kombination mit den verschiedenen Obertönen ein durchgehend chromatisches Spiel erlauben. Außerdem erleichtern Stimmzüge (meist am dritten und am ersten Ventil) zusätzlich die Kontrolle über die Intonation.
WARUM SOLLTE MAN TROMPETE LERNEN?
Die Trompete ist ein herausforderndes, aber unglaublich lohnendes Instrument. Schon mit wenigen Tönen kann man große Wirkung erzielen. Gerade für Anfänger ist es faszinierend, wie sich durch das Zusammenspiel von Luft, Zunge und mimische Muskulatur die ersten Melodien formen lassen.
Ein großer Vorteil: Die Trompete ist mobil, wetterbeständig und kommt mit wenig Zubehör aus. Sie kann fast überall gespielt werden – sei es im Orchester, im Duo, auf der Bühne oder in einer Blaskapelle im Freien.
Zudem öffnet das Trompetenspiel viele Türen zu anderen Instrumenten der Blechbläserfamilie – etwa zum Euphonium, zur Posaune, zum Horn und sogar zu spezielleren Blasinstrumenten wie beispielsweise dem Alphorn. Wer Trompete lernt, erhält eine solide Grundlage, auf der sich musikalisch viel aufbauen lässt.
Antwort auf praktische Fragen rund um Trompetenspiel
Von Tipps zum Kauf eines Instruments bis zu Infos zur Reinigung und Pflege
FUN FACTS ÜBER DIE TROMPETE
- Eine bronzene und eine silberne Trompete wurden 1922 im Grab des ägyptischen Pharaos Tutanchamun gefunden – beide Instrumente sind über 3.000 Jahre alt!
- In der Barockzeit galt die Trompete als „Instrument der Könige“ – sie durfte ausschließlich von speziell ausgebildeten Hoftrompetern gespielt werden.
- Der Begriff „Trompete“ stammt vom altfranzösischen „trompette“, was eine kleine „trump“ (Signalpfeife) bezeichnete – also im Grunde „kleines Horn“.
Wie sieht der Berufsalltag eines Trompeters aus? Lest hier unser Interview mit Martin Schädlich:

