Werk der Woche - Jacques Offenbach: Les Contes d'Hoffmann
- 20.07.2015
Bei Wein und Gesang wartet der Dichter Hoffmann auf seine Angebetete – die Operndiva Stella – und erzählt in seinem fortschreitenden Rausch über seine amourösen Liebesabenteuer, die allesamt gescheitert sind. Er war dem Trugbild der mechanischen Puppe Olympia verfallen, die er für eine reale Frau hielt und während eines wilden Tanzes zerstörte. Er liebte die Sängerin Antonia, die zum Schweigen verurteilt war und im Trio mit Crespel und Hoffmann sterben musste. Er stürzte sich ins sinnliche Vergnügen bei der Kurtisane Giulietta, die ihm sein Spiegelbild raubte und ihn zum aus Leidenschaft rasenden Mörder machte. Am Ende seiner Erzählungen muss Hoffmann erkennen, dass auch seine Beziehung zu Stella scheitert, und flüchtet sich in seine Kunst. Er folgt der Muse - als einzig wahrer Freundin des Dichters.
Vor allem habe ich einen schrecklichen, unüberwindlichen Fehler, nämlich immer zu arbeiten. Ich bedauere das im Namen derer, die meine Musik nicht lieben, denn ich werde sicher noch mit einer Melodie unter der Feder sterben. – Jacques Offenbach
Die Vorstellung wird am 26. Juli auf ORF3 übertragen. Der Premiere am 23. Juli 2015 folgen noch vier weitere Vorstellungen bis zum 6. August 2015. Die Komische Oper Berlin zeigt das Werk ab dem 2. Oktober 2015 in einer Inszenierung des australischen Opern- und Theaterregisseurs Barrie Kosky.
Foto: bregenzerfestspiele.com