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Blog

Werk der Woche – Peter Eötvös: Cziffra Psodia

Am 5. November wäre Georges Cziffra 100 Jahre alt geworden. Nach Liszt verkörperte wohl niemand das Ungarische in der Musik so wie er und keine exististierenden Werke waren anspruchsvoll genug für den legendären Klaviervirtuosen. 

An Cziffras Geburtstag gelangt Peter Eötvös’ neues Klavierkonzert Cziffra Psodia zur Uraufführung, um das Jubiläum zu feiern. Solist Janós Balász spielt mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter der Leitung von Mikko Franck im Budapester Konzerthaus MüPa. 
Das Klavierkonzert schrieb ich anlässlich des 100. Geburtstags von Georges Cziffra, den ich über eine familiäre Verbindung schon als Kind kennenlernen durfte. Cziffras ganzes Leben war zugleich von Erfolg und Tragödie begleitet. Er hatte ein rhapsodisches, dramatisches Leben. Genau diese Atmosphäre habe ich versucht, in meinem Klavierkonzert zu erzeugen. Der charakteristische metallische Rhythmus, der im ersten Satz zu hören ist, erinnert an die Arbeit im Steinbruch während seiner Gefangenschaft. Den späteren meditativen Zustand der Momente seines Rückzugs aus der Öffentlichkeit, komponierte ich in drei ruhigen Kadenzen. Jeder Satz endet mit einem kurzen Violinsolo, einer persönlichen Hommage. Peter Eötvös 

Am 7. November ist die französische Erstaufführung von Cziffra Psodia im Maison de la radio et de la musique in Paris zu erleben. Die schweizeischen und norwegischen Erstaufführungen folgen mit dem Orchestre de la Suisse Romande und dem Stavanger Symphony Orchestra in 2022 und 2023. 

Foto: Tibor Bozi

Cello Christmas Book

30 Famous Christmas Songs in Modern Arrangements with Suggestions for Improvisation


for 1 - 2 cellos (piano ad libitum)


Gabriel Koeppen


 

  • 30 Christmas carols

  • Modern arrangements with pop rhythms and harmonies

  • Includes audio recordings

  • Includes tips for improvisation

  • Easy to Intermediate level


 

Christmas carols with a twist! Koeppen has spiced up 30 carols with pop rhythms and harmonies.

Many of these carols include suggested improvisations for the player to try and adapt for themselves. The player also has the option to play these carols as normal Christmas duets.

Possible combination of instruments: cello duet, cello and piano, two cellos and piano or cello and audio recording. Have a merry and swinging Christmas with these fantastic arrangements!

Werk der Woche – Paul Dessau: Die Verurteilung des Lukullus

Am Montag, den 1. November 2021 wird die Oper Die Verurteilung des Lukullus von Paul Dessau in der Staatsoper Stuttgart aufgeführt. Das Werk ist zum ersten Mal in der baden-württembergischen Landeshauptstadt zu sehen. Es inszeniert das Musiktheaterkollektiv "Hauen und Stechen" um Julia Lwowski und Franziska Kronfoth. Dirigent ist Bernhard Kontarsky, der seit 1969 der Staatsoper Stuttgart verbunden ist.

Die Oper von 1949 basiert auf dem Hörspiel Das Verhör des Lukullus von Bertolt Brecht, das der Dichter bereits im Jahr 1939 verfasste. Dessau und Brecht waren beide während der Nazi-Herrschaft im Exil gewesen und entschieden sich bei ihrer Rückkehr, sich in der Sowjetischen Besatzungszone niederzulassen. Im Jahr der Gründung der DDR arbeiteten sie gemeinsam am Libretto des "Lukullus", in dem sie ihre Kritik am Zweiten Weltkrieg und an jeglicher militärischer Expansion zum Ausdruck brachten. Wegen Dessaus moderner Tonsprache und weil den sozialistischen Machthabern die Kritik am ausbeuterischen Herrschermodell noch zu schwach erschien, gab es bereits während der Proben Auseinandersetzungen mit dem Produktionsteam. Die geschlossene Uraufführung am 17. März 1951 in Admiralspalast-Provisorium der Deutschen Staatsoper Berlin löste eine heftige Debatte aus. Erst nach Änderungen durch die beiden Autoren – unter anderem die Umbenennung der Oper von Das Verhör des Lukullus zu Die Verurteilung des Lukullus – wurden weitere Aufführungen zugelassen, sodass das Werk anschließend im Repertoire der Staatsoper gespielt wurde.

Lukullus bei Bertolt Brecht und Paul Dessau als Feldherr und Prahlhans


Zum Inhalt: Der römische Heerführer Lukullus wird – nach dem pompösen Staatsakt seiner Beerdigung – in der Schattenwelt zur Rechenschaft gezogen. Unter den Schöffen des Totengerichts befinden sich auch seine Opfer. So werden seine triumphalen Erfolge anders bewertet, als er es gewohnt war. Nicht seine Siege, sondern die Verluste bei seinen Feinden und in den eigenen Reihen werden ihm angerechnet. Das Urteil ist eindeutig: „Ins Nichts mit ihm!“

Bemerkenswert an der Partitur ist die Wahl der Instrumente. Dessau verzichtete auf Geigen und Bratschen und wählte dafür ein neunköpfiges Schlagwerk. Durch die Abwechslung von Bläser- und Percussionsklängen und den Einsatz der tiefen Streicher ergibt sich ein kontrastreiches und effektvolles Klangbild.
Dass ich den Lukullus mit Pauken und Trompeten einführe, hat nichts mit dem klassischen Klischee der Heldeneinführung gemein. Bei mir ist es parodistisch gemeint. Ich führe ihn mit Pauken und Trompeten ein, um zu sagen, jetzt kommt ein großer Prahlhans. (Paul Dessau)

Weitere Aufführungen sind in der Stuttgarter Staatsoper am 06./13./15./20. November geplant.

Stadtfeld: My Christmas Time

Kompositionen und freie Bearbeitungen traditioneller Weihnachtslieder für Klavier solo


– als gedruckte Ausgabe oder Download-PDF –

In diesem Jahr wird es bei Pianist Martin Stadtfeld auch in musikalischer Hinsicht weihnachtlich. Seine neuen Klavierstücke sind ab sofort als Noten-Album von Schott Music  im Handel erhältlich. Die begleitende CD “Christmas Piano” veröffentlicht das Label Sony Classical am 29. Oktober 2021 als Tonträger und auf allen gängigen Streaming-Plattformen.

[caption id="" align="alignright" width="196"] CD-Album "Christmas Piano" (Sony Classical)[/caption]

Martin Stadtfeld entführt auf eine ganz persönliche nostalgische Reise durch die Weihnachtszeit. Sein Album besteht aus den zwei Teilen “Christmas Time” und “Transcriptions on Traditional Christmas Carols”: Elf stimmungsvolle Kompositionen rund um Advent und Weihnachten im Familienkreis werden gefolgt von sieben freien Bearbeitungen traditioneller Weihnachtslieder aus aller Welt. Im Zentrum stehen dabei zwei Lieder von Michael Praetorius, dessen Todestag sich 2021 zum 400. Mal jährt.

Der Schwierigkeitsgrad der Noten reicht von einfach bis mittel und ist ideal für Kinder, Jugendliche und den Wiedereinstieg am Klavier für Erwachsene geeignet. Die Stücke sind eine perfekte Ergänzung des gängigen weihnachtlichen Klavier-Repertoires.
Die Kompositionen und freie Bearbeitungen traditioneller Weihnachtslieder entstanden als kleine, digital gesendete Grüße zu den Adventssonntagen im Lockdown 2020. Die schöne, mit meinem Sohn verbrachte Vorweihnachtszeit, war Inspirationsquelle für den Zyklus "My Christmas Time", in dem ich mich an meine eigene Kindheit zurückerinnere. (Martin Stadtfeld)

[caption id="attachment_75122" align="aligncenter" width="570"]Fotograf: Henning Ross Fotograf: Henning Ross[/caption]

Unsere Kinderlieder

Ein Liederschatz für jeden Anlass


– Liederbuch –

„Unsere Kinderlieder“ versammelt über 100 der bekanntesten und beliebtesten Kinderlieder aus dem deutschen Sprachraum. Es ist ein Liederbuch für den musikalischen Alltag und für alle Fälle: vom Morgen bis zum Abend, von Frühling bis Weihnachten, von der Geburtstagsfeier bis zum Schulfest – mit diesem Familienliederbuch finden alle zur richtigen Zeit die richtigen Töne. So kann es zum perfekten Begleiter für kleine wie große Familien werden.

Martin Bernhards liebevolle und kindgerechte Illustrationen laden zum Blättern, Betrachten und Verweilen bei den gesungenen Geschichten ein.

„Unsere Kinderlieder“ erscheint in Zusammenarbeit mit dem traditionsreichen Reclam Verlag.

Rosenblatt: Introduction and Siberian Blues

für Violine und Klavier


– als gedruckte Ausgabe oder Download-PDF –

„Introduction and Siberian Blues“ komponierte Rosenblatt auf Wunsch von Victor Tretjakov als Pflichtstück für die zweite Runde seines zweiten Internationalen Geigenwettbewerbs in Krasnojarsk. Auf eine langsame und gefühlvolle Einleitung folgt der Siberian Blues, in dem Rosenblatt Klänge und Rhythmen russischer Volksmusik mit Eigenschaften des klassischen Jazz kombiniert.

Mehr zur Reihe Edition Schott

Easy Charts Play-Along

Sonderband: Christmas Pop


– als gedruckte Ausgabe oder Download-PDF –

Thank God It’s Christmas! Nach dem großen Erfolg der letzten EASY CHARTS Sonderbände präsentiert Top-Arrangeur Uwe Bye in diesem Band die bekanntesten und beliebtesten Popsongs rund ums Weihnachtsfest – einfach und gekonnt arrangiert für Melodieinstrumente in B, C oder Es. Ob Pentatonix, Ella Endlich, Helene Fischer oder Michael Bublé – in diesem Band treffen berühmte Originalsongs auf originelle Neuinterpretationen und bieten so ein reichhaltiges Repertoire für jede Christmas Party!
Die leicht spielbaren Bearbeitungen enthalten jeweils Play-Along-Tracks zum Anhören und Mitspielen.

Mehr zur Reihe Easy Charts

Werk der Woche – Anthony Davis: You Have the Right to Remain Silent

Aus eigener Erfahrung kennt Anthony Davis das Problem der überzogenen Polizeigewalt in den Vereinigten Staaten. In vielen seiner Werke greift er das Thema künstlerisch auf, 2020 erhielt er dafür den Pulitzer Price. Das Klarinettenkonzert You Have the Right to Remain Silent schildert seine frühe Erinnerung an eine aggressive Verkehrskontrolle und zitiert im Titel den Eröffnungssatz eines jeden Polizeiverhörs "Sie haben das Recht zu schweigen".

In vier Konzerten spielt das New York Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Dalia Stasevska das Stück ab dem 20. Oktober in der Alice Tully Hall New York, Solist ist Anthony McGill.

In den 1970er Jahren fuhr der Afro-Amerikanische Komponist Anthony Davis mit dem Auto Richtung Boston, um dort ein Konzert zu besuchen. Dabei wurde er von einem Polizisten angehalten:
Er hatte seine Sirene eingeschaltet und stoppte meinen Wagen. Ich wollte gerade aussteigen und ihn fragen, was denn los sein und dass ich nicht zu spät zu meinem Konzert kommen will. Doch als meine Frau sich umdrehte, sagte sie mir, ich solle besser sitzen bleiben, da der Polizist bereits mit seiner Waffe auf mich zielte. – Anthony Davis

Die Deutsche Erstaufführung von You Have the Right to Remain Silent wird am 13. November 2021 in der Siemens Villa Berlin mit der Berlin Academy of American Music stattfinden.

Seit einigen Monaten veröffentlicht Schott Music die Werke von Anthony Davis. Davis’ umfangreiches und breitgefächertes Œuvre, das Opern-, Orchester-, Kammermusik und
Chorwerke umfasst, hat ihn zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten im heutigen amerikanischen Musikleben gemacht. Große Beachtung genießt er ebenfalls als Jazz-Pianist und Leiter des Ensembles Episteme, mit dem er seit den 1980er-Jahren zusammenarbeitet.

Fotos: N. Cepeda, Aldeca Productions / Adobe Stock

Dotzauer: 24 Capricen in allen Tonarten

für Violoncello


– als gedruckte Ausgabe oder Download-PDF –

Dotzauer-Etüden gehören seit Generationen zum Standrepertoire im Cellounterricht. Friedrich Dotzauer (1783-1860) war einer der bedeutenden Cellisten und Cellopädagogen im 19. Jh. und wusste, was eine gute Etüde ausmacht: sie soll eine bestimmte technische Aufgabenstellung gezielt behandeln und gleichzeitig nicht eintönig, sondern musikalisch ansprechend sein. Dies gelang dem Cellisten des Leipziger Gewandhauses und der Dresdener Hofkapelle in vorbildlicher Weise. Die 24 Capricen in allen Tonarten op. 35 (1816) sind Dotzauers Meisterwerk und bringen die vielseitigen Klangfarben und Spieltechniken des Cellos wunderbar zur Geltung. Anspruchsvolle Etüden für Unterricht und Vortrag, mit schönen melodischen und harmonischen Einfällen, einige mit ausdrucksvollen langsamen Einleitungen, andere mit kunstvollen Arpeggien oder kontrapunktisch-polyphoner Mehrstimmigkeit. Unsere Neuausgabe folgt den Originalquellen und bietet den Urtext.

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Say: Alla Turca Jazz - für 2 Klaviere

Fantasie über das Rondo aus der Klaviersonate in A-Dur KV 331 von Mozart


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Der Finalsatz der Sonate A-Dur KV 331 von Wolfgang Amadeus Mozart, das Rondo Alla Turca, ist eines der bekanntesten Klavierstücke überhaupt. Einstmals allen Musikkennern vorbehalten, später von jedem Klavierschüler gespielt, ist seine Eingangsmelodie, sinustonartig verfremdet, inzwischen selbst als Handy-Klingelton omnipräsent.

An diese Popularität knüpft das als effektvolle Zugabe entstandene Arrangement von Fazıl Say an. Auf die nach wie vor erkennbar klassische Grundebene montiert finden sich - nachdem die ersten acht Takte original vorgestellt sind - typische Jazzelemente wie Synkopisierung der Spitzentöne und Auszierung durch chromatische Blue-Notes, eingebettet in teils rasende Sechzehntelketten. Dem improvisatorischen Charakter entsprechend führt Say selbst sein Alla Turca Jazz gern auch in anderen Kombinationen auf, etwa mit Belgeitung von Jazz-Sängern oder mit Orchester.

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