Werk der Woche – Viktor Ullmann: Der Kaiser von Atlantis
- By Christopher Peter
- 22.12.2025
Japanische Erstaufführung von Viktor Ullmanns "Der Kaiser von Atlantis," komponiert 1943 in Theresienstadt. Ein zeitloses Plädoyer gegen Tyrannei.
Japanische Erstaufführung von Viktor Ullmanns "Der Kaiser von Atlantis," komponiert 1943 in Theresienstadt. Ein zeitloses Plädoyer gegen Tyrannei.
Am 11. August 2025 wird am New National Theatre in Tokio ein außergewöhnliches neues Opernwerk uraufgeführt: Natasha von Toshio Hosokawa. Unter der musikalischen Leitung von Kazushi Ono und in einer Inszenierung von Christian Räth erlebt das Publikum eine Oper, die sich mutig an brennende Fragen unserer Zeit heranwagt.
Neues Konzert zur Geburtstagsfeier: Der 80. Geburtstag von Peter Eötvös wird am kommenden Wochenende bei in Paris mit Symposium und Festkonzert gefeiert. Neben anderen Werken des ungarischen Komponisten gelangt dabei sein neues Harp Concerto zur Uraufführung. Das Konzert für Harfe und Orchester schrieb Eötvös dem Harfen-Virtuosen Xavier de Maistre (Foto) auf den Leib, der es am 18.01.2024 mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter der Leitung von Gergely Madaras im Maison de le Radio et de la Musique zum ersten Mal spielen wird.
Ich schildere diese Szene aus der Sicht eines bestimmten Klangs, den eine Person auf der Haut spürt. Die Klangqualität schwankt dabei durch subtile Veränderungen der Position des Zuhörers, des Orts- oder Raumstatus usw. In Arcade halte ich inne, lenke meine Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Ebenen des Klangs und konzentriere mich auf ihre Essenz und ihre Qualitäten. (Akiko Yamane)
Mein musikalisches Konzept ist die Suche nach Harmonie zwischen Natur und Mensch. Deshalb war der Tsunami von 2011 ein großer Schock für mich. Die Natur ist eben nicht nur schön und nett, sondern manchmal auch sehr grausam. Wir Japaner haben wohl die Ehrfurcht vor der Natur verloren. - Toshio Hosokawa
Musik ist Zeit. Ihrem Wesen nach besitzt sie einen Anfang und ein Ende. Komponieren bedeutet, auf einen Moment und auf das Fortschreiten der Klänge darin zu hören. Anders ausgedrückt: Ich höre den fixierten Moment innerhalb des unumkehrbaren und begrenzten Zeitausschnitts mit dem inneren Ohr des Herzens. – Atsuhiko Gondai
Das Stück ist weit mehr als nur ein Gelegenheitswerk, es ist voll von warmen, lyrischen Ideen. Durch Glasunows inspirierten, erfinderischen Fluss, gelang es hervorragend die holperigen Verse des ‚unschlagbaren‘ Großherzogs Konstantin Romanov auszugleichen. Es ist eines seiner fröhlichen Stücke, voll von Melodien, die uns glücklich machen, am Leben zu sein. – Ivan March (Gramophone Magazine)