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Werk der Woche – Olli Mustonen: Concerto No. 2

Olli Mustonen, Komponist und Pianist, lächelt freundlich in die Kamera. Er trägt ein weißes Hemd, eine Weste und eine Krawatte, während er sich mit einer Hand am Kopf kratzt.

Olli Mustonens Concerto No. 2 "Larin Paraske" ist ein musikalisches Porträt der berühmten finnischen Runensängerin Larin Paraske. Mit Klängen, die Traum und Tradition vereinen, feiert das Violinkonzert am 6. Dezember 2024 in Helsinki seine Uraufführung. Möchten Sie erfahren, wie Mustonen die uralte Kunst des Runengesangs in ein modernes Meisterwerk verwandelt? Lesen Sie jetzt die ganze Geschichte in unserem Werk der Woche!

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Werk der Woche: Olli Mustonen – String Quartet No. 1

Am 12. Juli 2017 findet die Uraufführung von Olli Mustonens String Quartet No. 1 im norwegischen Gravdal statt. Es wird im Rahmen des Lofoten International Chamber Music Festivals vom Engegård Quartet aufgeführt.



Zwar umfassen Mustonens Kompositionen Werke unterschiedlichster Besetzung, von Solo-Stücken für Klavier – dem Instrument, auf dem er als gefragter Pianist selbst zu Hause ist – bis hin zu großformatigen Symphonien. Ein Streichquartett hat er bislang jedoch noch nicht geschrieben. Also erscheint es folgerichtig, dass Mustonen, dessen Werke in der klassisch-romantischen Tradition verwurzelt sind, sich auch dieser Gattung zuwendet: Schließlich entwickelte das Streichquartett, das unter Joseph Haydn zu seiner klassischen Form fand, einen Ruf als anspruchsvollste Disziplin der Kammermusik.

Mustonens String Quartet No. 1: Mit Leidenschaft und Feuer


Während es im 20. Jahrhundert Bestrebungen gab, die klare Form der Gattung aufzulösen, bleibt Mustonen ihr treu. Sein erstes Streichquartett zeigt den klassischem viersätzigen Aufbau und Anlehnung an die Tempi der Quartette im 18. Jahrhundert.  So ist der dritte Satz Grave  eher langsam, bevor der vierte Satz Impetuoso, con passione e molto rubato - Con fuoco all'Ungherese einen „feurigen“ Abschluss bringt. Auch in der musikalischen Gestaltung fließen Elemente der damaligen Kompositionstechnik wie motivisch-thematische Arbeit oder der durchbrochene Stil, in dem die Melodie abwechselnd von den verschiedenen Stimmen übernommen wird, ein. Anhand der freieren Gestaltung in Tempo und Harmonik ist dennoch unverkennbar, dass Mustonen ein zeitgenössischer Komponist ist. So ist der erste Satz Impetuoso, con passione e molto rubato – Misterioso mit dem Zusatz „quasi senza tempo“  versehen und enthält zudem eine Kadenz der Bratsche, die nur minimal von den anderen Streichern begleitet wird. Der zweite Satz Furioso e pesante ist hingegen der einzige, dessen Tempo sich in seinem Verlauf nicht ändert.
Olli Mustonen ist ein postmoderner Komponist, der einen Bogen über die klassische westliche Musik vom Barock zum Minimalismus, von der späten Romantik zu einer neuen Spiritualität des 21. Jahrhunderts schlägt. Musik vermag für ihn das Geheimnis des Lebens einzufangen. - Susanna Välimäki

Das Lofoten Festival widmet Mustonen als Pianist und Komponist in diesem Jahr einen programmatischen Schwerpunkt. Neben seinem String Quartet No.1 werden am 11. Juli sein Nonetto No. 2 und das Piano Quartet gespielt, am 12. Juli folgt zudem sein Piano Quintet, bei dem Mustonen selbst am Klavier auftritt.

 

Foto: Engegård Quartet