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Der Januar im Zeichen der Bratsche: Ein Monat voller Glanzlichter für die Viola

Nahaufnahme einer Bratsche vor dunklem Hintergrund. Ein Bogen liegt auf den Saiten, nur ein Teil des Instruments ist vollständig zu sehen, was eine nachdenkliche und ernste Stimmung hervorruft.

Der Januar bereitet die Bühne für die Viola auf beiden Seiten des Atlantiks. Während das Instrument in den USA mit dem „National Viola Day“ und zahlreichen Bildungsinitiativen offen gefeiert wird, finden in Europa zeitgleich verschiedene Events statt, die die Bratsche verdientermaßen ins Rampenlicht rücken. So hat sich der Januar still und heimlich zu einem überaus bedeutenden Monat für Bratschisten und Musikliebhaber entwickelt.

Während der „National Viola Day“ in den USA einen klaren Fokus bietet, gewinnt die Viola in Europa durch eine Mischung aus Wettbewerben, Kongressen und Festivals an Bedeutung. Diese Veranstaltungen ziehen das Interesse weit über die Landesgrenzen hinaus an und verfolgen alle ein Ziel: die Aufmerksamkeit auf das Instrument und sein vielseitiges Repertoire zu lenken. Gemeinsam betrachtet zeigen diese Momente, dass sich der Januar fest als Zeit der Sichtbarkeit für die Viola etabliert hat – getragen von echtem künstlerischem Engagement.

 

Der "National Viola Day" in den USA

In den USA ist der „National Viola Day“ fest in der klassischen Musikszene verwurzelt. Ob in professionellen Kreisen, an Musikschulen, Konservatorien oder Universitäten: Die Bratsche wird über alle Kanäle gefeiert. Von Konzerten bis hin zu Social-Media-Aktionen wird die Pädagogik und das Viola-Repertoire in den Vordergrund gerückt.

Obwohl dieser Ehrentag in Europa nicht offiziell begangen wird, könnte das Timing nicht besser sein. Er fällt genau in eine Zeit, in der sich Europa einer Vielzahl von Veranstaltungen verschreibt, die die Bratsche ins Zentrum ernsthafter künstlerischer Aktivität rücken. Der „National Viola Day“ ist dabei vor allem als reine Hommage an dieses wundervolle Alt-Streichinstrument zu verstehen.

 

Zurück in Europa: Wettbewerbe und Kongresse

Bis vor kurzem war die alle drei Jahre stattfindende „Lionel Tertis International Viola Competition“ eines der bedeutendsten Ereignisse im Kalender. Dieser Wettbewerb wurde nun mit der „Cecil Aronowitz International Viola Competition“ zusammengelegt; ihr erstes gemeinsames Event fand 2025 in Gateshead statt. Neben den Wettbewerbsrunden bot das Programm Rezitals, Workshops und Meisterklassen – ein wahrer Knotenpunkt für Studenten, Profis und Interpreten der Viola. Auch in den Zwischenjahren bieten diese Organisationen zahlreiche Anlaufstellen, wie etwa die „Viola Days“ im gesamten Vereinigten Königreich. Der nächste gemeinsame Wettbewerb ist für Januar 2028 geplant.

Ebenfalls im Januar 2026 findet in Paris der 50. Internationale Viola-Kongress statt. Er bringt Unterstützer und Fans der Bratsche aller Art für mehrere Tage voller Konzerte und Diskussionen zusammen und festigt den Ruf des Januars als globalen Monat für Bratschisten.

 

Bratsche üben: Wie Sie Ihre Viola-Technik in 15 Minuten täglich verbessern

The Grade by Grade: Viola series, available across Grades 1 to 5.

Produkt-Tipp: Fit in 15 Minutes

Benjamin Bergmann / Claudia Bussian

„Fit in 15 Minuten“ richtet sich an Gelegenheitsspieler mit wenig Zeit, die ihre Viola-Technik konzentriert und effektiv in einer Viertelstunde erhalten oder verbessern möchten. Die Übungen eignen sich auch ideal zum Einspielen vor längeren Proben. Unterteilt in drei Schwierigkeitsstufen, ist dieser Band für Anfänger, Fortgeschrittene, Studenten und Profis gleichermaßen geeignet.

  • Grundlagen festigen und Neues entdecken

  • Systematische Technik-Übungen

  • Drei verschiedene Leistungsstufen

 

 

Die Spieltechnik der Bratsche meistern: Ein Kompendium für Profis und Laien

Fachliteratur: Violantechnik intensiv

Wer sein Spiel auf ein neues Level heben möchte, findet in Josef Märkls zweibändigem Kompendium „Violantechnik intensiv“ einen umfassenden Leitfaden. Märkl, ein erfahrener Dozent und Orchestermusiker, hat hier einen „Check-up“ für jeden Bratschisten geschaffen.

  • Band 1: Behandelt alle technischen Aspekte von Lagenwechseln über Vibrato bis hin zu Bogentechnik und sogar Dehnübungen.

  • Band 2: Bietet gezielte Einspielübungen für den täglichen Gebrauch.

  • Zielgruppe: Ein unverzichtbares Standardwerk für Orchestermusiker, Studenten und ambitionierte Laien, die das Violaspiel systematisch verbessern wollen.

 

 

Wer war Lionel Tertis und warum ist er für die Bratsche so wichtig?

Dass der Tertis-Wettbewerb nach ihm benannt wurde, ist kein Zufall. Unter den bedeutenden Bratschisten nimmt Lionel Tertis (1876–1975) einen Spitzenplatz ein. Er gilt als eine der einflussreichsten Figuren in der Geschichte des Instruments. Tertis rückte die Bratsche nicht nur ins Rampenlicht, sondern zeigte auch auf, was in ihr steckt, wenn man ihre Grenzen erweitert.

Geboren 1876 in Großbritannien, leistete Tertis Pionierarbeit für die Viola. Er ermutigte Kollegen und Studenten an der Royal Academy of Music, gezielt Werke für das Instrument zu komponieren. Dadurch erweiterte er das Repertoire entscheidend und prägte den modernen Klang. Die durch ihn inspirierten Werke verlangten eine Brillanz und Ausdruckstiefe, die den Status des Bratschisten als Spezialisten festigten – und nicht mehr nur als „Geiger auf einem Zweitinstrument“.

Portrait of Lionel Tertis, 20th century Viola player.

 

Standardrepertoire entdecken: Von Barock bis Moderne

Empfehlung: Best of Viola Classics

Für Bratschisten, die ein breites Repertoire suchen, ist die Sammlung „Best of Viola Classics“  eine ideale Wahl. Dieser Band enthält 16 beliebte Vortragsstücke für Viola und Klavier, die Spieler über viele Jahre begleiten.

  • Vielfalt: Von Georg Philipp Telemann bis Volker David Kirchner deckt die Ausgabe die Barockzeit bis ins 20. Jahrhundert ab.

  • Einsatzgebiete: Perfekt geeignet für den Unterricht, Wettbewerbe wie „Jugend musiziert“ sowie für Vorspiele und Konzerte.

  • Standardwerke: Eine kuratierte Auswahl, die sowohl klassisches Repertoire als auch Neuentdeckungen für Bratsche bietet.

 

 

Repertoire und Ausbildung

Viola Repertoire für Anfänger

Da das Instrument im letzten Jahrhundert so stark an Bedeutung gewonnen hat, haben sich auch die Lehrmaterialien und Notenausgaben für Viola weiterentwickelt. Wo Bratschisten früher auf Transkriptionen angewiesen waren, bieten moderne Publikationen heute eine enorme Vielfalt an Noten, die den spezifischen Charakter der Bratsche von Beginn an berücksichtigen.

Ein hervorragendes Beispiel ist die Reihe Grade by Grade“ für Viola (Boosey & Hawkes). Sie bietet stufengerechtes Repertoire, das technisch angemessen und musikalisch lohnend ist – ideal, um die Identität des Instruments schon in frühen Lernstadien zu stärken.

The Grade by Grade: Viola series, available across Grades 1 to 5.

Grade by Grade: Viola

Liz Partridge

Sie fangen gerade mit der Bratsche an? Die „Grade by Grade“-Serie ist ein Standardwerk des Instrumentalunterrichts. Neben ansprechenden Stücken enthält die Serie praktisches Übungsmaterial, Klavierbegleitungen und Online-Ressourcen – ein hilfreicher Begleiter für Unterricht, Prüfungen und Auftritte. Die neuesten Ausgaben decken die Grade 1–5 für Viola ab.

  • Anthologie aus dem reichhaltigen Boosey & Hawkes Katalog

  • Stücke und Etüden

  • Zugang zu Audio-Aufnahmen und Begleitungen online

 

 

 

 

 

 

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