Zum Aufbau einer Stunde
Über alle Themen und methodische Anregungen hinweg sind in den beschriebenen Lernverläufen häufig wiederkehrende Unterrichtsphasen und Schritte zu erkennen, wie sie der natürlichen Dynamik eines jeden Unterrichtsgeschehens entsprechen. Ihre konkrete Ausfüllung gibt Spielraum für die persönliche Unterrichtsgestaltung (z.B. in der Wiederholungsphase).
Die Zeitangaben zur Dauer einer Phase sind lediglich Richtwerte. Sie können vor allem neu unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen eine Orientierung geben.

Die konkrete Unterrichtsstunde
Die in „Musik und Tanz für Kinder“ vorgeschlagenen Stundenbilder schildern bewährte, lebendige Unterrichtsverläufe, wie sie den typischen Bedürfnissen von Kindern entsprechen. Dennoch kann man die beste Vorgehensweise in einer konkreten Gruppe, in einer besonderen Stunde nicht aus der Distanz bestimmen. Erfahrung, Eigenverantwortung und „Fingerspitzengefühl“ sind dafür gefordert, und der eigene Unterrichtsstil wird den Unterricht entscheidend prägen. Auch ist jede Gruppe anders, im fachbezogenen Können der Kinder ebenso wie im Verhalten und in den Neigungen. Lehrende müssen offenbleiben für spontane Entwicklungen und bereit sein, einem im Unterricht besonders „zündenden“ Detail über das vorgesehene Maß hinaus Zeit zu geben.
Die „Raumregie“ ist wichtig: Den Aktionsplatz zu wechseln gliedert und belebt den Ablauf jeder Stunde und ist Teil der Unterrichtsinszenierung. Auch die Sitzhaltung (z. B. Kreis im Fersensitz / Schneidersitz oder Sitzen auf Hockern) ist eine wirkungsvolle Möglichkeit, Abwechslung und Konzentration zu schaffen. Zur „Raumregie“ gehört nicht zuletzt die Vorbereitung des Raumes und die Bereitstellung der benötigten Materialien, Instrumente und Medien.
Eine letzte Voraussetzung für den guten Verlauf einer Unterrichtsstunde: Lehrende haben den Unterrichtsverlauf möglichst im Kopf – ebenso wie die vorgesehenen Lieder, Texte, Spiele und Bewegungs-/ Tanzformen.