Zum Berufsbild von Lehrenden
Lehrende, denen das Arbeitsfeld der musikalisch-tänzerischen Früherziehung in seinem ganzen Umfang bewusst ist, können Aufgaben, Inhalte und die eigene Leistung in Gesprächen mit Leitung, Kollegenschaft und Eltern ins rechte Licht rücken und Forderungen und Wünsche sicher begründen. Denn die Anforderungen an eine Lehrtätigkeit werden auch heute noch unterschätzt.
Fachkräfte für die musikalisch-tänzerische Früherziehung bringen mit:
- Studium/Ausbildung oder qualifizierte Weiterbildung in Musik und Bewegung/Tanz,
- grundlegende Kenntnisse aus Entwicklungspsychologie und Pädagogik,
- eine Ausbildung auf einem Instrument,
- eine angemessene Sing- und Sprechstimme.
Qualifizierte Lehrkräfte haben in vielen Lehrpraxis-Stunden gelernt, sich mit den eigenen Stärken und Schwächen reflektierend auseinanderzusetzen. Sie sind bestrebt, ihre Einstellungen Kindern gegenüber regelmäßig zu überdenken und ihre fantasievollen, variablen und didaktisch begründeten Arbeitsweisen stetig zu bereichern. Sie sind bemüht, sich im Unterricht den Kindern immer auch als Künstlerinnen und Künstler zu zeigen und den Kindern Musik und Tanz als kreativen Spielraum persönlich nahezubringen.
Auch im Kollegium einer Musikschule können übergreifende Aktivitäten die Anerkennung für die eigene Arbeit fördern. – Beispiele:
- kooperative Instrumenten-Informationen im Früherziehungsunterricht – zusammen mit Instrumentalkolleginnen und -kollegen und ihren Schülerinnen und Schülern,
- gemeinsame Vorführnachmittage, die auch den Früherziehungskindern ein Forum zur Präsentation ihrer Arbeit geben und nach Möglichkeit auch einen Einblick in den nachfolgenden Instrumentalunterricht,
- informelle Treffen der Lehrenden, um die Arbeit wechselseitig besser kennen- und schätzen zu lernen.