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  • Musik und Tanz für Kinder - Leitfaden - Gruppenbildung und Gruppengröße

Gruppenbildung und Gruppengröße

Viele Musikschulen führen neben Gruppen mit Kindern von vier und fünf sowie fünf und sechs Jahren auch altersgemischte Gruppen mit Kindern zwischen drei und sechs Jahren. Sie werden u. a. in ländlichen Gebieten notwendig, wenn nicht mehr genug Kinder eines Jahrgangs angemeldet werden. In all diesen Gruppen ist „Musik und Tanz für Kinder“ erfolgreich einzusetzen. 

Eine Beschränkung auf zwölf Kinder pro Gruppe ist grundsätzlich sinnvoll. Je größer eine Gruppe ist, desto schwieriger ist es für Lehrende, auf einzelne Kinder einzugehen. Auch brauchen zu große Gruppen erheblich mehr Zeit, um sich zusammenzufinden und eine gemeinsame Dynamik zu entwickeln. 

Gruppen von acht bis zehn Kindern sind – zumindest im ersten Unterrichtsjahr – leichter zu führen. Sie sichern dem einzelnen Kind ein noch intensiveres Spielen und Lernen und erleichtern schüchternen Kindern die Integration.

 

Inklusiver Grundgedanke

Ein kindzentrierter Ansatz in der Frühpädagogik geht davon aus, dass jede Gruppe heterogen zusammengesetzt ist: Jedes Kind bringt individuelle Anlagen und Erfahrungen mit und es ist erforderlich, im Unterricht auf unterschiedliche Bedürfnisse einzugehen.

Auch Kinder mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen (z. B. Downsyndrom) sowie anderen besonderen Bedürfnissen nehmen (nach Einholen fachspezifischer Informationen sowie Rücksprache mit den Eltern) an der Früherziehung teil. Der Diversität in allen gesellschaftlichen Bereichen Eingang zu verschaffen, verlangt offene Türen auch in der Musikschule.

Alle Formen der Inklusion erfordern von Lehrkräften die Fähigkeit, Lernprozesse flexibel zu gestalten und Leistungsanforderungen durch differenzierte Aufgabenstellungen an die Fähigkeiten und Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes anzupassen.