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Werk der Woche – Ryan Wigglesworth: For Laura, after Bach

Der britische Komponist Ryan Wigglesworth steht mit verschränkten Armen vor einer unscharfen, bräunlich getönten Wand. Er trägt ein hellblaues Hemd und blickt konzentriert zur Seite.

Mit seiner neuen Komposition For Laura, after Bach erinnert der britische Komponist und Dirigent Ryan Wigglesworth an die im Jahr 2024 verstorbene Musikerin Laura Samuel, langjährige Konzertmeisterin und Leiterin des BBC Scottish Symphony Orchestra. Das Streichorchester-Werk wird am 27. Juli 2025 in der Londoner Royal Albert Hall im Rahmen der BBC Proms vom Komponisten selbst dirigiert – gemeinsam mit den Streichern des Orchesters, dem Samuel viele Jahre eng verbunden war.

 

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Werk der Woche – Michael Tippett: Symphony in B-flat

Am 1. Februar 2018 wird Michael Tippetts Symphony in B-flat vom BBC Scottish Symphony Orchestra unter der Leitung von Martyn Brabbins in der City Hall in Glasgow gespielt. Mit diesem Konzert vollenden sie die die über mehrere Spielzeiten hinweg dauernde Aufführungsreihe von Tippetts gesamten Symphonie-Zyklus.

Der Komponist schrieb die Symphonie in B-flat 1934 noch vor seiner Symphonie No. 1, zog diese jedoch nach nur fünf Aufführungen zurück. Das Manuskript mit den nachträglichen Revisionen, die Tippett nach den wenigen Aufführungen vornahm, wurde erst kürzlich entdeckt. Somit stellt die Aufführung des Scottish Symphony Orchestra nicht nur die erste nach über 80 Jahren dar, sondern auch die erste, die das Manuskript mit den letzten Änderungen Tippetts miteinbezieht.
 „Es wird faszinierend sein, diese frühe Symphonie in dem Bewusstsein zu hören, was für ein großartiger Komponist Tippett später wurde. Das Bild Tippetts als Sinfoniker nun endlich vollständig zu offenbaren ist, als würde man das lang gesuchte letzte Teil eines Puzzelspiels finden“ (Martyn Brabbins)

Eine neue Aufnahme des BBC Scottish Symphony Orchestra und Martyn Brabbins von den Symphonien No. 1 und 2 ist im vergangenen Monat von Hyperion erschienen. Eine zweite CD mit den Symphonien No. 3 und 4, sowie auch der Symphony in B-flat wird ebenfalls in diesem Jahr folgen.

Werk der Woche: Julian Anderson – The Imaginary Museum

Am 26. Juli 2017 wird Julian Andersons neues Klavierkonzert The Imaginary Museum bei den BBC Proms in der Royal Albert Hall in London aus der Taufe gehoben. Der Pianist Steven Osborne, dem das Werk gewidmet ist, spielt gemeinsam mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra unter der Leitung von Ilan Volkov.



The  Imaginary Museum ist ein gemeinsames Auftragswerk des BBC Radio 3, des Bergen Filharmoniske Orkester und des Sydney Symphony Orchestra. In dem gleichnamigen Buch von André Malraux erörtert dieser, dass nur in unserem Kopf eine zusammenhängende Sammlung von Kunst entstehen kann, da die großen Werke auf Museen der ganzen Welt verteilt sind. Von dieser Idee inspiriert schickt Anderson das unbeweglichste aller Instrumente – das Klavier – auf eine akustische Reise. In sechs Sätzen beschwört er die unterschiedlichsten Orte herauf: von der einfachen Konzerthalle über einen Wasserstrudel im Meer bis zur australischen Wüste mitsamt Vogelgezwitscher. Steven Osbornes virtuoses und facettenreiches Spiel diente als weitere Inspiration für dieses kontrastreiche Werk.

Eine Reise für das Klavier


Die variierende Akustik seiner virtuellen Standorte setzt Anderson in der klanglichen Gestaltung seines Werkes um, indem sich die musikalische Beziehung zwischen dem Klavier und dem Orchester ständig ändert. Manchmal führt der Solist, mal erfolgt ein Wechselspiel aus  Motiv und Echo und am Ende des fünften Satzes werden sogar die traditionellen Rollen vertauscht und das Orchester übernimmt den Solopart, während das Klavier nur begleitet.
Musik mit Bildern zu verknüpfen ist möglicherweise strittig oder problematisch. Obwohl ich während der Arbeit an diesem Werk Bilder im Kopf hatte, ist es absolut machbar, das komplette Werk zu hören, ohne irgendeinen Gedanken an etwas anderes als den Klang zu verschwenden. Es ist in erster Linie ein imaginäres Museum - die Vorstellungskraft der Zuhörer sollte beim Hören des Werkes völlig frei sein. Julian Anderson

Die norwegische Erstaufführung des Klavierkonzerts The Imaginary Museum findet am 14. September mit dem Bergen Filharmoniske Orkester in der Grieghalle in Bergen statt. Im nächsten Jahr folgt die Aufführung mit dem Sydney Symphony Orchestra.

 

Foto: © John Batten (Julian Anderson)