Werk der Woche - Atsuhiko Gondai: Vice Versa
- 13.07.2015
Ein Kompositionsmerkmal des japanischen Komponisten Gondai ist das Vereinen von Gegensätzen neuester Kompositionstechniken und alter Musikideale. Die beiden Sätze des Werks Vice Versa sind kompositorisch so gegensätzlich wie möglich angelegt. In diesen Gegen-Sätzen wird man den jeweils anderen im wörtlichen sinne vice versa, also in umgekehrter Weise erleben. Vom Orchestra Ensemble Kanazawa, für das Gondai bereits 2005 ein Werk geschrieben hatte, erhielt der Komponist nun einen weiteren Auftrag für ein Orchesterwerk. Am Pult in der Concert Hall in Kanazawa steht mit Michiyoshi Inoue der mehrfach ausgezeichnete Chefdirigent des Orchesters, der seine Zuschauer auf weltweiten Konzertreisen in Deutschland, Frankreich, Südamerika, Japan, Australien und vielen anderen Ländern begeistert. Zu seinem neuen Werk erklärt der Komponist:
Ziel dieser Komposition war es, jedes erkennbare musikalische Element auf seine Gegensätzlichkeit hin zu untersuchen, beginnend mit der Abstoßung der beiden Sätze untereinander. Die Musik strebt danach, diese Sphäre der Abstoßung zu überwinden und im streitenden Zwiegespräch der Instrumente zu einer neuen Form der Vereinigung und Verbindung zu kommen, so als schaue man von einem Gipfel nach unten und gleichzeitig von unten nach oben. - Atsuhiko Gondai.
In Europa wird es von Gondai am 4. und 5. November 2015 Neues zu hören geben: In der Alten Oper in Frankfurt am Main wird das hr-Sinfonieorchester unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada ein weiteres neues Orchesterwerk präsentieren.
- Atsuhiko Gondai - Profil
- Informationen zu Vice Versa:
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