Werk der Woche – Hannah Lash: The Peril of Dreams
- 15.11.2021
The Peril of Dreams von Hannah Lash - wie eine Symphonie in vier Sätzen
Die US-amerikanische Komponistin hat bereits zahlreiche Ehrungen und Preise erhalten, darunter den ASCAP Morton Gould Young Composer Award, das Charles Ives-Stipendium der American Academy of Arts and Letters, ein Stipendium der Yaddo Artist Colony, den Naumburg-Preis in Komposition, den Barnard Roger-Preis in Komposition, den Bernard and Rose Sernoffsky Prize sowie viele weitere akademische Auszeichnungen. Nun bietet sie ihrem Publikum die seltene Gelegenheit, das Zusammenspiel zweier Harfen mit Orchester zu hören. Dazu hat sie ein symphonisches Konzert mit vier thematisch verwandten Sätzen entworfen.
Im ersten Satz wird das musikalische Material vorgestellt und die Beziehung zwischen Solisten und Orchester. Der zweite Satz, eine Mischung aus Menuett und Scherzo, enthüllt seinen verborgenen Charakter erst gegen Ende, wenn er in einen himmlischen Gesang mündet. Der wilde Tanz des dritten Satzes, eine Art Tarantella oder Totentanz, ist musikalisch wie ein kurzer vergifteter Stachel, der dann in den düster-tragischen Finalsatz überleitet, in dem sich die Harfen zunehmend vom Orchester entfernen. Hannah Lash
Am 20. November findet eine weitere Aufführung des Werks in der Benaroya Hall statt. The Peril of Dreams wurde vom Seattle Symphony Orchestra mit Unterstützung von Elizabeth und Justus Schlichting in Auftrag gegeben. Eigentlich hätte die Uraufführung schon im April 2020 stattfinden sollen, wurde dann aber aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Wir haben dem Thema “Träume” eine Ausgabe unseres Schott Journals gewidmet, das Sie unter den folgenden Links finden:
- Hannah Lash: Komponistinnenprofil
- The Peril of Dreams: Werkdetails und Online-Partitur
- The Peril of Dreams in der Benaroya Hall
- Schott Journal: Träume
Foto: Bob Handelman

Fotograf: Henning Ross[/caption]