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Christian Jost

Christian Jost

Herkunftsland: Deutschland
Geburtstag: 17. Oktober 1963

in Kürze

Eismeer
Festspiele Mecklenburg-Vorpommern
Musikalische Leitung: Christian Jost
Orchester: Zürcher Kammerorchester
26. Juli 2024 | Greifswald (Deutschland) , Dom St. Nikolai — Uraufführung
Eismeer
Festspiele Mecklenburg-Vorpommern
Musikalische Leitung: Christian Jost
Orchester: Zürcher Kammerorchester
27. Juli 2024 | Ulrichshusen (Deutschland) , Festspielscheune

Über Christian Jost

Ich bin immer auf der Suche nach dem magischen Moment. Und dies erreiche ich nur durch ein komplexes, differenziertes Verhältnis von Struktur, Form und Klang. (Christian Jost)

Christian Jost wurde am 17. Oktober 1963 in Trier geboren. Von 1983 bis 1988 studierte er in Köln bei Bojidar Dimov und von 1988 bis 1989 am San Francisco Conservatory of Music bei David Sheinfeld Komposition, Werkanalyse und Dirigieren. Als Stipendiat wurde Jost von der Stiftung Kulturfonds des Deutschen Volkes und der Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Aufsehen erregte er erstmals 1992 mit der Aufführung des Orchesterstücks Magma, einem Auftragswerk des Staatstheaters Darmstadt. Von 1996 bis 1998 bereiste er regelmäßig die Volksrepublik China und pflegte eine intensive Zusammenarbeit mit verschiedenen chinesischen Orchestern. 1997 wurde das Klavierkonzert Der lange Weg des Drachen (rev. 2009) mit Jost als Solist vom Shanghai Symphony Orchestra zur Uraufführung gebracht. Im Auftrag der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen entstand 1999 das Orchesterwerk one small step (rev. 2002), das an die Mondlandung von Neil Armstrong 1969 erinnert und Josts Faszination für die Pioniere der Raumfahrt zum Ausdruck bringt. Weitere Kompositionsaufträge erhielt der Komponist vom Deutschen Symphonie Orchester Berlin, den Berliner Philharmonikern, dem Festival de la musique contemporaine Dijon und dem Residentie Orkest Den Haag. Zunehmend tritt der Komponist auch als Dirigent in Erscheinung und wurde u.a. von den Bremer Philharmonikern, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, den Essener Phiharmonikern und der Oper Graz verpflichtet. Jost lebt als freischaffender Komponist und Dirigent in Berlin.

Eine zentrale Gattung in Josts Schaffen stellt das Solokonzert dar. Charakteristisch ist eine orchestral gedachte atmosphärische Klangdichte. Josts kompositorischer Impuls besteht vor allem darin, dem Zuhörer Unbekanntes, Eigenwilliges sowie psychische Grenzerfahrungen auf faszinierende Weise nahe zu bringen. Nicht selten lässt sich die Intention des Autors bereits an den Titeln ablesen: TiefenRausch für Violine und Orchester (1997), Cosmodromion für Schlagzeug und Orchester (2002) und Heart of Darkness ("Odyssee" für Klarinette und Orchester, 2007, Auftrag der Berliner Philharmoniker, dirigiert von Sir Simon Rattle). Der tragische Tod des Jazztrompeters Chet Baker wird im Konzert für Trompete und Orchester Pietà ("in memoriam Chet Baker", 2004) thematisiert. Zusammen mit den Werken DiesIrae für Posaune und Orchester (2002) und LuxAeterna für Altsaxophon und Orchester (2003) bildet das Konzert die 'Requiem-Trilogie' - ein Zyklus, der in der Spielzeit 2004/05 erstmalig vollständig aufgeführt wurde. 2009 brachte das Konzerthausorchester Berlin Josts CodeNine zur Uraufführung. Dieses Orchesterwerk bezieht sich auf die langsamen Sätze der 9. Sinfonien Beethovens, Bruckners und Mahlers sowie der Unvollendeten von Schubert.

Gleich zwei Opern feierten ihre Premieren im Jahr 2005: im Januar an der Deutschen Oper am Rhein die erste abendfüllende Oper Vipern ("Eine mörderische Begierde in 4 Akten") und im Mai am Theater Erfurt die szenische Erstaufführung des Einakters Death Knocks (2001) nach der gleichnamigen Satire von Woody Allen. Josts großformatig angelegte "Astronauten-Odyssee" Phoenix ressurexit hat bereits 2001 bei den Mittelrhein Musik Momenten Premiere gefeiert. Einen ganz neuartigen Beitrag zur Gattung Musiktheater lieferte Jost 2006 mit der Choroper Angst ("5 Pforten einer Reise in das Innere der Angst") für Chor, Chorsolisten, Instrumentalensemble und filmische Projektionen. Handlung und Reflexion um die dramatischen Ereignisse eines Bergsteigerunglücks werden ausschließlich durch den Chor getragen. Für die Komische Oper Berlin komponierte Jost in der Spielzeit 2008/09 das Musikdrama Hamlet nach William Shakespeare. Hamlets schmerzhafte Suche nach Wahrheit und Erkenntnis wird in der Aufsplitterung der Hauptrolle in Mezzosopran- und Chorstimmen zur existentiellen Grundfrage des Menschen überhaupt. Am gleichen Haus wurde 2011 die Jugendoper Mikropolis aus der Taufe gehoben. Als Auftragswerk der Vlaamse Opera Antwerpen entstand 2012 die Oper Rumor nach dem berühmten Roman "Un dulce olor a muerte" (Der süße Duft des Todes) von Guillermo Arriaga. Diese bildet zusammen mit den Opern Die arabische Nacht (2007) und Rote Laterne (2015) eine Trilogie, in der jeweils eine junge, moderne Frau und deren Lebenswelt ins Zentrum gerückt werden. Im Auftrag des Theaters an der Wien komponierte Jost Egmont nach dem gleichnamigen Drama Johann Wolfgang Goethes. Das Stück wurde für die Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag Ludwig van Beethovens im Jahr 2020 konzipiert. Jost zitiert zwar nicht die Musik von Beethovens Schauspielmusik, vertont aber dessen berühmten Brief an die „Unsterbliche Geliebte“. Noch in 2020 war die Uraufführung von Reise der Hoffnung - Voyage vers l’espoir im Genfer Opernhaus geplant. Die Oper nach dem Film von Xavier Koller schildert die Flucht einer kurdischen Familie in die Schweiz und musste Corona-bedingt auf das Jahr 2023 verschoben werden.

Seine erste Ballettkomposition DnA - six images of love (2012) schrieb Jost für die Oper Graz. Während er das Sujet nach Gedichten von E. E. Cumming und Nahum Tate in einen barocken musikalischen Gestus kleidet, gewinnt in den folgenden Balletten seine Faszination für die fernöstliche Kultur an Bedeutung. Seit den 1990er Jahren reist Jost regelmäßig nach China und Taiwan, um mit renommierten Orchestern und Ensembles zusammenzuarbeiten. 2014 wurde das "Musik-Tanz-Theater" Lover vom Rundfunkchor Berlin und dem U-Theatre aus Taiwan im Berliner Kraftwerk zur Uraufführung gebracht. Durch die Verschmelzung von altchinesischen Liebesliedern mit modernen amerikanischen Gedichten entsteht ein mitreißender Kulturdialog: Abendländische Vokalpolyphonie trifft auf die traditionellen Klänge asiatischer Trommeln und Gongs. 2015 beauftragte die Beijing Cao Xuequin Society den Komponisten anlässlich des 300. Geburtstages des berühmten chinesischen Schriftstellers mit der Ballettmusik Rotkammertraum.

Für das Berliner Konzerthaus komponierte Jost Dichterliebe (2017) in Anlehnung an den berühmten Liederzyklus von Robert Schumann. Dabei behielt er die Melodien und Texte des Originals bei, erweiterte aber die Klavierstimme um ein kleines Ensemble und fügte umfangreiche Zwischenspiele ein. Dichterliebe wurde als Konzertwerk sofort international nachgespielt. Das Staatstheater Braunschweig brachte 2019 die szenische Uraufführung heraus. Das Staatstheater Darmstadt setzte das Stück auch filmisch um.

2003 wurde Jost mit dem Förderpreis der Ernst von Siemens Stiftung ausgezeichnet, seine Oper Hamlet wurde bei der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt im Jahr 2009 zur "Uraufführung des Jahres" gewählt. Einladungen als Composer in Residence erhielt der Komponist von dem Orchester der Beethovenhalle Bonn (1999/2000, The End of the Game für Orchester), von der Staatskapelle Weimar (2003/04, CocoonSymphonie für Orchester) und in der Saison 2004/05 sowohl von der Deutschen Oper am Rhein (Vipern) wie auch von der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz (Erstaufführung der 'Requiem-Trilogie'), der Komischen Oper Berlin (2008/09, Hamlet), dem Theater Dortmund (2010/11, Hamlet), sowie dem National Symphony Orchestra Taiwan und dem Nederlands Philharmonic Orchestra (2012/13, Taipei Horizon) und dem Grafenegg Festival (2016).

Werkliste

Chronologie

1963
Geboren am 17. Oktober in Trier
1983-88
Studium der Komposition bei Bojidar Dimov in Köln
1988/89
Komposition und Dirigieren bei David Sheinfeld am San Francisco Conservatory of Music

Förderung durch Stipendien der Stiftung Kulturfonds des Deutschen Volkes und der Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen
1989
Uraufführung "fragile eggshell mind" für Sprecher und Kammerensemble in San Francisco
1994
Uraufführung "Odyssée surréale" für 23 Solostreicher bei den Internationalen Fredener Musiktagen
1996-98
Regelmäßige Reisen in die Volksrepublik China und intensive Zusammenarbeit mit verschiedenen chinesischen Orchestern
1997
Uraufführung "TiefenRausch" für Violine und Orchester in Koblenz
1999/2000
Erster "Composer in Residence" des Orchesters der Beethovenhalle Bonn: Uraufführung von "The End of the Game" für großes Orchester

Uraufführung "Paradox" für Sopran, Englisch Horn, Viola, Violoncello und Klavier in Berlin
2001
Uraufführung des Musikdramas "Phoenix resurrexit" bei den Mittelrhein Musik Momenten

Konzertante Erstaufführung des Einakters "Death Knocks" nach dem gleichnamigen Stück von Woody Allen in Hannover

Uraufführungen "DiesIrae", Konzert für Posaune und Orchester in Saarbrücken und "KOMA" für Mezzospran und Klavier in Bern
2002
Uraufführung des Schlagzeugkonzertes "Cosmodromion" in Stettin
2003
Förderpreis der Ernst von Siemens Stiftung

Uraufführung "LuxAeterna", Konzert für Saxophon und Orchester in Den Haag
2003/04
"Composer in Residence" der Staatskapelle Weimar, Uraufführung der "CocoonSymphony" für Orchester
2004/05
"Composer in Residence" der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf: Uraufführung der Oper "Vipern - eine mörderische Begierde in 4 Akten" (Auftragswerk der Deutschen Oper am Rhein in Koproduktion mit dem Stadttheater Bern)

"Composer in Residence" bei der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz: Erstaufführung der kompletten Requiem-Trilogie ("Pietà", "DiesIrae", "Lux Aeterna")

Szenische Erstaufführung des Einakters "Death Knocks" am Theater Erfurt
2006
Uraufführungen der Choroper "ANGST - 5 Pforten einer Reise in das Innere der Angst" in Berlin, des Orchesterwerks "Miserere" in Kaiserslautern und "Mozart's 13097 Tag", Sinfonia concertante für Violine, Viola und Orchester in Winterthur
2007
Uraufführungen "Konzert für Orchester" in Brüssel, Klarinettenkonzert "Heart of Darkness" in Berlin und "Sepulchral City" für Klarinette, Violoncello und Klavier beim Jerusalem International Chamber Music Festival
2008
Uraufführung der Oper "Die arabische Nacht" am Theater Essen
2008/09
"Composer in Residence" an der Komischen Oper Berlin 

Uraufführungen des Orchesterwerks "Suspense" in Bremen, der Oper "Hamlet" an der Komischen Oper Berlin und des Orchesterwerks "CodeNine" bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern
2009
Die Oper "Hamlet" wird von der Zeitschrift "Opernwelt" zur Uraufführung des Jahres gewählt
2010/11
"Composer in Residence" am Theater Dortmund
2011
Uraufführungen des Concertino für Violine und Kammerorchester "Der Zaubergarten" bei den AUDI Sommerkonzerten Ingolstadt und der Kinderoper "Mikropolis" an der Komischen Oper Berlin
2012
Uraufführungen der Oper "Rumor" an der Vlaamse Opera Antwerpen, des Tanztheaters "DnA" an der Oper Graz und des Orchesterwerks "Taipei Horizon" in Amsterdam
2014

Uraufführung des Tanztheaterstücks Lover in Berlin

2015

Uraufführung der Oper Rote Laterne im Züricher Opernhaus und der BerlinSymphonie in Berlin

2016

Composer in Residence beim Grafenegg Festival: Uraufführung des Blechbläserstücks Fanfare und von An die Hoffnung für Singstimme und Orchester

2017

Uraufführung von Dichterliebe in Berlin Uraufführung von Shanghai Odyssey - the Bund in Shanghai

2018

Uraufführung des Orchesterstücks The Woman in the Gardens of Suzhou in Suzhou (China)

2019

Uraufführung von Nocturnal Movements in Berlin. Solist am Klavier: Michael Wollny

2020

Uraufführung der Oper Egmont am Theater an der Wien Uraufführung des Violinkonzerts Concerto noir redux in Berlin

2021

Uraufführung des Orchesterwerks Urbanica in Berlin

2022/23

Composer in Residence am Theater Orchester Biel/Soloturn

2022

Uraufführung des Violinkonzerts Concerto noir in Biel

Uraufführung der revidierten und erweiterte Fassung von Nocturnal Movements in Berlin

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Christian Jost lebt als Komponist und Dirigent in Berlin.

Artikel

Aufführungen

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  • Eismeer
    Festspiele Mecklenburg-Vorpommern
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