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CD

Di Eybike Mame - The Eternal Mother

Women in Yiddish Theater and Popular Song 1905-1929
Jewish Music Series
Bestellnummer: SM 16252
17,50 €
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Produktdetails

Beschreibung

Zum zehnjährigen Bestehen der von Joel Rubin und Rita Ottens herausgegebenen "Jewish Music Series" veröffentlicht WERGO die CD “Di Eybike Mame” (Die ewige Mutter) - die erste CD-Anthologie, die den Frauen der jiddischen Bühne gewidmet ist. Die sorgfältig edierte Ausgabe mit raren Schellackaufnahmen dokumentiert die enorme Vielfalt der verschiedenen jiddischen Liedtraditionen und Ausdrucksweisen des Zeitraums von ca. 1890 bis 1930 und enthält Melodien vom Volkslied über Music Hall und Vaudeville-Schlager bis hin zu Liedern aus Liturgie, Operette und Musikkomödie. Als Textbeilage gibt ein detaillierter Essay Auskunft über die Musik des jiddischen Theaters und die Rolle der Frauen im jiddischen Populargesang.
Obwohl sich zahlreiche Verbote in der jüdischen Religion auf die männliche Interaktion mit singenden, zuweilen auch sprechenden Frauen beziehen, stehen biblische Frauengestalten wie Miriam und Deborah für eine eigenständige weibliche Musiktradition in der jüdischen Geschichte. Im 20. Jahrhundert verschrieben sich Sängerinnen wie Sophie Kurtzer, Batsheva und Shaindele der jüdischen Liturgie. Abwertend "khazntes" (Frau des Kantors) genannt und – trotz stilistischer Nähe zu den großen Kantoren wie Yossele Rosenblatt und Gershon Sirota – auf Vaudeville-Bühnen abgedrängt, blieben sie eine Ausnahme. Das jiddische Theater und der jiddische Film schufen eine große Rollenvielfalt für Frauen: Es brachte betrogene Mädchen, verlassene Ehefrauen und leidgeprüfte Mütter hervor, aber auch Suffragetten, Ehebrecherinnen und schrille Jungfern. Als Sängerinnen, Schauspielerinnen, Tänzerinnen und Impresarias, oft in einer Person, begeisterten die Künstlerinnen die jüdische Welt von Warschau bis Buenos Aires und trugen zur Erweiterung des Rollenverständnisses jüdischer Frauen wesentlich bei.
Die Sängerin und Darstellerin Bertha Kalish aus Lemberg wurde mit der großen Schauspielerin Sarah Bernhardt verglichen, und die Stimme einer Regine Prager hätte auch den Anforderungen für eine Wagner-Heroine standgehalten. Zeichen setzten auch die charismatische Isa Kremer mit ihrer konzertanten Interpretation jiddischer Volkslieder, die burschikose Molly Picon, die sich ihre Operettentexte selbst schrieb, und die melodramatische Jennie Goldstein, die schon mit 16 Jahren ein eigenes Theater besaß. Noch heute begegnet man dem einen oder anderen 80-jährigen Ruheständler, der vom Sex Appeal der Nellie Casman schwärmt.

Inhalt

Helene Gespass: Lekht bentshn (Segnen der Kerzen)
Fräulein Rubinstein: Gevald, gevald Police (Hilfe, Polizei)
Frau Pepi Littmann: Oylom habu (Die zukünftige Welt)
Regina Prager: Aria
Salcia Weinberg: A brivele der mamen (Ein Brief an Mutter)
Regina Zuckerberg: Gebet far der khupe (Gebet vor der Hochzeit)
Mme. Zwiebel (Frida Zwiebel-Goldstein): Bas Yerusholayim (Die Tochter Jerusalems)
Jeanne Feinberg: Rozhinkes mit mandlen (Rosinen und Mandeln)
Anna Hoffman: A kind un a heym (Ein Kind ohne Heim)
Estella Schreiner: Dos fartribene taybele (Die vertriebene Taube)
Clara Gold: Ale vayber megn shtimen (Alle Frauen können wählen)
Fanny Schreiber: A bisl yoysher (Ein wenig Gerechtigkeit)
Bessie Weisman: Vu iz mayn Yukel? (Wo ist mein Yukel?)
Nellie Casman: A brivel tsu mayn man (Ein Brief an meinen Ehemann)
Molly Picon: Tsipke
Yetta Zwerling: Yankele karmantshik (Yankele, kleiner Taschendieb)
Lady Cantor Madam Sophie Kurtzer (Adeser Khaznte, Kantorin von Odessa): Kiddush
Mme. Bertha Kalish: Shabes, yontef un roshkhoydesh (Sabbath, Feiertag und Neumond)
Jennie Goldstein: Vu iz mayn kind? (Wo ist mein Kind?)
Isa Kremer: Dem rebns moyfsim (Die Wunder des Rebbe)
Annie Lubin: Annie, ikh shtarb avek nukh dir (Annie, ich sterbe ohne dich)
Lucy Levin: Di Primadonna
Lucy German: Di eybike mame (Die ewige Mutter)

Weitere Informationen

Titel:
Di Eybike Mame - The Eternal Mother
Women in Yiddish Theater and Popular Song 1905-1929
Jewish Music Series
Verlag/Label:
Wergo
Spieldauer:
73 ′15 ′′
Reihen:

Technische Details

Bestellnummer:
SM 16252
MAN EAN:
4010228162523
Gewicht:
0,12 kg

Personen

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Weltmusik – Was ist fern? Was ist nah? „Weltmusik“ – ein nicht unumstrittener Begriff für die Vielfalt der musikkulturellen Erscheinungen unseres Globus, zu denen traditionelle Musiken aus ländlichen Bereichen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas ebenso gehören wie Musiken der Hochkulturen des indischen Subkontinents, Japans und Chinas aber auch die populären Musiken, wie sie heute in den städtischen Metropolen der ganzen Welt entstehen. Vor allem in Zusammenarbeit mit dem Berliner Haus der Kulturen der Welt und der Abteilung Musikethnologie des Ethnologischen Museums Berlin ist eine CD-Edition entstanden, die die Kategorien „das Fremde“ und „das Eigene“ durcheinander schüttelt, indem sie uns nicht nur das bislang Unbekannte und Unvertraute näher bringt, sondern darüber hinaus auch das Eigene im Fremden und das Fremde im Eigenen hörbar macht. Die Begegnung mit den vielfältigen musikalischen Vorstellungen, die außerhalb unserer eigenen Kultur existieren, hat uns die eigenen Kategorien bewusster gemacht und uns gezeigt, dass wir nicht mehr von einer verbindlichen Ästhetik ausgehen können, wir vielmehr von einer unüberschaubaren Zahl differierender Ästhetiken sprechen müssen. Zu dieser Erkenntnis haben nicht zuletzt die außergewöhnlichen Einspielungen und die hohe Qualität der Booklettexte des Labels WELTMUSIK beigetragen.  
Jewish Music Series
Jewish Music Series – herausgegeben von Rita Ottens & Joel Rubin

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