6 Variationen über ein Originalthema op. 2 & 8 Variationen über ein Thema aus Castor und Pollux von Georg Joseph Vogler op. 5
Produktdetails
Beschreibung
In Webers chronologischem Werkverzeichnis ist die Komposition der 6 Variationen über ein Originalthema op. 2 (WeV R.4) auf das Jahr 1800 datiert. In diesem Jahr wurde das Werk mit einer Widmung an Johann Nepomuk Kalcher im Selbstverlag bei Senefelder in München publiziert.
Webers Variationen wurden erstmals im September 1800 in Verbindung mit einer Kurzbesprechung angezeigt, wobei die schlechte Qualität der Notenherstellung (Lithographie) hervorgehoben, der Komposition allerdings eine gewisser Wert nicht abgesprochen wurde:
„Es ist Schade, dass der Stich so fehlerhaft ist, Die Variat. sind gar nicht übel, und zur flüchtigen Unterhaltung und zweckmässigen Uebung der Hand recht brauchbar. Sie verdienen desto mehr eine gelindere Kritik, da deren Verf. der noch sehr junge und hoffnungsvolle Künstler ist […].“
- Markus Bandur
Als Carl Maria von Weber gerade 18 Jahre alt war, erschienen seine Variationen op. 5 über ein Thema aus Abbé Georg Joseph Voglers Oper Castore e Polluce von 1791. Mit dem Klavierstück nahm Weber in mehrerlei Hinsicht Bezug auf seinen Kompositionslehrer Vogler: Der Abbé hat nicht nur die Vorlage beigesteuert, sondern auch die weitere Entstehung des Werks im Rahmen des Unterrichts intensiv betreut, sodass Webers Variationenwerk einen deutlichen Einfluss dieses Unterrichts widerspiegelt.
In der Allgemeinen musikalischen Zeitung wurde der Zyklus rezensiert. Weber wird darin insgesamt gelobt, es werden aber auch vereinzelt Kritikpunkte genannt wie fehlende harmonische Finesse, satz- und spieltechnische Schwierigkeiten. Die Rezension schließt jedoch versöhnlich: „Wir wünschen sehr, dass Hr. v. Weber den Dilettanten öfter leichte, freundliche und doch nicht oberflächliche Werkchen, wie dies, seinen meisten Stücken nach, ist, bieten möge!“
- Salome Obert