Wachsfigurenkabinett
Fünf kleine Opern
Libretti von Erich Bormann
Ausgabe: Aufführungsmaterial
Reihe:
Chaplin-Ford-Trott
Produktdetails
Beschreibung
Im Jahr 1928 gründeten Erich Bormann und Max See ein Opernstudio an der Bayerischen Staatsoper, das jungen Komponisten die Chance eröffnen wollte, sich mit der damals populären Form der Kurzoper zu befassen. Für dieses Studio entstand Karl Amadeus Hartmanns fünfteiliger Zyklus von Kammeropern unter dem Übertitel Wachsfigurenkabinett mit den Einzelteilen Leben und Sterben des heiligen Teufels, Der Mann, der vom Tode auferstand, Chaplin-Ford-Trott, Fürwahr…?! und Die Witwe von Ephesus. Der Mann, der vom Tode auferstand schildert den Alptraum eines Kapitalisten, der im Radio eine Revolutionsoper hört und sich in die Angst vor einer wirklich stattfindenden Revolte hineinsteigert. Fürwahr…?! ist eine Szene von Valentin’schem Humor – Vater und Sohn treffen betrunken vor der Wohnungstür aufeinander und behaupten wechselseitig, der jeweils andere wohne hier nicht. Ein Schutzmann kann die Situation nicht lösen und beide beschließen, die Hausherrin entscheiden zu lassen, wer berechtigt ist, die Tür aufzuschließen. Prompt klärt sich alles auf. Zu einer Aufführung des Zyklus kam es zu Lebzeiten von Hartmann nicht. Vollständige Partituren existierten nur vom ersten und letzten Teil, ansonsten lagen handschriftliche Klavierskizzen aller fünf Stücke und ein durchschossener Klavierauszug des ersten Teils vor. Für die auf Anregung von Hans Werner Henze bei der 1. Münchener Biennale 1988 stattgefundene Uraufführung wurden neben Henze die Komponisten Wilfried Hiller und Günter Bialas mit der Vervollständigung der Partituren beauftragt.
"Beide Werke sind in Karl Amadeus Hartmanns Skizzen relativ unvollkommen. Um eine Aufführung möglich zu machen, habe ich versucht, das Hartmann’sche Grundmaterial zu variieren und mit diesen Variationen die fehlenden Teile auszufüllen. In den Particell-Skizzen für Fürwahr…?! findet sich die Instrumentation minutiös vorgezeichnet. Daraus war zu entnehmen, dass Hartmann die skizzierten Noten für ziemlich endgültig gehalten hatte. Nun habe ich aber doch, als Freund und Kenner Hartmanns und seiner Musik, das harmonische Bild ein wenig verschärft, zugespitzt […]. Fremde Noten aber habe ich nicht eingeführt, ich konnte mit den Hartmann’schen auskommen. Zuweilen lasse ich die eine oder die andere Note länger tönen als im Particell vorgeschrieben, oder ein Quartfuß wird eingeschoben, um einem Akkord mehr Licht zu machen, und es kann auch schon einmal vorkommen, dass ich einzelne Noten aus einer Folge oktav-versetzt habe: was auch immer es sei, es ist alles gemacht worden, um die ursprüngliche Klangvorstellung Hartmanns getreulich wiederzugeben und um den Witz und den Humor, der in diesem kleinen Opus enthalten ist, wieder lebendig zu machen."
"Beide Werke sind in Karl Amadeus Hartmanns Skizzen relativ unvollkommen. Um eine Aufführung möglich zu machen, habe ich versucht, das Hartmann’sche Grundmaterial zu variieren und mit diesen Variationen die fehlenden Teile auszufüllen. In den Particell-Skizzen für Fürwahr…?! findet sich die Instrumentation minutiös vorgezeichnet. Daraus war zu entnehmen, dass Hartmann die skizzierten Noten für ziemlich endgültig gehalten hatte. Nun habe ich aber doch, als Freund und Kenner Hartmanns und seiner Musik, das harmonische Bild ein wenig verschärft, zugespitzt […]. Fremde Noten aber habe ich nicht eingeführt, ich konnte mit den Hartmann’schen auskommen. Zuweilen lasse ich die eine oder die andere Note länger tönen als im Particell vorgeschrieben, oder ein Quartfuß wird eingeschoben, um einem Akkord mehr Licht zu machen, und es kann auch schon einmal vorkommen, dass ich einzelne Noten aus einer Folge oktav-versetzt habe: was auch immer es sei, es ist alles gemacht worden, um die ursprüngliche Klangvorstellung Hartmanns getreulich wiederzugeben und um den Witz und den Humor, der in diesem kleinen Opus enthalten ist, wieder lebendig zu machen."
Orchesterbesetzung
Besetzung siehe Einzeltitel
Inhalt
I Leben und Sterben des heiligen Teufels
II Der Mann, der vom Tode auferstand
III Chaplin-Ford-Trott
IV Fürwahr...?!
V Die Witwe von Ephesus
II Der Mann, der vom Tode auferstand
III Chaplin-Ford-Trott
IV Fürwahr...?!
V Die Witwe von Ephesus
Personenbesetzung
Besetzung siehe Einzeltitel
Weitere Informationen
Titel:
Wachsfigurenkabinett
Fünf kleine Opern
Libretti von Erich Bormann
Sprache:
Deutsch
Ausgabe:
Aufführungsmaterial
Verlag/Label:
Schott Music
Kompositionsjahr:
1929 - 1930
Spieldauer:
75 ′0 ′′
Uraufführung:
29. Mai 1988 · München (D)
1. Münchener Biennale 1988
Musikalische Leitung: Georg Schmöhe
Inszenierung: Ian Strasfogel · Kostüme: Elisabeth Seiringer · Bühnenbild: Hans Hoffer
1. Münchener Biennale 1988
Musikalische Leitung: Georg Schmöhe
Inszenierung: Ian Strasfogel · Kostüme: Elisabeth Seiringer · Bühnenbild: Hans Hoffer
Reihe:
Schlagworte:
Technische Details
Medienart:
Leih-/Aufführungsmaterial
Bestellnummer:
LS 2008-01
Lieferrechte:
Weltweit
Hersteller:
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