The Sinking of the Titanic
for digital tapes and ensemble
Mit seinen unterschiedlichen Aufführungsversionen, die oft als Reaktion auf bestimmte Aufführungsanlässe und -orte entstanden, ist dieses Werk ein Beispiel musikalischer Konzeptkunst. Das gesamte Material basiert auf Untersuchungen und Spekulationen zum Untergang des „unsinkbaren“ Luxusliners, der am 14. April 1912 auf seiner Jungfernfahrt sank, nachdem er mit einem Eisberg kollidiert war. Ausgangspunkt des Konzepts war die belegte Tatsache, dass die Schiffsband in den letzten Momenten des Sinkens die Hymne „Autumn“ gespielt hatte; dazu kommen andere Elemente der Katastrophe, die in Musik oder Klänge übersetzt werden. Die Melodie des Hymnus wird dabei von anderem Material überlagert, unter anderem von Fragmenten von Interviews mit Überlebenden, Morsezeichen, musikalischen Anspielungen auf verschiedene Tonarten des Hymnus und dem Geräusch des Zusammenpralls mit dem Eisberg.
Ausgabe: Aufführungsmaterial
Produktdetails
Beschreibung
Dieses Stück hat seinen Ursprung in einer Skizze, die für eine Ausstellung in der Kunsthochschule in Portsmouth im Jahre 1969 geschrieben worden war. Es interessierte mich zu sehen, was das musikalische Äquivalent eines Werks begrifflicher Kunst sein könnte. Erst 1972 schuf ich eine Aufführungsversion des Stückes als Teil eines Abends mit meinem Werk in der Queen Elizabeth Hall in London, und in den darauffolgenden Jahren führte ich das Stück mehrmals auf. 1975 machte ich eine Aufnahme für die erste von zehn Platten, die von Brian Enos Label Obscure produziert wurden.
1990 nahm ich das Stück live beim Festival Printemps de Bourges auf, wo mich das Vorhandensein eines außergewöhnlichen Raums – der nicht mehr benutzte Wasserturm der Stadt, der noch aus der Zeit Napoleons stammte – und die Entdeckung des Wracks durch Dr. Ballard veranlaßten, erneut über die Musik nachzudenken. Das Stück war jedenfalls nie ganz abgeschlossen, da es auf Informationen über die Katastrophe basierte, aber auch alle neuen Informationen berücksichtigte, die nach der ersten Niederschrift bekannt wurden. Diese Fassung bildet die Grundlage für die jüngsten Aufnahmen unter dem Label Point.
Alle im Stück verwendeten Materialien beruhen auf Nachforschungen und Spekulationen zum Untergang des „unsinkbaren“ Luxusliners. Am 14. April 1912 um 23.40 Uhr stieß die Titanic im Nordatlantik mit einem Eisberg zusammen und sank am 15. April um 2.20 Uhr. Nur 711 der 2201 Personen an Bord sollten New York je erreichen. Ausgangspunkt für das Stück war der Tatsachenbericht über das Orchester, das noch in den letzten Augenblicken vor dem Untergang des Schiffes einen Choral spielte. Daneben wurde noch eine Reihe anderer Besonderheiten der Katastrophe eingebaut, die entweder für musikalisches bzw. klingendes Aufführungsmaterial sorgen oder die „den Geist auf andere Ebenen befördern“. Der letzte Choral, der in jenen letzten fünf Minuten vor dem Untergang des Schiffes gespielt wurde, wurde in einem Bericht von Harold Bride, dem zweiten Funker, identifiziert.
Der Choral wird dann zum Hauptbestandteil der Musik, erfährt verschiedene Behandlungen und bildet eine Grundlage, der anderes Material übergelagert ist. Gavin Bryars
1990 nahm ich das Stück live beim Festival Printemps de Bourges auf, wo mich das Vorhandensein eines außergewöhnlichen Raums – der nicht mehr benutzte Wasserturm der Stadt, der noch aus der Zeit Napoleons stammte – und die Entdeckung des Wracks durch Dr. Ballard veranlaßten, erneut über die Musik nachzudenken. Das Stück war jedenfalls nie ganz abgeschlossen, da es auf Informationen über die Katastrophe basierte, aber auch alle neuen Informationen berücksichtigte, die nach der ersten Niederschrift bekannt wurden. Diese Fassung bildet die Grundlage für die jüngsten Aufnahmen unter dem Label Point.
Alle im Stück verwendeten Materialien beruhen auf Nachforschungen und Spekulationen zum Untergang des „unsinkbaren“ Luxusliners. Am 14. April 1912 um 23.40 Uhr stieß die Titanic im Nordatlantik mit einem Eisberg zusammen und sank am 15. April um 2.20 Uhr. Nur 711 der 2201 Personen an Bord sollten New York je erreichen. Ausgangspunkt für das Stück war der Tatsachenbericht über das Orchester, das noch in den letzten Augenblicken vor dem Untergang des Schiffes einen Choral spielte. Daneben wurde noch eine Reihe anderer Besonderheiten der Katastrophe eingebaut, die entweder für musikalisches bzw. klingendes Aufführungsmaterial sorgen oder die „den Geist auf andere Ebenen befördern“. Der letzte Choral, der in jenen letzten fünf Minuten vor dem Untergang des Schiffes gespielt wurde, wurde in einem Bericht von Harold Bride, dem zweiten Funker, identifiziert.
Der Choral wird dann zum Hauptbestandteil der Musik, erfährt verschiedene Behandlungen und bildet eine Grundlage, der anderes Material übergelagert ist. Gavin Bryars
Orchesterbesetzung
flexible instrumentation · possible materials include digital tapes, str ens, perc, low brass, brass qrt, bcl, taped speech, keybd, visible sound effects, music box
Inhalt
Duration is flexible
Weitere Informationen
Titel:
The Sinking of the Titanic
for digital tapes and ensemble
Ausgabe:
Aufführungsmaterial
Verlag/Label:
Schott Music
Kompositionsjahr:
1969 (1996)
Spieldauer:
40 ′0 ′′
Uraufführung:
11. Dezember 1972 · London (UK)
Queen Elizabeth Hall
Musikalische Leitung: Gavin Bryars · Music Now Ensemble
14. März 1997 · Glasgow (UK)
Musikalische Leitung: Martyn Brabbins · BBC Scottish Symphony Orchestra
(Uraufführung der revidierten Fassung)
Queen Elizabeth Hall
Musikalische Leitung: Gavin Bryars · Music Now Ensemble
14. März 1997 · Glasgow (UK)
Musikalische Leitung: Martyn Brabbins · BBC Scottish Symphony Orchestra
(Uraufführung der revidierten Fassung)
Technische Details
Medienart:
Leih-/Aufführungsmaterial
Bestellnummer:
LSL 1260-01
Hersteller:
Medieninhalte
Audio:
Aufführungen
The Sinking of the Titanic
Cambridge Music Festival 2021
20. Juli 2021 |
Cambridge (Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland) , West Road Concert Hall
17.30
The Sinking of the Titanic
22. September 2020 |
Motril (Spanien) , Festival Musica sur Motril
The Sinking of the Titanic
cresc ... Biennale für aktuelle Musik
Musikalische Leitung: Baldur Brönnimann
Orchester: hr-Sinfonieorchester
7. März 2020 |
Frankfurt am Main (Deutschland) , hr-Sendesaal
19:00
The Sinking of the Titanic
Orchester: American Contemporary Music Ensemble
17. Januar 2020 |
New York, NY (Vereinigte Staaten von Amerika) , Tenri Cultural Institute
20.00
The Sinking of the Titanic
Musikalische Leitung: Antoine François
Orchester: Nouvel Ensemble Contemporain
5. Februar 2019 |
Genève (Schweiz) , Casino Théâtre
19:30
The Sinking of the Titanic
Musikalische Leitung: Antoine François
Orchester: Nouvel Ensemble Contemporain
2. Februar 2019 |
La Chaux-de-Fonds (Schweiz) , Théâtre des Abeilles
19:30
The Sinking of the Titanic
Orchester: Alter Ego
6. Oktober 2018 |
Capannori (Italien) , Tenuta dello Scompiglio
21:00
The Sinking of the Titanic
Musikalische Leitung: Johannes Fischer
Orchester: Landesjugendensemble Neue Musik Schleswig-Holstein
23. September 2018 |
Lübeck (Deutschland) , Musikhochschule
The Sinking of the Titanic
Musikalische Leitung: Johannes Fischer
Orchester: Landesjugendensemble Neue Musik Schleswig-Holstein
19. August 2018 |
Rendsburg (Deutschland) , Landesakademie
The Sinking of the Titanic
Orchester: Kymatic Ensemble
22. Juni 2018 |
Moscow (Russland) , Museum of Modern Art
The Sinking of the Titanic
1. Juli 2017 |
Uppingham (Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland) , Goldmark Gallery
19:30
The Sinking of the Titanic
PLAY! Festival 2017
Musikalische Leitung: Nathan James Dearden
Orchester: Royal Holloway University of London New Music Collective
1. Juni 2017 |
Surrey (Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland) , Royal Holloway University of London, Picture Gallery
20:30
The Sinking of the Titanic
Musikalische Leitung: Eric McIntyre
Orchester: Grinnell Symphony Orchestra
14. April 2017 |
Grinnell, IA (Vereinigte Staaten von Amerika) , Sebring-Lewis Hall
The Sinking of the Titanic
Big Ears Festival 2017
26. März 2017 |
Knoxville, TN (Vereinigte Staaten von Amerika) , Tennessee Theatre
The Sinking of the Titanic
Orchester: London Philharmonic Orchestra
15. März 2017 |
London (Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland) , Royal Festival Hall
19:30
The Sinking of the Titanic
Orchester: Sarasota Orchestra
29. Januar 2017 |
Sarasota, FL (Vereinigte Staaten von Amerika) , Holley Hall
The Sinking of the Titanic
Kunstfestspiele Herrenhausen 2016
Orchester: Gavin Bryars Ensemble
28. Mai 2016 |
Hannover (Deutschland) , Herrenhausen
The Sinking of the Titanic
Musikalische Leitung: Sean Heim
Orchester: Musco Orchestra Chapman University
5. Mai 2016 |
Orange, CA (Vereinigte Staaten von Amerika) , Chapman University
20:00
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