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Dmitrij Schostakowitsch

Herkunftsland: Russland
Geburtstag: 12. September 1906
Todestag: 9. August 1975

Über Dmitrij Schostakowitsch

Die Werke von Schostakowitsch werden in Großbritannien, den Ländern des Commonwealth (außer Kanada), der Republik Irland, China und Korea durch Boosey & Hawkes vertreten.


Dmitrij Dmitrijewitsch Schostakowitsch, russischer Komponist, studierte 1919-25 am Leningrader (Sankt Petersburger) Konservatorium und wirkte dort 193741 und 1945-58 als Kompositionslehrer. 194348 lehrte er auch am Konservatorium in Moskau. Nach frühen Erfolgen als Pianist und Komponist in der Tradition der nationalrussischen Schule (1.Sinfonie) galt Schostakowitsch seit seinen experimentierfreudigen Werken in freitonalem, polyrhythmischem Stil (2.und 3.Sinfonie, Opern »Die Nase« und »Lady Macbeth von Mzensk«), die Anregungen der westeuropäischen Moderne aufgreifen, eine Zeit lang als einer der führenden Komponisten der neuen sowjetrussischen Kultur. Ein Prawda-Artikel vom Januar 1936 diffamierte jedoch seine Werke als dekadent, formalistisch und mit den Prinzipien des sozialistischen Realismus unvereinbar. Schostakowitsch rehabilitierte sich mit seiner 5.Sinfonie und fand zu einem großflächigen, lyrisch-pathetischen Orchesterstil in der Nachfolge Beethovens, Tschaikowskys und Gustav Mahlers. Dieser Stil prägt einen Teil der folgenden Sinfonien, unter denen besonders die 7.als patriotischer Reflex auf die Kriegsereignisse auch im Ausland starken Widerhall fand. 1948 wurde Schostakowitsch (wie auch Sergej Prokofjew) erneut scharf kritisiert.
Erst nach Stalins Tod (1953) entstanden neue, bemerkenswerte Werke, so die 10. und weitere Sinfonien, ein Violoncellokonzert (1959) und die Streichquartette Nr.7 und8 (1960). 1966 erkrankte Schostakowitsch, bewahrte sich jedoch eine erstaunliche Schaffenskraft, die sich in einer Reihe von bedeutenden Spätwerken, darunter das 2.Violinkonzert (1967), die 14.und 15.Sinfonie (196171), die letzten vier Streichquartette (196874) und weitere Orchesterkompositionen, manifestiert. Schostakowitschs Werkkatalog umfasst neben den genannten Werken auch Ballette, zwei Oratorien (»Poem von der Heimat«, 1947; »Das Lied von den Wäldern«, 1949), Kantaten, Klavierkonzerte, eine sinfonische Dichtung (»Oktober«, 1967), Suiten, Kammermusik (u.a. 15 Streichquartette), Klaviermusik und Lieder.
Werke:
Opern: Die Nase (1928; nach Nikolaj Gogol); Lady Macbeth von Mzensk (1932; nach Nikolaj Leskow; Neufassung als Katerina Ismajlowa, 1963); Der Spieler (1982, nach Fjodor Dostojewsij, von Krzysztof Meyer vervollständigt).
Sinfonien: Nr.1 (1925); Nr.2 (1927, mit Chor; zum 10.Jahrestag der Revolution); Nr.3 (1929, mit Chor); Nr.4 (1936); Nr.5 (1937); Nr.6 (1939); Nr.7 (1941); Nr.8 (1943); Nr.9 (1945); Nr.10 (1953); Nr.11 »Das Jahr 1905« (1957, mit Chor); Nr.12 »Das Jahr 1917« (1961; dem Andenken Lenins gewidmet); Nr.13 (196263, mit Bass und Männerchor); Nr.14 (1969; für Sopran, Bass, Streichorchester und Schlagzeug); Nr.15 (1971).

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