Lieder des Abschieds
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Beschreibung
Erich Wolfgang Korngolds Lieder des Abschieds op. 14 entstanden 1920–1921 direkt nach der Komposition seiner wohl berühmtesten Oper Die tote Stadt und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Klavierquintett op. 15. Die enge Verwandtschaft zum Klavierquintett zeigt sich besonders im zweiten Satz des Quintetts, den Korngold selbst als „freie Variationen über die ‚Lieder des Abschieds‘, op. 14“ bezeichnet und dem besonders das dritte Lied Mond, so gehst du wieder auf als Grundlage diente. Korngold orchestrierte seine Lieder recht bald nach der Entstehung der Klavierfassung für großes Orchester.
Die vorliegende Bearbeitung der Lieder des Abschieds op. 14 entstand für ein Konzert, in welchem den Liedern das Klavierquintett folgte. Inspiriert durch den zweiten Satz des Quintetts lag eine Bearbeitung für Gesang und Klavierquintett nahe, die die enge Beziehung zwischen den Liedern op. 14 und dem Klavierquintett noch unterstreicht. Der zum Klavierquintett hinzutretende Kontrabass ist ad libitum, da seine Stimme doch nahezu vollständig im Klavier gedoppelt ist. Trotzdem verleiht er dem Klang des Ensembles zusätzliche Wärme und Kontur. Das Kammermusikarrangement gibt den Liedern eine zusätzliche klangliche Dimension, welche die Intimität des originalen Klaviersatzes durch außergewöhnliche Klangfarben ausdifferenziert und intensiviert.
- Andreas Frese
Inhalt
I Sterbelied "Lass, Liebster, wenn ich tot bin" (Text von Christina G. Rossetti, deutsch von Alfred Kerr)
II Dies eine kann mein Sehnen nimmer fassen (Text von Edith Ronsperger)
III Mond, so gehst du wieder auf (Text von Ernst Lothar)
IV Gefasster Abschied "Weine nicht, dass ich jetzt gehe" (Text von Ernst Lothar)