Klaviersonate (Waldstein-Sonate) und Andante favori
Produktdetails
Beschreibung
Beethovens Klaviersonate in C-Dur op. 53, genannt Waldstein-Sonate, zählt zu den Höhepunkten der gesamten Klaviermusik. Das groß angelegte Werk war ursprünglich mit seinem umfangreichen Andante-Mittelsatz noch weit ausgedehnter, so dass sich Beethoven schließlich dazu entschied, das Andante durch eine relativ kurze Adagio-Einleitung zum Rondo-Finale zu ersetzen. Die Neuausgabe bringt neben der Waldstein-Sonate in ihrer definitiven Fassung zusätzlich den von Beethoven separat publizierten und später Andante favori (WoO 57) genannten ursprünglichen Mittelsatz. Denn es mag reizvoll erscheinen, die Sonate einmal in dieser Frühfassung zu spielen und dabei zu entdecken, zu welch zuvor nie dagewesenen Dimensionen Beethoven die Gattung Klaviersonate vorangetrieben hatte. Alternativ mag es reizvoll sein, in ein und demselben Klavierabend die endgültige Fassung der Waldstein-Sonate mit dem Andante favori als Einzelstück zu kombinieren. Die Ausgabe beruht im Wesentlichen auf Autograph und Erstdruck sowie der im Detail bedeutenden Gesamtausgabe Haslingers. Die Interpretationshinweise von Nils Franke lenken den Blick auf die Entstehungszeit des Werkes und auf dessen früheste Rezeption und werfen damit ein kritisches Licht auf allzu vertraute Aufführungskonventionen.
Weitere Informationen
Technische Details
Mehr aus dieser Reihe
Standardwerke der Musikliteratur im Originaltext
Die Wiener Urtext Edition ist eine wissenschaftlich-kritische Ausgabe für die Praxis und unterscheidet sich von vielen anderen als „Urtext" deklarierten Ausgaben durch umfassende textliche Information in Deutsch und Englisch (zum Teil Französisch):
Das Vorwort informiert über das Werk, seine Entstehung und musikhistorische Bedeutung, über schriftliche Überlieferung und Probleme der Textgestaltung sowie über die jeweils angewandte Editionsmethode. Die Kritischen Anmerkungen geben trotz gebotener Kürze klar Kechenschaft über editorische Entscheidungen und erwähnen die auf den Autor selbst zurückgehenden Textdivergenzen. Der Notentext selbst wurde aufgrund einer genauen Überprüfung aller Quellen durch erfahrene Musikwissenschaftler hergestellt. Herangezogen wurden Autographe, Erstdrucke, Abschriften und Stichvorlagen.
Dieses Material wurde in manchen Fällen zum ersten Mal vollständig ausgewertet. Ausgaben für Unterricht, Studium, Konzertpraxis mit umfassenden Informationen über die Werke, durch detaillierte Einführungen und Revisionsberichte und Interpretationshinweise. Spielpraktisch eingerichtet von international angesehenen Interpreten bzw. Pädagogen.