Gesammelte Kadenzen, Eingänge und Auszierungen
Produktdetails
Beschreibung
Kadenzen werden meist improvisiert, doch baten die Tonmeister Heinz Holliger bei seinen zahlreichen Plattenaufnahmen, das Improvisierte für die Abmischung aufzuschreiben. In zwei Bänden findet sich so die Chronologie eines reichen Solistenlebens.
Inhalt
Tomaso Albinoni (1671–1750): Concerto a cinque op. IX, No. 2 in d-Moll für Oboe und Streicher / in D minor for Oboe and Strings
Johann Sebastian Bach (1685–1750): Brandenburgisches Konzert Nr. 1 (BWV 1046) Trio
Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788): Konzert für Oboe, Streichorchester und Basso continuo (Wq. 164; H466) in B-Dur / in Bb major, Konzert für Oboe, Streicher Cnd Basso continuo (Wq. 165) in Es-Dur / in Eb major
Johann Christian Bach (1735–1782): Oboenkonzert Nr. 2 (C81) in F-Dur / in F major
Johann Gottlieb Graun (1701/02–1771): Konzert für Oboe, Streichorchester und Basso continuo (Wi 119) in c-Moll / in C minor
Franz Xaver Richter (1709–1789): Konzert für Oboe und Orchester in F-Dur / in F major
Carl Ditter von Dittersdorf (1739–1799): Concerto (Lane L. 41) in G-Dur / in G major, Concerto (Lane L. 42) in G-Dur / in G major
Antonio Rosetti (1750–1792): Konzert für Oboe und Orchester (Murray C. 30) in C-Dur / in C major
Josef Fiala (1748–1816): Konzert für Englischhorn und Orchester (Český hudební fond, Prag) in Es-Dur / in Eb major
Joseph Haydn (1732–1809) zugeschrieben / attributed to Joseph Haydn: Konzert für Oboe und Orchester (Hob. Vllg: C1) in C-Dur / in C major
Ludwig August Lebrun (1752–1790): Konzert Nr. 1 für Oboe und Orchester in d-Moll / in D minor, Konzert Nr. 2 für Oboe und Orchester in g-Moll / in G minor, Konzert Nr. 3 für Oboe und Orchester in C-Dur / in C major, Konzert Nr. 4 für Oboe und Orchester in B-Dur / in Bb major, Konzert Nr. 5 für Oboe und Orchester in C-Dur / in C major, Konzert Nr. 6 für Oboe und Orchester in F-Dur / in F major
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791): Konzert für Flöte (Oboe) und Orchester (KV 313 (285c)) in F-Dur / in F major, Konzert für Oboe und Orchester (KV 314 (285d)) in C-Dur / in C major, Andante für Flöte und Orchester (KV 315) in C-Dur / in C major, Oboenquartett (KV 370) in F-Dur / in F major
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Technische Details
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Improvisierte, aber auch komponierte Solokadenzen, wie man sie vom Schluss einer Bravourarie und den Satzschlüssen von Instrumentalkonzerten kennt, gibt es seit dem späten 16. Jahrhundert. Sie geben dem Interpreten die Gelegenheit zu virtuoser Selbstdarstellung in Form des freien Spiels mit Themen und Motiven des vorangegangen Satzes. Meist beginnen Solokadenzen nach einem Innehalten des Orchesters auf einem Quartsextakkord, bevor der Solist mit dem verzögernden Einschub beginnt und schließlich auf der Dominante, meistens mit einem Triller, das freie Spiel wieder beendet. Waren Solokadenzen ursprünglich vom Komponisten zur Improvisation freigegeben, wurden sie ab Mitte des 19. Jahrhunderts von vielen Komponisten häufig fest fixiert. Maßgeblich hierfür war vor allem der zunehmende Missbrauch, Kadenzen ohne Rücksicht auf Stil und Impetus des Werkes zur reinen Schaustellung losgelöster Virtuosität zu nutzen. So versagt Beethoven dem Pianisten in seinem 5. Klavierkonzert jegliche Freiheit, indem die auskomponierte Kadenz hier zum integralen, verbindlichen Bestandteil des Gesamtwerkes wird. Mit dieser bisher einmaligen Reihe stellt Schott Music Kadenzen zu bekannten Instrumentalkonzerten der Klassik und Romantik vor, komponiert von bedeutenden Tonsetzern und Solisten unserer Zeit.