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Beschreibung
Inspiriert von den historischen Bauwerken, die unter den Wassern des İznik-Sees versunken sind, präsentiert diese Komposition von Fazıl Say einen neuen Erzählraum, der sich um Geschichte, Erinnerung und Vorstellungskraft dreht. İznik (das alte Nicäa), das im Laufe der Zeit zahlreiche Zivilisationen beherbergt hat, ist auch ein historischer Knotenpunkt, der den Grundstein für die Gründung des Osmanischen Reiches legte. Say entscheidet sich dafür, diese vielschichtige Vergangenheit nicht mit Worten, sondern ausschließlich durch die Ausdruckskraft von Klang und Musik widerzuspiegeln: die Nicäa Ballade ist eine Vokalise, die vollständig aus rein vokalen Ausdrucksformen ohne Bezug zu einer bestimmten Sprache besteht, eine immer noch seltene und originelle Gesangsart. Das etwa 15 bis 16 Minuten lange Werk stellt sowohl technisch als auch emotional eine besondere Herausforderung für die Sopranistin dar. In bestimmten Abschnitten singt sie zudem völlig ohne Begleitung, Momente einer tiefen introspektiven Reise für die Interpretin und die Zuhörer. Wie frühere Werke von Fazıl Say, die sich mit antiken Geografien befassen – Troja, Patara, Klaros, Mesopotamien und Istanbul –, soll auch die Nicäa Ballade als klangliche Erzählung fungieren, die sich in das Gedächtnis einprägt. Es ist nicht nur eine Hommage an eine historische Stätte, sondern auch eine Erkundung der vielschichtigen Bedeutungen, die ein solcher Ort haben kann – persönlich, kulturell und universell. Dieses besondere Werk wurde für Görkem Ezgi Yıldırım geschrieben, eine der aufstrebenden Opernstars der Türkei, die für ihre außergewöhnliche Stimme und ihre ausdrucksstarke Kunst bekannt ist.
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Görkem Ezgi Yıldırım, soprano; Fazıl Say, piano