7 Variationen über ein Originalthema
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Beschreibung
Über die Entstehung der 1808 komponierten 7 Variationen über ein Originalthema op. 9 (WeV R.7) ist nur wenig bekannt; sie wurden während Webers nur unzureichend dokumentiertem Aufenthalt in Stuttgart komponiert, wo er beim Herzog Ludwig von Württemberg als Sekretär angestellt war. Es ist das erste Werk Webers, dass im Offenbacher Verlag von Johann André publiziert wurde. Der im Mai 1810 angezeigte Erstdruck erschien vermutlich nicht vor Anfang des Jahres.
Im Anschluss an die Publikation des Erstdrucks lassen sich zwei positive Besprechungen des Werks nachweisen. So schrieb die Leipziger Allgemeine musikalische Zeitung im Oktober 1810 unter Hinweis auf einen Vergleich mit Beethovens Variationenwerken:
„Nach diesem Werkchen [...] möchte sich’s Ref. fast zum Vorwurf machen, dass er die vier vorhergegangenen [Variationenwerke Webers] nicht kennen gelernt und dem Publicum vorgeführt hat – so sehr brav findet er dies gearbeitet. Die Var. zeugen offenbar von Eigenthümlichkeit in der Erfindung, von schon gesicherter Kunst und
geläutertem Geschmack, von löblichem Fleiss in der Ausführung, und von guter Erfahrung in Absicht auf Effect. Der Art nach, glaubt Ref. sie am besten mit den grössern Beethovenschen Variationen vergleichen zu können; nur dass Beethoven sich in dieser Gattung nicht immer so viel Mühe gegeben hat, als selbst dem vorzüglichen Genius nöthig ist, wenn etwas wahrhaft Ausgezeichnetes zu Stande kommen soll. Am vorzüglichsten nehmen sich unter diesen Variationen die spanische, Nr. 4, die Phantasie, No. 6, und die brillante, No. 7 mit der sehr effectvollen Coda, aus. Zu tadeln findet Rec. vornämlich die äusserst übertriebene weite Spannung, für welche selbst die Hände nicht ausreichen, die z. B. alle Cramersche Sachen erlangen können. Ist es nicht seltsam, dass sich gute Componisten durch solche Wunderlichkeiten selbst ihr Publicum so sehr verengen, oder wenigstens bewirken, dass ihre Stücke fast überall nur unsicher oder willkührlich abgeändert vorgetragen werden ?“
Die Königlich privilegirte Berlinische Zeitung betonte in ihrer Besprechung im Januar 1811:
„Der bekannte beliebte Componist und brillante Klavierspieler Herr Baron von Weber, liefert hier ein [...] rühmliches Variationen-Werk. Es ist schwer zu executiren, und erfordert viel Sicherheit und Uebung in Doppelgriffen, Octavengängen und Sprüngen. Außerdem sind diese Variationen voller Erfindung und Genie, wenn gleich eigentliche fleißige Arbeit fehlt.“
- Markus Bandur