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Giuseppe Fortunino Francesco Verdi

Giuseppe Fortunino Francesco Verdi

Pays d'origine: Italie
Date d'anniversaire: 10 octobre 1813
Date de décès: 27 janvier 1901

À venir

Otello
Otello
Chef d'orchestre: Christoph Gedschold
17 décembre 2022 | Leipzig (Allemagne) , Opernhaus — Première
Otello
Otello
Chef d'orchestre: Christoph Gedschold
21 décembre 2022 | Leipzig (Allemagne) , Opernhaus

À propos de Giuseppe Fortunino Francesco Verdi

Aus einfachen Verhältnissen stammend, erhielt Guiseppe Verdi durch Unterstützung des Kaufmanns Antonio Barezzi Musikunterricht, zuerst in Busseto, ab 1832 in Mailand bei Vincenzo Lavigna (*1776, 1836), einem Schüler von Giovanni Paisiello. 1836 wurde er Maestro di Musica in Busseto und heiratete Margherita Barezzi, die Tochter seines Gönners, die jedoch vier Jahre später starb. Verdis Laufbahn als Opernkomponist begann 1839 in Mailand. Hier wurde 1842 seine Oper »Nabucco« zum ersten durchschlagenden Erfolg. Bis 1850 schrieb er 13 Opern für verschiedene Bühnen. Am politischen Geschehen Italiens (Risorgimento) nahm Verdi lebhaften Anteil. Teile seiner Opern (v.a. Chöre) wirkten als unmittelbare patriotische Kunstäußerungen, und sein Name galt als Kürzel für die Viktor EmanuelII. unterstützende Parole: Vittorio Emanuele Re d'Italia.
Mit den Opern der mittleren Schaffensperiode ab »Rigoletto« (1851) erreichte Verdi einen ersten Höhepunkt seines Ruhms. Er wählte mit Sorgfalt seine Stoffe aus und beteiligte sich intensiv an der Ausarbeitung der Libretti. Ab 1847 lebte er mit der Sängerin Giuseppina Strepponi zusammen, die er 1859 heiratete. Er schrieb Opern für Paris, Venedig, Rom und Sankt Petersburg, unternahm Reisen, war Abgeordneter im italienischen Parlament und widmete sich der Führung seines Landguts Sant' Agata.
Zwei seiner berühmtesten Opern, »Don Carlos« (1867) und »Aida« (1871; ursprünglich geplant zur Eröffnung des Suezkanals 1869), bilden den Beginn der späteren Schaffensperiode. Mit dem Streichquartett e-Moll und dem 1873/74 dem Andenken des Dichters Alessandro Manzoni gewidmeten »Requiem« schien Verdis Werk abgeschlossen. Er zog sich auf sein Landgut zurück, enttäuscht vom Ausbleiben eines durchgreifenden sozialen Fortschritts im geeinten Italien. Dennoch entstanden nach vielen Jahren, die der Umarbeitung älterer Opern gewidmet waren, in Zusammenarbeit mit dem Freund und kongenialen Librettisten Arrigo Boito noch die beiden Alterswerke »Otello« (1887; »Othello«) und »Falstaff« (1893).

Werk:
Mit dem Werk Verdis erreichte die italienische Oper des 19.Jh. ihre vollendete Ausprägung. Sein Schaffen umfasst 26 Opern, von denen mindestens ein Drittel zum Standardrepertoire aller Bühnen und als spezifisch italienische Kunstäußerung zu den bedeutendsten Werken der Gattung gehört. Der Einfluss seiner älteren Zeitgenossen Gioacchino Rossini, Vincenzo Bellini, Gaetano Donizetti und Saverio Mercadante (*1795, 1870) ist v.a. in den frühen Opern spürbar. Andererseits komponierte er bereits mit »Nabucco« (1842) und »Ernani« (1844) Meisterwerke, die in der Dichte der Erfindung und der Kraft der dramatischen Gestaltung in den Solorollen ebenso wie in den wirkungsvollen Chören die zeitgenössischen Vorbilder weit übertreffen.
Die Tendenz zur charakteristischen, gefühlsstarken Gesangslinie, zur Ausdrucksvertiefung des Orchesterparts und zur großen, vielfach gegliederten Szene verstärkt sich in den Opern der späten 1840er-Jahre bis zu den drei berühmten Werken der mittleren Schaffenszeit: »Rigoletto« repräsentiert mit scharf umrissenen Personengestaltungen und lebendigen Ensembles den Typus des Charakterdramas, »Il trovatore« (1853; »Der Troubadour«) ist vorwiegend eine Gesangsoper, »La Traviata« (1853) steht vermittelnd zwischen beiden und entfaltet zugleich eine neue musikalische Intensität im Ausdruck verhaltener, tragisch resignierender Leidenschaft. Mit »Les vêpres siciliennes« (1855; »Die sizilianische Vesper«) macht sich der Einfluss der zeitgenössischen französischen Oper bemerkbar. Dies gilt auch für die weiteren Opern bis hin zu »Don Carlos« und »Aida«, die einen neuen Grad reifer Meisterschaft in der freien Szenenbildung, im plastischen, individualisierten Melos, in der reichen, ausdrucksbezogenen Harmonik sowie im subtilen Orchestersatz mit handlungsverknüpfenden Erinnerungsmotiven offenbart.
In »Otello« und »Falstaff« erscheint alles Konventionelle abgestreift. Der regelmäßige Wechsel von Rezitativen und geschlossenen Formen weicht einem variablen, jedem dramatischen Moment angepassten Gesangsstil. Dies signalisiert, im Zusammenhang mit Alternationsharmonik, reicher Modulatorik und kammermusikalisch durchgebildeter Instrumentalsprache, eine scheinbar sich dem Musikdrama Wagners annähernde Opernkonzeption, was auch von Zeitgenossen kritisch hervorgehoben wurde. Vor allem »Falstaff« ist eine Oper singulärer Qualität und Physiognomie. Die Klarheit und Durchsichtigkeit dieses heiteren Spätwerks, sein pointierter, deklamatorischer Gesangsstil, der sich den wechselnden Ensembles ohne geschlossene Szenen und Arien differenziert anpasst, sein orchestrales Raffinement und sein formaler, rhythmischer und melodischer Reichtum sind ohne Beispiel. Bezeichnend ist, dass sich der 80-jährige Verdi mit diesem Zeugnis seines sublimen und überraschend vitalen Humors wie auch mit »Otello« noch einmal einem Bühnenwerk Shakespeares als Vorlage zuwandte. Die Werke des englischen Dichters haben ihn durch sein ganzes Schaffen hin angeregt und beeinflusst, gerade auch in seiner Suche nach unkonventionellen, lebensnahen Libretti, nach einer differenzierten, ausdrucksvollen, dramatischen Sprachdiktion und Szenenbildung, einem Ideal, das er durch genaue, planvolle Vorgaben und bestimmende Mitarbeit bei der Entstehung der Textbücher zu den meisten seiner Opern zu verwirklichen suchte.
Werke:
Opern: Oberto, Conte di San Bonifacio (1839); Il finto Stanislao, auch unter dem Titel Un giorno di regno (1840); Nabucco (1842); I Lombardi alla prima crociata (1843); Ernani (1844; nach Victor Hugo); I due Foscari (1844); Giovanna d'Arco (1845; nach Schillers »Jungfrau von Orleans«); Alzira (1845; nach Voltaire); Attila (1846); Macbeth (1847; nach Shakespeare; französische Fassung 1865); I masnadieri (1847; nach Schillers »Die Räuber«); Il corsaro (1848; nach Lord Byron); La battaglia di Legnano (1849); Luisa Miller (1849; nach Schillers »Kabale und Liebe«); Stiffelio (1850, Neufassung 1857 als »Aroldo«); Rigoletto (1851; nach Hugo); Il trovatore (1853; »Der Troubadour«; nach einem Drama von Antonio García-Gutiérrez); La Traviata (1853; nach dem Drama »Die Kameliendame« von Alexandre Dumas d.J.); Les vêpres siciliennes (1855; »Die sizilianische Vesper«); Simon Boccanegra (1857, Neufassung 1881); Un ballo in maschera (1859; »Ein Maskenball«); La forza del destino (1862, Neufassung 1869; »Die Macht des Schicksals«); Don Carlos (1867, Neufassung 1884; nach Schiller); Aida (1871); Otello (1887; »Othello«; nach Shakespeare); Falstaff (1893; nach Shakespeare).
Kammermusik: Streichquartett in e-Moll (1873). Vokalwerke: Messa da Requiem (1874); Pater noster (1880; italienische Umdichtung von Dante Alighieri); Quattro pezzi sacri (mit den Teilen Ave Maria, für vierstimmigen Chor, 1889; Stabat mater, für Chor und Orchester, 1897; Te Deum, für Doppelchor und Orchester, 1895; Laudi alla Vergine Maria, für vierstimmigen Frauenchor, nach Dante Alighieri, 1886; UA 1898); mehrere Hymnen und Kantaten sowie einige kirchliche Werke; Lieder.

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    Chef d'orchestre: Christoph Gedschold
    17 décembre 2022 | Leipzig (Allemagne) , Opernhaus — Première
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