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Xilin Wang

Xilin Wang

Herkunftsland: Volksrepublik China
Geburtstag: 13. Dezember 1936

Über Xilin Wang

Wang Xilin zählt zu den bedeutendsten Komponisten Chinas. Er zeichnet sich durch seinen ausdrucksstarken, effektvollen Kompositionsstil (und seine subversiven Tendenzen) aus. Wang wurde 1936 in Kaifeng in der chinesischen Provinz Henan geboren. Aufgrund des frühen Todes seines Vaters und der Armut seiner Familie trat er einer Künstlergruppe innerhalb der Volksbefreiungsarmee bei. 1955 wurde er an der Central Military Music Conducting School in Peking aufgenommen.

Ab 1957 studierte Wang Komposition und Dirigieren bei Liu Zhuang, Chen Mingzhi, Ding Shande und Qu Wei am Shanghai Conservatory of Music. Für seinen Studienabschluss komponierte er 1962 die Symphony No. 1. Anschließend wurde er Composer in Residence beim Beijing Central Radio Symphony Orchestra. Seine symphonische Suite Yunnan Tone Poem gewann 1963 den höchsten chinesischen Staatspreis.

Im selben Jahr, kurz vor der chinesischen Kulturrevolution, hielt Wang einen Vortrag, der die Kulturpolitik der Regierung kritisierte. Dies führte zu seiner 14-jährigen Verbannung in die Provinz Shanxi. Bis 1971 war er Zwangsarbeiter in der Stadt Datong, wo er unter Verfolgung, Folter und Haftstrafen litt. In den darauffolgenden Jahren befand er sich im Exil und wurde zum Komponisten des Southeast Shanxi Song and Dance Ensemble ernannt.

Nach Ende der Kulturrevolution 1978 kehrte Wang nach Peking zurück. Dort lernte er zum ersten Mal die Musik der europäischen Avantgarde kennen, unter anderem Schönberg, Bartók, Strawinsky und Penderecki. Diese Begegnung schlug sich unmittelbar in seiner kompositorischen Technik nieder, indem er begann, Sequencing, Minimalismus, Toncluster, ebenso wie folkloristische Elemente in seine symphonischen Werke einzubeziehen.

Wangs umfangreiches Oeuvre besteht aus acht Symphonien, zahlreichen Konzerten, symphonischen Suiten und Ouvertüren; desweiteren Kammermusik, Vokalwerke und Filmmusik. Seine Werke werden in China und Europa aufgeführt. Derzeit ist Wang Composer in Residence beim Beijing Symphony Orchestra.

Werkliste

Chronologie

1936
Geboren in Kaifeng (Provinz Henan, China).
1949
Nach dem frühen Tod seines Vaters Beitritt zu einer Gesangs- und Tanztruppe innerhalb der Volksbefreiungsarmee Mao Zedongs.
1955
Aufnahme an der Central Military Music Conducting School in Peking.
1957
Kompositions- und Dirigierstudium am Shanghai Conservatory of Music bei Liu Zhuang, Chen Mingzhi, Ding Shande und Qu Wei.
1962
Komposition der "Symphony No. 1" zum Studienabschluss am Shanghai Conservatory.
1962
Composer in Residence beim Beijing Central Radio Symphony Orchestra.
1963
Komposition der symphonischen Suite "Yunnan Tone Poem", die später den höchsten chinesischen Staatspreis gewann.
1963
Staatliche Verfolgung und Exilierung in die Provinz Shanxi.
1966
Während der Kulturrevolution Gefangenschaft als „Konterrevolutionär“.
1970
Ende der Haft nach Abflauen der politischen Unruhen.
1970
Ernennung zum Dirigenten des Southeast Shanxi Song and Dance Ensemble.
1978
Nach dem Ende der Kulturrevolution Rückkehr nach Peking.
1978
Erstmalige Bekanntschaft mit der zuvor verbotenen westlichen Musik, darunter: Schönberg, Bartók, Strawinsky und Penderecki.
1978
Anwendung von Sequencing, Minimalismus und Clustern, sowie Einbeziehung von folkloristischen Elementen in seine symphonischen Werke.
1999
Composer in Residence beim Beijing Symphony Orchestra.
1999
Komposition der "Symphony No. 4" für das Beijing Symphony Orchestra.
2010
Komposition des "Piano Concerto" für das Culturescapes International Arts Festival in Zurich.

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