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Max Reger

Herkunftsland: Deutschland
Geburtstag: 19. März 1873
Todestag: 11. Mai 1916

Über Max Reger

Max(imilian) Reger, deutscher Komponist, entschloss sich nach einer Bayreuther Aufführung von Wagners »Parsifal« 1888, Musiker zu werden, und war 189093 Schüler von Hugo Riemann am Konservatorium Sondershausen. Nach einem psychischen Zusammenbruch lebte er 18981901 im Elternhaus in Weiden, wo er eine Fülle großer Werke der ersten Schaffensphase schuf. 1901 zog er nach München, wurde 1907 Universitätsmusikdirektor und Kompositionslehrer in Leipzig und übernahm 1911 die Leitung der Meininger Hofkapelle (1913 auch Generaldirektor); er galt bereits damals als einer der bedeutendsten Komponisten seiner Zeit und unternahm zahlreiche Konzertreisen. Von Krankheit und seinem kräftezehrenden Arbeitspensum gezeichnet, zog er 1914 nach Jena.
Regers Schaffen umfasst außer Bühnenwerken Kompositionen aus fast allen musikalischen Gattungsbereichen. Schwerpunkte stellen Orgel-, Klavier-, Kammer- und Orchestermusik dar mit einer weit gespannten Ausdrucksskala von großen, kühnen Konstruktionen mit monumentalen Wirkungen bis zu hausmusikalischer Intimität, von intensiver Farbnuancierung bis zu betonter Schlichtheit (z.B. kleine kirchenmusikalische Werke). Vielfältige stilistische Einflüsse (Bach, Mozart, Beethoven, Brahms) fließen in einer sehr eigenwilligen und für die damalige Zeit modernen Musiksprache zusammen. Sie stößt in ihrer permanent modulierenden Alterationsharmonik bis zur Grenze tonaler Bindung vor, hebt sich andererseits aber im Selbstverständnis als absolute Musik in ihrer komplexen Weiterführung kontrapunktischer Traditionen und in der fruchtbaren Auseinandersetzung mit barocken Formen (Passacaglia, Fuge, Suite) von den Bestrebungen der neudeutschen Schule in der Nachfolge Liszts deutlich ab.
Werke:
Orchesterwerke: Sinfonietta op.90 (1904/05), Serenade op.95 (1905/06), Variationen und Fuge über ein Thema von Hiller op.100 (1907), Lustspielouvertüre op.120 (1911), Konzert im alten Stil op.123 (1912), Romantische Suite op.125 (1912), Vier Tondichtungen nach Arnold Böcklin op.128 (1913), Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op.132 (1914), Zwei Romanzen op.50 (1900; für Violine und kleines Orchester), Violinkonzert A-Dur op.101 (1908), Klavierkonzert f-Moll op.114 (1910).
Kammermusik: 6Streich- (18881911) und 2Klavierquartette (191014), Streichsextett (1910), Klavierquintett (1897/98), Klarinettenquintett (1915), Trios verschiedener Besetzung, 7Violin-, 4Cello-, 3Klarinettensonaten.
Klaviermusik: Variationen und Fuge über ein Thema von Johann Sebastian Bach op.81 (1904), Variationen und Fuge über ein Thema von Beethoven op.86 (1904), Aus meinem Tagebuch op.82 (190412, 4Hefte), Variationen und Fuge über ein Thema von Georg Philipp Telemann op.134 (1914), Träume am Kamin op.143 (1915).
Orgelmusik: über 70Choralvorspiele; Choralfantasien, u.a. über »Ein' feste Burg ist unser Gott« und »Wie schön leucht't uns der Morgenstern«; Fantasie und Fuge über BACH op.46 (1900).
Vokalwerke: Der 100.Psalm op.106 (1908/09) sowie A-cappella-Chöre und mehr als 250Klavierlieder, u.a. auf Texte von Christian Morgenstern, Stefan Zweig, Richard Dehmel, Gabriele D'Annunzio.

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