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Jean Sibelius

Jean Sibelius

Herkunftsland: Finnland
Geburtstag: 8. Dezember 1865
Todestag: 20. September 1957

in Kürze

Violin-Konzert d-Moll
Orchester: Alba Regia Szimfonikus Zenekar
13. April 2026 | Székesfehérvár (Ungarn) , Vörösmarty Színház
Pohjolas Tochter
Musikalische Leitung: Dima Slobodeniouk
Orchester: WDR Sinfonieorchester
15. April 2026 | Dortmund (Deutschland) , Konzerthaus

Über Jean Sibelius

Jean Sibelius, eigentlich Johan Julius Christian Sibelius, finnischer Komponist,
studierte Violine und u.a. bei Martin Wegelius (*1846, 1906) Komposition in Helsinki, in Berlin und bei Robert Fuchs (*1847, 1927) und Karl Goldmark in Wien und trat ab 1892 mit eigenen Kompositionen an die Öffentlichkeit. Besonders die sinfonische Dichtung »Kullervo« (1892), die stoffliche Motive aus dem finnischen Nationalepos »Kalevala« aufgreift, wurde als Beginn eines nationalromantisch geprägten Musikstils Finnlands begeistert aufgenommen. Es folgten weitere, von Geschichte, Natur, Mythologie und Volksdichtung Finnlands inspirierte Kompositionen sowie seine ersten beiden Sinfonien.
In einer zweiten Schaffensperiode (u.a. Violinkonzert, 3.Sinfonie) wandelte sich seine Musiksprache zu eher klassizistischer, autonom musikalischer Gestaltung mit einer Tendenz zur Einfachheit und Sparsamkeit der Mittel. Nach der kühnen, für die Zeit relativ modernen 4.Sinfonie (1911) erreichte er mit der 5.7.Sinfonie und der Tondichtung »Tapiola« (1926) einen Reifestil von starker Ausdrucksintensität und meisterhafter struktureller Formung oft aus wenigen motivischen Kerngedanken heraus. Sibelius, der seit 1897 eine staatliche Pension erhielt und seit 1904 in Järvenpää lebte, fand schon vor dem Ersten Weltkrieg in Europa und Amerika ungeteilte Anerkennung. Dennoch hat er nach 1929 nichts mehr komponiert.

Werkliste

Chronologie

8. Dezember 1865
Geboren als Johan Julius Christian Sibelius in Hämeenlinna (Finnland)
1866
Erster Klavierunterricht
1880
Geigenunterricht und erste Kompositionsversuche
1885 - 1889
Musikstudium am Musikinstitut Helsinki (heute: Sibelius-Akademie): Violine bei Mitrofan Wasiljeff und Musiktheorie, Harmonielehre und Kontrapunkt bei Martin Wegelius
1886
Ändert seinen Vornamen in Jean
1888
Förderung durch Ferruccio Busoni, der Klavierlehrer am Institut wird und Sibelius ermuntert, seine Kompositionstätigkeit auszudehnen
1889 – 1890
Studium bei Albert Becker (Kontrapunkt) an der Fakultät der Akademie der Künste in Berlin
1890 - 1891
Studium bei Robert Fuchs und Karl Goldmark am Wiener Konservatorium
1892 – 1901
Lehrtätigkeit am Musikinstitut Helsinki und an der Orchesterschule von Robert Kajanus in den Fächern Musiktheorie und Geigenspiel
1892
Heirat mit Aino Järnefelt
1893
Uraufführung der Tondichtung En Saga in Helsinki
1896
Uraufführung der „Lemminkäinen-Suite“ in Helsinki
1897
Sibelius erhält vom finnischen Staat eine Staatsrente, die ihn finanziell unabhängig macht
1899
Uraufführung der Symphonie Nr. 1 e-Moll op.39 in Helsinki.
1900
Tochter Kirsti stirbt an Typhus Uraufführung der symphonischen Dichtung Finlandia op. 26 in Helsinki Orchestertournee von Robert Kajanus durch Deutschland und Frankreich mit Sibelius-Werken verhilft dem Komponisten zum internationalen Durchbruch Sibelius zieht für mehrere Monate nach Berlin
1902
Uraufführung der Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 43 in Helsiniki
1903
Bekanntschaft mit dem Verleger Robert Lienau
1904
Uraufführung des Violin-Konzerts d-Moll op. 47 und des Valse triste, op. 44 in Helsinki Umzug nach Järvenpää bei Helsinki
1905
Erfolgreiche Konzertreise nach England Uraufführung der Bühnenmusik Pelléas et Mélisande in Helsinki Verlagsvertrag mit Robert Lienau in Berlin
1906
Uraufführung der Sinfonischen Fantasie Pohjolas Tochter in Sankt Petersburg
1907
Uraufführung der Symphonie Nr. 3 C-Dur op. 52 in Helsinki
1908
Uraufführung der Svanehvit-Suite in Helsinki
1909
Tournee durch Großbritannien mit eigenen Werken Uraufführung des Streichquartetts Voces intimae und der Tondichtung Nächtlicher Ritt und Sonnenaufgang op. 55 in Sankt Petersburg
1911
Uraufführung der Symphonie Nr. 4 a-Moll op. 63 in Helsinki
1914
Erfolgreiche Konzertreise nach New York inklusive der Uraufführung der Symphonischen Dichtung Die Oceaniden beim Norfolk Music Festival Ehrendoktorwürde der Universitäten Yale und Helsinki
1915
Uraufführung der Symphonie Nr. 5 Es-Dur op. 82 in Helsinki 1923
1923
Uraufführung der Symphonie Nr. 6 d-Moll op. 104 in Helsinki
1924
Uraufführung der Symphonie Nr. 7 d-Moll op. 105 in Stockholm
1925
Pension des Finnischen Staates Uraufführung der Tondichtung Tapiola op. 112
1929
Einschränkung der kompositorischen Tätigkeit Ehrenmitgliedschaft der Londoner Royal Philharmonic Society
1941
Aufnahme in die American Academy of Arts and Sciences
1945
Sibelius vernichtet das Manuskript seiner achten Symphonie nach jahrelanger Arbeit
1957
Gestorben am 20. September in Järvenpää

Artikel

Aufführungen

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  • Violin-Konzert d-Moll
    Orchester: Alba Regia Szimfonikus Zenekar
    13. April 2026 | Székesfehérvár (Ungarn) , Vörösmarty Színház
  • Pohjolas Tochter
    Musikalische Leitung: Dima Slobodeniouk
    Orchester: WDR Sinfonieorchester
    15. April 2026 | Dortmund (Deutschland) , Konzerthaus
  • Pohjolas Tochter
    Musikalische Leitung: Dima Slobodeniouk
    Orchester: WDR Sinfonieorchester
    17. April 2026 | Köln (Deutschland) , Kölner Philharmonie
  • Pohjolas Tochter
    Musikalische Leitung: Dima Slobodeniouk
    Orchester: WDR Sinfonieorchester
    18. April 2026 | Köln (Deutschland) , Kölner Philharmonie
  • Symphonie Nr. 3 C-Dur
    Musikalische Leitung: Paul Daniel
    Orchester: Real Filharmonía de Galicia
    22. April 2026 | Vigo (Spanien) , Centro Cultural Afundación
  • Violin-Konzert d-Moll
    Musikalische Leitung: Eva Ollikainen
    Orchester: SWR Symphonieorchester
    23. April 2026 | Stuttgart (Deutschland) , Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle
  • Violin-Konzert d-Moll
    Musikalische Leitung: Markus L. Frank
    Orchester: Anhaltische Philharmonie Dessau
    23. April 2026 | Dessau-Roßlau (Deutschland) , Anhaltisches Theater, Großes Haus
  • Symphonie Nr. 3 C-Dur
    Musikalische Leitung: Paul Daniel
    Orchester: Real Filharmonía de Galicia
    23. April 2026 | Santiago de Compostela (Spanien) , Auditorio de Galicia
  • Violin-Konzert d-Moll
    Musikalische Leitung: Eva Ollikainen
    Orchester: SWR Symphonieorchester
    24. April 2026 | Stuttgart (Deutschland) , Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle
  • Violin-Konzert d-Moll
    Musikalische Leitung: Markus L. Frank
    Orchester: Anhaltische Philharmonie Dessau
    24. April 2026 | Dessau-Roßlau (Deutschland) , Anhaltisches Theater, Großes Haus
  • Violin-Konzert d-Moll
    Musikalische Leitung: Holly Hyun Choe
    Orchester: Stuttgarter Philharmoniker
    25. April 2026 | Stuttgart (Deutschland) , Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle, Beethoven-Saal
  • Violin-Konzert d-Moll
    Musikalische Leitung: Eva Ollikainen
    Orchester: SWR Symphonieorchester
    25. April 2026 | Freiburg im Breisgau (Deutschland) , Konzerthaus
  • Pohjolas Tochter
    Musikalische Leitung: Andreas Hotz; Kens Lui
    Orchester: Robert-Schumann-Philharmonie
    26. April 2026 | Chemnitz (Deutschland) , Opernhaus
  • Violin-Konzert d-Moll
    Musikalische Leitung: Daniel Spaw
    Orchester: Württembergische Philharmonie Reutlingen
    26. April 2026 | Unterschleißheim (Deutschland) , Forum
  • Violin-Konzert d-Moll
    Musikalische Leitung: Levon Parikian
    Orchester: London Phoenix Orchestra
    29. April 2026 | London (Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland) , Smith Square Hall
  • Violin-Konzert d-Moll
    Musikalische Leitung: Manfred Honeck
    Orchester: Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    5. Mai 2026 | Berlin (Deutschland) , Philharmonie, Großer Saal
  • Violin-Konzert d-Moll
    Musikalische Leitung: Jukka Untamala
    Orchester: Joensuun Kaupunginorkesteri
    7. Mai 2026 | Joensuu (Finnland) , Carelia-sali
  • Violin-Konzert d-Moll
    Musikalische Leitung: Martijn Dendievel
    Orchester: Hofer Symphoniker
    7. Mai 2026 | Hof (Deutschland) , Freiheitshalle, Festsaal
  • Violin-Konzert d-Moll
    Musikalische Leitung: Risto Joost
    Orchester: Vanemuine Symphony Orchestra
    7. Mai 2026 | Tallinn (Estland) , Viimsi Artium
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