Theme with four Variations
(according to the Four Temperaments)
for string orchestra and piano
Ausgabe: Aufführungsmaterial
Reihe:
Thema mit 4 Variationen
Produktdetails
Beschreibung
INHALT
Als thematische Idee hinter diesem Ballett steht die antike Temperamentenlehre, nach der sich die Menschen in die vier Charaktertypen Melancholiker, Sanguiniker, Phlegmatiker und Choleriker einteilen lassen. Innerhalb der Ballettgeschichte kommt dem Werk zentrale Bedeutung zu, da es eines der frühesten handlungslosen Ballette darstellt und als wegweisend für spätere abstrakte Ballette gilt.
KOMMENTAR
Hindemiths erste Kontakte zum Choreographen und Tänzer George Balanchine reichen in das Jahr 1937 zurück. Der gebürtige Russe Balanchine war bis 1929 Mitglied von Serge Djagilews berühmten Ballets Russes und seit 1933 Leiter des American Ballet in New York. Im September 1940 kündigte Hindemith ihm „eine tanzbare, namenlose Suite“ für Klavier und Streichorchester an, die er bis Anfang November vollendete. Die Uraufführung sollte Ende Mai 1941 als Auftakt für eine mehrmonatige Südamerika-Tournee des American Ballet in New York stattfinden. Doch wenige Tage vor dem geplanten Uraufführungstermin versenkten die Deutschen ein britisches Kriegsschiff, das als Begleitschutz für amerikanische Handelsschiffe diente. Die große Aufmerksamkeit, die dieses Ereignis in der amerikanischen Presse erregte, veranlasste die Organisatoren der Balletttournee dazu, die Komposition des „feindlichen Ausländers“ Hindemith vom Programm zu nehmen. Der konzertanten Uraufführung in Winterthur im März 1943 folgte erst 1946 die Premiere als Ballett durch Balanchines neu gegründete Ballet Society in New York. (Susanne Schaal-Gotthardt)
Hindemith legte dem Ballett das absolut-musikalische Konzept „Thema mit Variationen“ zugrunde: „Kleine instrumentale Einleitung, ungetanzt, einfaches glattes Thema. Dann vier verschiedene Variationen (Tänze) über dieses Stück, jede einem der Temperamente entsprechend.“ Die musikalische Gestaltung der Variationen präzisierte er: „C ist eine Art Walzer, D ein kürzeres Stück, und E wird eine sehr wilde Sache.“ Das einleitende Thema gliederte er in drei kontrastierende Abschnitte und gestaltete damit die variative Arbeit innerhalb der einzelnen Sätze höchst komplex. Für die dritte Variation (Phlegmatic) reduzierte er das Streichorchester auf eine solistische Besetzung: den ersten Abschnitt bestreitet allein ein Streichquartett, den zweiten das Soloklavier mit wenigen Einwürfen des Quartetts, und im dritten Abschnitt wird dem Quartett noch ein Kontrabass hinzugefügt.
Als thematische Idee hinter diesem Ballett steht die antike Temperamentenlehre, nach der sich die Menschen in die vier Charaktertypen Melancholiker, Sanguiniker, Phlegmatiker und Choleriker einteilen lassen. Innerhalb der Ballettgeschichte kommt dem Werk zentrale Bedeutung zu, da es eines der frühesten handlungslosen Ballette darstellt und als wegweisend für spätere abstrakte Ballette gilt.
KOMMENTAR
Hindemiths erste Kontakte zum Choreographen und Tänzer George Balanchine reichen in das Jahr 1937 zurück. Der gebürtige Russe Balanchine war bis 1929 Mitglied von Serge Djagilews berühmten Ballets Russes und seit 1933 Leiter des American Ballet in New York. Im September 1940 kündigte Hindemith ihm „eine tanzbare, namenlose Suite“ für Klavier und Streichorchester an, die er bis Anfang November vollendete. Die Uraufführung sollte Ende Mai 1941 als Auftakt für eine mehrmonatige Südamerika-Tournee des American Ballet in New York stattfinden. Doch wenige Tage vor dem geplanten Uraufführungstermin versenkten die Deutschen ein britisches Kriegsschiff, das als Begleitschutz für amerikanische Handelsschiffe diente. Die große Aufmerksamkeit, die dieses Ereignis in der amerikanischen Presse erregte, veranlasste die Organisatoren der Balletttournee dazu, die Komposition des „feindlichen Ausländers“ Hindemith vom Programm zu nehmen. Der konzertanten Uraufführung in Winterthur im März 1943 folgte erst 1946 die Premiere als Ballett durch Balanchines neu gegründete Ballet Society in New York. (Susanne Schaal-Gotthardt)
Hindemith legte dem Ballett das absolut-musikalische Konzept „Thema mit Variationen“ zugrunde: „Kleine instrumentale Einleitung, ungetanzt, einfaches glattes Thema. Dann vier verschiedene Variationen (Tänze) über dieses Stück, jede einem der Temperamente entsprechend.“ Die musikalische Gestaltung der Variationen präzisierte er: „C ist eine Art Walzer, D ein kürzeres Stück, und E wird eine sehr wilde Sache.“ Das einleitende Thema gliederte er in drei kontrastierende Abschnitte und gestaltete damit die variative Arbeit innerhalb der einzelnen Sätze höchst komplex. Für die dritte Variation (Phlegmatic) reduzierte er das Streichorchester auf eine solistische Besetzung: den ersten Abschnitt bestreitet allein ein Streichquartett, den zweiten das Soloklavier mit wenigen Einwürfen des Quartetts, und im dritten Abschnitt wird dem Quartett noch ein Kontrabass hinzugefügt.
Inhalt
A. Theme
B. First Variation: Melancholic
C. Second Variation: Sanguine
D. Third Variation: Phlegmatic
E. Fourth Variation: Choleric
Weitere Informationen
Titel:
Theme with four Variations
(according to the Four Temperaments)
for string orchestra and piano
Ausgabe:
Aufführungsmaterial
Verlag/Label:
Schott Music
Kompositionsjahr:
1940
Spieldauer:
30 ′0 ′′
Uraufführung:
10. März 1943 · Winterthur (CH)
Rudolf am Bach, Klavier · Musikalische Leitung: Hermann Scherchen · Winterthur Stadtorchester
(konzertant) (konzertante Uraufführung)
20. November 1946 · New York, NY (USA)
Central High School of Needle Trades
Choreographie: George Balanchine · New York City Ballet
(szenisch) (szenische Uraufführung)
Rudolf am Bach, Klavier · Musikalische Leitung: Hermann Scherchen · Winterthur Stadtorchester
(konzertant) (konzertante Uraufführung)
20. November 1946 · New York, NY (USA)
Central High School of Needle Trades
Choreographie: George Balanchine · New York City Ballet
(szenisch) (szenische Uraufführung)
Reihe:
Technische Details
Medienart:
Leih-/Aufführungsmaterial
Bestellnummer:
LS 2284-01
Hersteller:
Medieninhalte
Audio:
Video:
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Kanagawa (Japan) , Teatro del Giglio Showa
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