Produktdetails
Beschreibung
Matthias Krügers Musik tritt als Instrumentalkomposition unterschiedlichster Besetzung und Bauart ebenso in Erscheinung wie als multisensorische Gemengelage aus Klang, Bild und Bewegung oder als reine Elektronik oder … – eine ästhetische Bandbreite, die das Programm dieses Albums ausschnitthaft widerspiegelt. Dennoch gibt es wesentliche Konstanten in Krügers Werken: Eine davon ist die Körperlichkeit ihrer Sprachformen und damit eine enge Bindung an die Gestaltungskraft ihrer Akteure. Klänge werden erforscht und neubestimmt, Physiognomien und Zusammenhänge erkundet.
Das frühe Orgelstück „conTemp[s]lations“ scheint zunächst aus dem Rahmen zu fallen, weist jedoch bereits in seiner raumgreifenden Mikrotonalität und unkonventionellen Farbigkeit auf spätere elektronische Stücke wie „rosebud“ hin. Alles in diesem kontemplativen Klangkontinuum ist auf fließende Transformationen der Tonqualitäten und klangfarblichen Mischungsverhältnisse aus.
Dagegen sind die instrumentalen Monologe und Dialoge von „fuckin’ A!“, „renk“ und „nun schauervoll einmalig blickt es mich an“ von hoher Ereignisdichte und Bewegungsenergie geprägt.
„rosebud“, ein Stück für Tänzer, Sensoren und Live-Elektronik entstand am renommierten Pariser IRCAM in Zusammenarbeit mit dem Tänzer Victor Virnot, dessen Choreografie eng mit den live-elektronischen Prozessen verknüpft ist. Beide Ebenen haben sich im Entstehungsprozess gegenseitig beeinflusst, ja geradezu bedingt, bis „rosebud“ zu seiner endgültigen, verbindlichen Form fand. Der Tänzer verkörpert einen „erweiterten“ Musiker – ein Mischwesen aus Mensch und Maschine.
Mit freundlicher Unterstützung der Kunststiftung NRW, PRO MUSICA VIVA Maria Strecker-Daelen Stiftung, Dr. Christiane Hackerodt Kunst- und Kulturstiftung, Deutsches Studienzentrum Venedig, IRCAM Paris
Inhalt
conTemp[s]lations für Orgel mit manueller Registertraktur
renk für leicht präparierten Konzertflügel
fuckin‘ A! für Altsaxofon
nun schauervoll einmalig blickt es mich an für Viola und Akkordeon
rosebud für Tänzer, Sensoren und Live-Elektronik