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Bernard Rands

Bernard Rands

Herkunftsland: Vereinigte Staaten von Amerika
Geburtstag: 2. März 1934

Über Bernard Rands

"… in der Canti-Triology… entfaltet Rands einen leuchtenden Faden, der uns führt und uns sicher hält. Eine weitere Freude ist die verlockende Sinnlichkeit der Oberfläche, die Rands über beunruhigende Tiefen spannt. Der Komponist hat ein außergewöhnliches Gehör; die Klangfarben und Ideen sind tief, dunkel und magisch." — The Boston Globe

Mit mehr als einhundert veröffentlichten und vielfach eingespielten Werken gehört Bernard Rands zu den bedeutendsten Komponisten der USA. Sein Orchesterwerk Canti del sole, uraufgeführt durch den Tenor Paul Sperry und dem New York Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta, brachte ihm im Jahre 1984 den Pulitzer Preis für Musik ein. Seine groß angelegte Orchestersuite Le Tambourin wurde im Jahre 1986 mit dem Kennedy Center Friedheim Award ausgezeichnet. Die Aufnahme seines Chorwerks Canti d’Amor mit dem Männerchor Chanticleer gewann im Jahr 2000 einen Grammy Award. Weltberühmte Dirigenten wie Barenboim, Boulez, Berio, Maderna, Marriner, Mehta, Muti, Ozawa, Rilling, Salonen, Sawallisch, Schiff, Schuller, Schwarz, Silverstein, Sinopoli, Slatkin, von Dohnanyi und Zinman haben seine Werke dirigiert. Sieben Jahre lang (1989-1995) war Bernard Rands "Composer in Residence" beim Philadelphia Orchestra, von denen drei Jahre durch das "Meet the Composer in Residency"-Programm und vier Jahre aus Mitteln des Philadelphia Orchestra finanziert wurden. 

Der in England geborene Rands siedelte 1975 in die Vereinigten Staaten über und wurde 1983 US-Staatsbürger. Ehrungen wurden ihm unter anderem von der American Academy und dem Institute of the Arts and Letters, der Broadcast Music Inc., der Guggenheim Foundation, dem National Endowment for the Arts, Meet the Composer sowie der Barlow, Fromm und Koussevitzky Foundation zuteil. Im Jahre 2004 wurde Bernard Rands als Mitglied in die American Academy of Arts and Letters aufgenommen. 

Kompositionsaufträge erhielt Bernard Rands von der Suntory Hall in Tokio, dem New York Philharmonic Orchestra, der Carnegie Hall, den Sinfonieorchestern von Boston, Cincinatti, Philadelphia und Los Angeles, dem BBC Symphony Orchestra, dem National Symphony Orchestra, der internationalen Bach Akademie sowie dem Chicago Symphony Orchestra. Als engagierter und leidenschaftlicher Lehrer war Bernard Rands schon bei vielen internationalen Festivals zu Gast. Zudem war er als Composer in Residence beim Tanglewood Festival sowie beim Aspen Festival tätig, zu dessen fünfzigjährigen Jubiläum er 1999 seine Kammeroper Belladonna schrieb. Bernard Rands hält die Walter Bigelow Rosen Professur für Komposition an der Harward Universität inne, wo er sich als erfolgreicher Lehrer einen Namen gemacht hat. 

Die Originalität und der einprägsame Charakter seiner Musik wurden oftmals als „durchdringender Lyrizismus“ gepaart mit „dramatischer Intensität“ beschrieben. An anderer Stelle heißt es über seine Kompositionen, sie überzeugten durch ihre „Musikalität und Klarheit des Einfalls, verbunden mit einer ausgeklügelten und eleganten technischen Meisterschaft“ - Qualitäten, die er sich während seiner Studien bei Dallapicolla und Berio angeeignet hat.

Zu Rands' wichtigsten Werken gehören die Oper Vincent (2011), die unter der Leitung von Arthur Fagen und der Regie von Vincent Liotta am Indiana University Opera Theatre uraufgeführt wurde und Danza Petrificada (2011), uraufgeführt von Riccardo Muti und dem Chicago Symphony Orchestra. Sein Concerto for Piano and Orchestra (2014) wurde nach seiner Uraufführung mit dem Pianisten Jonathan Biss und dem Boston Symphony Orchestra auch vom Gewandhausorchester Leipzig sowie dem BBC Scottish Symphony Orchestra bei den BBC Proms 2014 gespielt. Die Folk Songs (2014) für Gesang und Kammerensemble erlebten ihre Uraufführung beim Tanglewood Festival of Contemporary Music, und das Concerto for English Horn and Orchestra (2015) wurde vom Solisten Robert Walters und dem Cleveland Orchestra unter der Leitung von Lionel Bringuier uraufgeführt.

In den letzten Jahren hat Bernard Rands vor allem seinen Katalog von Orchester- und Kammermusikwerken erweitert. Das Chicago Symphony Orchestra gab DREAM in Auftrag und brachte es unter der Leitung von Riccardo Muti 2019 zur Uraufführung. Allen Tinkham leitete das Chicago Youth Symphony Orchestra bei der Uraufführung von AURA in der Orchestra Hall in Chicago im Jahr 2022, bevor er das Werk auf Europatournee mitnahm. Das Spektral Quartett spielte 2022 die Uraufführung von String Quartett Music und im selben Jahr hob das Boston Symphony Orchestra unter der Leitung von Alan Gilbert Symphonic Fantasy aus der Taufe. 

Die Musik von Bernard Rands wird exklusiv bei Schott Music veröffentlicht. 

 

Werkliste

Chronologie

1934

Geboren am 2. März in Sheffield, England

1940
Privatstudium Klavier, Orgel, Kontrapunkt und Harmonielehre
1952
Studium der Musik, Philosophie, der englischen und keltischen Literatur an der University of Wales
1958
Kompositionsstudien in Italien; mit Roman Vlad (1958-59) in Rom und Luigi Dallapiccola (1959-60) in Florenz
1960
Professor für Komposition an der University of Wales
1962
Weitere Studien in Italien mit Luciano Berio
1963
Erste Veröffentlichungen bei der Universaledition Wien und London

Uraufführung von "Actions for Six" während der Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik

Studien bei Bruno Maderna und Pierre Boulez im Rahmen der Darmstädter Ferienkurse
1965
Uraufführung von "Espressione IV" während der Darmstädter Ferienkurse
1966
Uraufführung von "Formants I (Les Gestes)" – jetzt "Memo 3" – während des Royan Festival, Frankreich
1966
Harkness International Fellowship in den Vereinigten Staaten. Composer in Residence an der University of Illinois, Urbana
1969
Professor für Komposition an der York University, England
1969–1975
Während dieser Zeit werden mehrere Werke von der BBC in Auftrag gegeben und vom BBC Symphony Orchestra uraufgeführt: "Mésalliance" für Klavier und Orchester, "Wildtrack 1" für Orchester, "Wildtrack 2" für Sopran und Orchester, "Aum" für Harfe und Orchester
1970-71
Creative Arts Fellow, Bresenose College, Oxford University
1972
Uraufführung von "Metalepsis II" für Mezzosopran, 6 Stimmen und 11 Instrumente durch die London Sinfonietta, unter der Leitung von Luciano Berio
1975
Auswanderung in die Vereinigten Staaten
1975-1985
Professor für Komposition an der University of California, San Diego. In vielen Ländern Gastdirigent von Orchestern und Ensembles
1976-1981
Gründer und Musikdirektor von SONOR
1977
Uraufführung von "Madrigali" für Kammerorchester im Auftrag des National Symphony Orchestra, Washington, D.C.
1978
Ko-Direktor des Aspen Music Festival und des School Composition Seminars
1980
Uraufführung von "Canti Lunatici" für Sopran und Orchester mit SONOR
1981
Aufführung von "Canti Lunatici" für Sopran und Orchester mit Dorothy Dorow und dem BBC Symphony Orchestra
1983
Annahme der US-amerikanischen Staatsbürgerschaft

Uraufführung von "Canti del Sole" für Tenor und Orchester mit Paul Sperry und SONOR

Aufführung von "Canti del Sole" für Tenor mit der New York Philharmonic, unter der Leitung von Zubin Mehta
1984
Pulitzer Preis für "Canti del Sole"
1985
"Le Tambourin Suites" für Orchester wird mit dem Friedheim Award des Kennedy Center for Performing Arts, Washington, D.C., ausgezeichnet
1989
Uraufführung von "Ceremonial 2" für Orchester im Auftrag der Suntory Hall, Tokio
1989

Composer in Residence des Philadelphia Orchestra

1989
Walter Bigelow Professur für Musik an der Harward University
1990
Uraufführung von "Bells" für großen Chor und Orchester im Aufrag des Boston Symphony Orchestra, unter der Leitung von Seiji Ozawa

Uraufführung von "...body and shadow..." für Orchester im Auftrag des Boston Symphony Orchestra, unter der Leitung von Seiji Ozawa
1991

Uraufführung von "Ceremonial III" für Orchester im Auftrag der Carnegie Hall für deren 100 jähriges Jubiläum

1992

Uraufführung von "Tre Canzoni Senza Parole" im Auftrag des Philadelphia Orchestra

1993

Uraufführung von "Canti dell’Eclisse" für Bass und Orchester im Auftrag von Thomas Paul und dem Philadelphia Orchestra

Uraufführung von "where the murmurs die…" im Auftrag der New York Philharmonic

1995

Uraufführung von "Symphony" im Auftrag der Los Angeles Philharmonic

Uraufführung von "Canzoni per Orchestra" im Auftrag des Philadelphia Orchestra

Uraufführung von "Trio" im Auftrag des Chicago Symphony Orchestra zu Ehren Boulez’ 70. Geburtstags

Uraufführung von "Interludium" für Chor und Orchester im Auftrag der Internationalen Bach Akademie Stuttgart

1997
Uraufführung des "Cello Cocerto No. 1" im Auftrag des Boston Symphony Orchestra
1999
Uraufführung der Kammeroper "Belladonna" im Auftrag des Aspen Music Festival
2000
Uraufführung von "Canti d’Amor" für Kammerchor. Gewinnt einen Grammy Award
2004
Uraufführung von "apókryphos" für Sopran, großen Chor und Orchester im Auftrag des Chicago Symphony Orchestra, unter der Leitung von Daniel Barenboim

Auserwählt für die American Academy of Arts and Letters
2006
Uraufführung von "Walcott Songs" für Mezzosopran und Cello am Tanglewood Music Festival

Uraufführung von "now again" – Fragmente von "Sappho" im Auftrag des Network for New Music, Philadelphia
2007
"12 Preludes" für Piano beauftragt vom Ruhr International Piano Festival und uraufgeführt von Robert Levin beim Essen Festival
2008
Uraufführung von "chains like the sea" – Two Movements for Orchestra im Auftrag der New York Philharmonic
2010
Uraufführung von "Three Pieces" in Mainz mit dem Pianisten Jonathan Biss. Anschließend Tournee durch die Vereinigten Staaten und Europa
2011
Uraufführung von "Vincent" (Oper in zwei Akten) im Auftrag der Indiana University's Jacobs School of Music

Uraufführung von "Danza Petrificada"
2013

Bridge Records veröffentlicht "Bernard Rands: Piano Music 1960-2010" mit Aufnahmen von "The Espressioni", "Espressione IV", "Memo V" und "Impromptu", gespielt von Robert Levin und Ursula Oppens

2014

Uraufführung von "Concerto for Piano and Orchestra" zur Feier des 80. Geburtstags des Komponisten

Uraufführung von "Folk Songs" für Gesang und Kammerorchester im Auftrag des Tanglewood Festival

Portaitkonzerte am Miller Theater (USA), an der Sheffield University (UK), beim June in Buffalo (USA), am Royal Northern College of Music (UK), beim Thailand International Composition Festival und beim London Fesitval of American Music zu Ehren des 80. Geburtstags des Komponisten

Auszeichnung mit dem Order of Lincoln 2014

2015

Uraufführung von "Concerto for English Horn and Orchestra" 

OPERA America spielt "Vincent" an der Trinity Wall Street

2018

Uraufführung von "Music of Shoko: Aubade" durch Robert Walters und Musiker:innen des Cleveland Orchestra unter Leitung von 

2019

Uraufführung von "DREAM" durch das Chicago Symphony Orchestra unter Riccardo Muti

NMC veröffentlicht die CD "Chains Like the Sea" mit Rands Orchestermusik 

Nimbus Records veröffentlicht eine CD mit Aufnahmen von "Concerto for Piano and Orchestra" mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra, "Music for Shoko: Aubade" mit den English Horn Player und "Canti del Sole" mit dem BBC National Orchestra of Wales.

2020

Naxos veröffentlicht die CD "Rands at Oberlin" mit der Uraufführungsaufnahme von "Concerto for English Horn" 

2022

Uraufführung von "AURA" durch das Chicago Youth Symphony Orchestra unter Allen Tinkham mit anschließnder Europa-Tournee

Uraufführung von "String Quartet Music" durch das Spektral Quartet

Uraufführung von "Symphonic Fantasy" durch das Boston SWymphony Orchestra unter Alan Gilbert

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