Moralities – Moralitäten
Drei szenische Spiele von Wystan Hugh Auden nach Fabeln des Aesop
Deutsche Fassung von Maria Bosse-Sporleder
These are three didactic pieces, composed at the beginning of 1967 for the Cincinnati Music Festival, intended as school operas for music schools, opera studios and colleges to be performed as stage works or in concert form. Stage productions are left entirely to the performers to decide on how the work is realised with incouragement to find a suitably fun style.
Ausgabe: Aufführungsmaterial
Reihe:
Moralitäten
Produktdetails
Beschreibung
„I. Frösche wünschen sich einen König. Sie mißverstehen die Warnung Jupiters vor diesem dummen Wunsch, darauf schickt er ihnen einen Kranich, der sie frißt.
II. Früher konnten die Krähen wunderschön singen. Doch als sie versuchen, das modische Gewiehere von Pferden nachzuahmen, verlieren sie diese Fähigkeit.
III. Eine Schiffsgesellschaft gerät in einen Seesturm und fleht zu den Göttern um Hilfe. Nach dem schadlos überstandenen Seegang lachen sie in der wiedergewonnenen Lebensfreude alle Autoritäten aus und feiern ein ausgelassenes Fest.” (Einführungstext im Programmheft des Jugendmusikfestes Deutschlandsberg 1991)
Der Titel dieser Komposition stellt das Werk in eine bis ins Mittelalter zurückreichende Traditionslinie: „Moralitäten“ waren im 15. und 16. Jahrhundert allegorische Spiele lehrhaften und moralischen Inhalts, mit denen dem Bürgertum die Kardinaltugenden und -laster vorgeführt wurden. Henze und sein Librettist Auden bedienten sich Aesop’scher Fabeln, die sie auf heutige gesellschaftliche Situationen hin pointierten.
„Dies sind drei Lehrstücke oder Schulopern, komponiert Anfang 1967 für das Musikfest in Cincinnati, wo sie im Mai 1968 uraufgeführt wurden. Ich stelle mir vor, dass sie in Musikschulen, Opernstudios und Colleges aufgeführt werden können, konzertant oder szenisch. [...] Das erste Lehrstück handelt von der Schwierigkeit, die Vorzüge anarchistischer Lebensweise zu erkennen, das zweite vom Modernismus und das dritte vom schnellen Vergessen einer Gesellschaft, die glaubt, noch einmal davongekommen zu sein. Jedes der drei Operchen ist in Nummern aufgeteilt, es sind Kurzformen, kleine Arien, Rezitative, Chorensembles.” (Hans Werner Henze im Booklet der DGG-Einspielung)
II. Früher konnten die Krähen wunderschön singen. Doch als sie versuchen, das modische Gewiehere von Pferden nachzuahmen, verlieren sie diese Fähigkeit.
III. Eine Schiffsgesellschaft gerät in einen Seesturm und fleht zu den Göttern um Hilfe. Nach dem schadlos überstandenen Seegang lachen sie in der wiedergewonnenen Lebensfreude alle Autoritäten aus und feiern ein ausgelassenes Fest.” (Einführungstext im Programmheft des Jugendmusikfestes Deutschlandsberg 1991)
Der Titel dieser Komposition stellt das Werk in eine bis ins Mittelalter zurückreichende Traditionslinie: „Moralitäten“ waren im 15. und 16. Jahrhundert allegorische Spiele lehrhaften und moralischen Inhalts, mit denen dem Bürgertum die Kardinaltugenden und -laster vorgeführt wurden. Henze und sein Librettist Auden bedienten sich Aesop’scher Fabeln, die sie auf heutige gesellschaftliche Situationen hin pointierten.
„Dies sind drei Lehrstücke oder Schulopern, komponiert Anfang 1967 für das Musikfest in Cincinnati, wo sie im Mai 1968 uraufgeführt wurden. Ich stelle mir vor, dass sie in Musikschulen, Opernstudios und Colleges aufgeführt werden können, konzertant oder szenisch. [...] Das erste Lehrstück handelt von der Schwierigkeit, die Vorzüge anarchistischer Lebensweise zu erkennen, das zweite vom Modernismus und das dritte vom schnellen Vergessen einer Gesellschaft, die glaubt, noch einmal davongekommen zu sein. Jedes der drei Operchen ist in Nummern aufgeteilt, es sind Kurzformen, kleine Arien, Rezitative, Chorensembles.” (Hans Werner Henze im Booklet der DGG-Einspielung)
Orchesterbesetzung
1 (auch Picc.) · 1 · 1 · 1 - 1 · 1 · 1 · 0 - P. S. (Glsp. · Bassxyl. · Xyl. ad lib. · hg. Beck. · 3 Tomt. · Tamb. · Mil. Tr. · gr. Tr. · 3 Woodbl.) (5 Spieler) - Klav. - Str.
Fassung für Schulaufführungen: P. S. (Glsp. · Bassxyl. · Xyl. · hg. Beck. · 3 Tomt. · Schellentr. · Mil. Tr. · gr. Tr. · 3 Holztr.) (5 Spieler) - 2 Klav. (od. 2 Klav. u. Cemb.)
Fassung für Schulaufführungen: P. S. (Glsp. · Bassxyl. · Xyl. · hg. Beck. · 3 Tomt. · Schellentr. · Mil. Tr. · gr. Tr. · 3 Holztr.) (5 Spieler) - 2 Klav. (od. 2 Klav. u. Cemb.)
Inhalt
I "In Urzeiten lebten friedlich die Frösche am Teich"
II "Ehe Zeit war, zu Anfang des Beginns"
III "Ein Schiff stach in See"
II "Ehe Zeit war, zu Anfang des Beginns"
III "Ein Schiff stach in See"
Personenbesetzung
4-stimmiger gem. Chor (S und A können durch Knabenstimmen ersetzt werden; z. T. werden Chorsoli als Solistenquartett eingesetzt) - Jupiter, Kapitän · Bass - Herrin Hold · Alt - Sprecher (z. T. sehr rhythmisches Sprechen, auskomponiert)
Weitere Informationen
Titel:
Moralities – Moralitäten
Drei szenische Spiele von Wystan Hugh Auden nach Fabeln des Aesop
Deutsche Fassung von Maria Bosse-Sporleder
Sprache:
Deutsch, Englisch
Ausgabe:
Aufführungsmaterial
Verlag/Label:
Schott Music
Kompositionsjahr:
1967
Spieldauer:
25 ′0 ′′
Uraufführung:
18. Mai 1968 · Cincinnati, OH (USA)
May Festival 1968
Solisten des College Conservatory of Music · Musikalische Leitung: Max Rudolf · Cincinnati Symphony Orchestra · Chor des College Conservatory of Music, Combined High School Chorus and Children's Choir
(szenisch)
1. April 1970 · Saarbrücken (D)
Kongresshalle
Wilhelm Pitsch, Sprecher; Charlotte Lehmann-Huber, Sopran; Ingrid Stolz, Alt; Georgios Chatsilias, Tenor; Siegmund Nimsgern, Bass; Hans Schmitt, Klavier; Kurt Schmitt, Klavier; Franz Zöller, Cembalo · Musikalische Leitung: Herbert Simolzi · Chor der staatlichen Hochschule für Musik, Saarbrücken
Uraufführung (Revision) (Uraufführung der kleinen Fassung)
May Festival 1968
Solisten des College Conservatory of Music · Musikalische Leitung: Max Rudolf · Cincinnati Symphony Orchestra · Chor des College Conservatory of Music, Combined High School Chorus and Children's Choir
(szenisch)
1. April 1970 · Saarbrücken (D)
Kongresshalle
Wilhelm Pitsch, Sprecher; Charlotte Lehmann-Huber, Sopran; Ingrid Stolz, Alt; Georgios Chatsilias, Tenor; Siegmund Nimsgern, Bass; Hans Schmitt, Klavier; Kurt Schmitt, Klavier; Franz Zöller, Cembalo · Musikalische Leitung: Herbert Simolzi · Chor der staatlichen Hochschule für Musik, Saarbrücken
Uraufführung (Revision) (Uraufführung der kleinen Fassung)
Reihe:
Technische Details
Medienart:
Leih-/Aufführungsmaterial
Bestellnummer:
LS 2116-01
Hersteller:
Medieninhalte
Audio:
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Musikalische Leitung: Max Rudolf
Orchester: Cincinnati Symphony Orchestra
18. Mai 1968 |
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