Ausgabe: Aufführungsmaterial
Produktdetails
Beschreibung
Ko wo kiku wurde von der Kyoto Community Bank in Auftrag gegeben, um vom Kyoto Symphony Orchestra zur Tausendjahrfeier der ehemaligen Hauptstadt Japans aufgeführt zu werden. Man hoffte, dass die Komposition etwas mit Kyoto zu tun haben würde und um diesen Prozess zu unterstützen, wurde ich von der Bank eingeladen, 1984 eine Woche in der Stadt zu verbringen. Die Woche war gefüllt mit Besichtigungen von Schreinen, Palästen, Gärten und exzellenten Restaurants. Es war mein erster Besuch in Japan und ich fand es unglaublich exotisch. Toru Takemitsu wurde auch gebeten, eine Komposition für das Jubiläum zu schreiben und half mir, diese für mich fremde Kultur zu interpretieren. (Toru hat mich auch für diesen Auftrag empfohlen).
Eine der geplanten Aktivitäten war die Teilnahme an der alten Zeremonie „Ko wu kiku“. Ähnlich wie ihr Pendant, die bekannte Tee-Zeremonie, ist sie komplex und einfach zugleich. Kleine Flaschen mit glühendem Weihrauch (Ko) werden umher gereicht. Jede Flasche trägt einen anderen Namen und Geruch. Wie der Name der Zeremonie nahelegt, kann der Vorgang des Verbrennens auch gehört werden, indem man die Flasche an das linke Ohr hält, bevor man sie weitergibt. Die Zeremonie spricht alle Sinne an; die verschiedenen Arten von Weihrauch tragen sprechende Namen wie „Der Fluss im Nebel“ oder „Fallende Kirschblüten“…
Ich schrieb ein impressionistisches Werk, bei dessen Aufführungen die Verbrennungszeremonie einbezogen wird. Beginnend beim Dirigenten werden Fläschchen mit Weihrauch von Musiker zu Musiker durch das Orchester gereicht und jeder Spieler improvisiert entsprechend der Inspiration, die bei ihm durch den Geruch ausgelöst wird. Die vier gegensätzlichen Teile des Werkes tragen die Titel Sagano, Nonomiya, Shigure und Higashiyama.
1985 kehrte ich nach Kyoto zurück, um die Premiere von Ko wo kiku zu hören. Dirigiert wurde sie von Seiji Ozawa. Ich spreche immer ganz offen über die Einstellung verschiedener Dirigenten zu meiner Musik und möchte sagen, dass es mir eine Freude war, mit Seiji Ozawa zu arbeiten. Vor der ersten Probe sagte er: „Lassen Sie uns bei dieser Probe Problemzonen finden. Machen sie sich Notizen und danach treffen wir uns, um sie zu besprechen.“ Nach dieser Probe gingen wir in seine Garderobe und er hörte sich all meine Kommentare an. Er stellte mir Fragen zu Tempi und Dynamik und war respektvoll ehrlich bei komplexen Abschnitten, die er schwer verständlich fand. Natürlich stammte sein Respekt für zeitgenössische Komponisten von der langen Freundschaft mit Toru Takemitsu. Seiji Ozawa war außerdem der erste Dirigent, der mich zum Essen einlud, in Kyoto und in Boston, wo er das Werk mit der Boston Symphony aufführte. R. Murray Schafer
Eine der geplanten Aktivitäten war die Teilnahme an der alten Zeremonie „Ko wu kiku“. Ähnlich wie ihr Pendant, die bekannte Tee-Zeremonie, ist sie komplex und einfach zugleich. Kleine Flaschen mit glühendem Weihrauch (Ko) werden umher gereicht. Jede Flasche trägt einen anderen Namen und Geruch. Wie der Name der Zeremonie nahelegt, kann der Vorgang des Verbrennens auch gehört werden, indem man die Flasche an das linke Ohr hält, bevor man sie weitergibt. Die Zeremonie spricht alle Sinne an; die verschiedenen Arten von Weihrauch tragen sprechende Namen wie „Der Fluss im Nebel“ oder „Fallende Kirschblüten“…
Ich schrieb ein impressionistisches Werk, bei dessen Aufführungen die Verbrennungszeremonie einbezogen wird. Beginnend beim Dirigenten werden Fläschchen mit Weihrauch von Musiker zu Musiker durch das Orchester gereicht und jeder Spieler improvisiert entsprechend der Inspiration, die bei ihm durch den Geruch ausgelöst wird. Die vier gegensätzlichen Teile des Werkes tragen die Titel Sagano, Nonomiya, Shigure und Higashiyama.
1985 kehrte ich nach Kyoto zurück, um die Premiere von Ko wo kiku zu hören. Dirigiert wurde sie von Seiji Ozawa. Ich spreche immer ganz offen über die Einstellung verschiedener Dirigenten zu meiner Musik und möchte sagen, dass es mir eine Freude war, mit Seiji Ozawa zu arbeiten. Vor der ersten Probe sagte er: „Lassen Sie uns bei dieser Probe Problemzonen finden. Machen sie sich Notizen und danach treffen wir uns, um sie zu besprechen.“ Nach dieser Probe gingen wir in seine Garderobe und er hörte sich all meine Kommentare an. Er stellte mir Fragen zu Tempi und Dynamik und war respektvoll ehrlich bei komplexen Abschnitten, die er schwer verständlich fand. Natürlich stammte sein Respekt für zeitgenössische Komponisten von der langen Freundschaft mit Toru Takemitsu. Seiji Ozawa war außerdem der erste Dirigent, der mich zum Essen einlud, in Kyoto und in Boston, wo er das Werk mit der Boston Symphony aufführte. R. Murray Schafer
Orchesterbesetzung
pic.2.2.ca.2.bcl.2.cbsn-4.3.3.1-6perc(glsp, crot, mar, assortment of temple bells, pitched temple bells [Japanese keisu], 2 sus cyms, gongs, tam-t, b.d, da-daiko drum, tubular chimes, bamboo flutes or nose flutes, mouth organs, balls [4 ping-pong, 3 small hard rubber balls on bats, 2 tennis balls, 2 large India-rubber balls, 6 basket balls or footballs, marbles in tam tam or large gong, large number of golf balls in a wooden box])-hp.pno(cel)-str
Inhalt
I Sagano
II Nonomiya
III Shigure
IV Higashiyama
II Nonomiya
III Shigure
IV Higashiyama
Weitere Informationen
Titel:
Ko wo kiku
(Listen to the Incense)
for orchestra
Ausgabe:
Aufführungsmaterial
Verlag/Label:
Arcana Editions
Kompositionsjahr:
1985
Spieldauer:
30 ′
Uraufführung:
1985 · Kyoto (J)
Musikalische Leitung: Seiji Ozawa
Musikalische Leitung: Seiji Ozawa
Auftragswerk:
commissioned by the Kyoto Community Bank for Performance by the Kyoto Symphony Orchestra
Schlagworte:
Technische Details
Medienart:
Leih-/Aufführungsmaterial
Bestellnummer:
LARC 15
Lieferrechte:
Lieferrechte für alle Länder außer USA und Kanada
Aufführungen
Rezensionen
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