Produktdetails
Beschreibung
Es ist ein lange gehegter Traum von mir, eines Tages ein Hornkonzert zu schreiben. Seit frühester Jugend liebe ich das Horn. In Stefan Dohr habe ich den idealen Hornisten für die Verwirklichung dieses Ansinnens gefunden. In vielen Gesprächen und Sessions mit ihm durfte ich noch tiefer als bisher in die Eigenheiten und Besonderheiten der Klanglichkeit des Horns hineintauchen.
Das Ergebnis ist ein 7-sätziges, fast 40-minütiges Hornkonzert. Die Zahl Sieben ist mir spätestens seit meiner Babylon-Oper zu einer zentralen Zahl geworden. Nach dem einleitenden Traumbild ist der zweite Satz Andantino grazioso von meiner Verehrung für die Musik von Carl Maria von Weber geprägt - ein Thema aus seinem Horn-Concertino wird von mir liebevoll umkreist und variiert. In seiner überdrehten Virtuosität, sowohl für das Horn, als auch das Orchester, besitzt der dritte Satz Scherzo à la surprise in sich schon einen (trügerischen) Final-Charakter. Das emotionale Herzstück stellt allerdings das Adagietto dar, ein Satz nur für das Solo-Horn mit Streichern, Harfe und Celesta. Im fünften Satz Zwischenwelt nimmt das Orchester in dichten Klangballungen das Heft des Handelns in die Hand, bis der Satz in verfremdeten Oberton-Strukturen und Fanfaren-Gesten in Geräusch- und Luftklängen versinkt. Nach dem verhangen-rätselhaften sechsten Satz Vorahnung folgt eines der wenigen echten Finales, die ich geschrieben habe. Hier wird der Versuch unternommen, Elemente aus allen vorangegangen Sätzen zusammenzuführen und zu bündeln und organisch in eine Verdichtung des gleichzeitig Dunkel-Abgründigen und Übermütig-Leichten zu führen.
Jörg Widmann, im Mai 2024
Orchesterbesetzung
Inhalt
I Traumbild - II Andantino grazioso - III Scherzo à la surprise - IV Adagietto - V Zwischenwelt - VI Vorahnung - VII Finale
Weitere Informationen
Philharmonie
Stefan Dohr, Horn · Musikalische Leitung: Simon Rattle · Berliner Philharmoniker