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Beschreibung
Am 1. Juli 2026 wäre Hans Werner Henze 100 Jahre alt geworden. Da liegt es nahe, sich des gewaltigen Œuvres zu vergewissern, das der Komponist hinterlassen hat, und das im Repertoire des Musiktheater- und Konzertlebens inzwischen fest verankert ist. Bis zu den Lockdowns im Jahr 2020 gab es ca. 150 bis 200 Aufführungen seiner Werke jährlich, darunter zwischen drei und sieben neue Opernproduktionen. Heute, zwölf Jahre nach seinem Tode, finden wir immer noch verschollene Stücke von ihm und nehmen seinen Wünschen gemäß Revisionen bestimmter Werke vor wie zuletzt die Bühnenfassung seiner TV-Oper La piccola Cubana. Henzes Schaffen umfasst alle Gattungen, und zeugt schon früh von einem ausgeprägten und unabhängigen Personalstil; dabei ist seine Musik stets hochpolitisch und ergreift Partei für die Unterdrückten und Ausgegrenzten, für den Frieden und für Toleranz. Mit seinen Musikinitiativen in der Toskana, der Steiermark und in München hat er nicht nur kulturpädagogische und -politische Marksteine gesetzt, sondern auch die künstlerischen Werdegänge zahlreicher junger Kolleginnen und Kollegen angestoßen und befördert. Michael Kerstan (Vorstand der Hans Werner Henze-Stiftung)