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Leih-/Aufführungsmaterial

Die Verurteilung des Lukullus

Oper in zwölf Szenen
Text von Bertolt Brecht
Heute eine Rarität: Die Oper über den siegreichen, aber todbringenden römischen Feldherrn gilt als Höhepunkt der Zusammenarbeit zwischen Paul Dessau und Bertolt Brecht und löste eine Kontroverse über die Rolle der Kunst im Sozialismus aus.
Bestellnummer: LAVV 1418-01
Ausgabe: Aufführungsmaterial

Produktdetails

Beschreibung

Die Oper von 1949 basiert auf dem Hörspiel Das Verhör des Lukullus von Bertolt Brecht, das der Dichter bereits im Jahr 1939 verfasste. Dessau und Brecht waren beide während der Nazi-Herrschaft im Exil gewesen und entschieden bei ihrer Rückkehr unabhängig voneinander, sich in der Sowjetischen Besatzungszone niederzulassen. Im Jahr der Gründung der DDR arbeiteten sie am Libretto des „Lukullus“, in dem sie ihre Kritik am Zweiten Weltkrieg und an jeglicher militärischer Expansion zum Ausdruck brachten. Wegen Dessaus moderner Tonsprache und weil den sozialistischen Machthabern die Kritik am ausbeuterischen Herrschermodell noch zu schwach erschien, gab es bereits während der Proben Auseinandersetzungen mit dem Produktionsteam. Die geschlossene Uraufführung am 17. März 1951 im Admiralspalast-Provisorium der Deutschen Staatsoper Berlin löste eine heftige Debatte aus. Erst nach Änderungen durch die beiden Autoren – unter anderem die Umbenennung der Oper von Das Verhör des Lukullus zu Die Verurteilung des Lukullus – wurden weitere Aufführungen zugelassen, sodass das Werk anschließend im Repertoire der Staatsoper gespielt wurde.

Zum Inhalt: Der römische Heerführer Lukullus wird – nach dem pompösen Staatsakt seiner Beerdigung – in der Schattenwelt zur Rechenschaft gezogen. Unter den Schöffen des Totengerichts befinden sich auch seine Opfer. So werden seine triumphalen Erfolge anders bewertet, als er es gewohnt ist. Nicht seine Siege, sondern die Verluste bei seinen Feinden und in den eigenen Reihen werden ihm angerechnet. Obwohl Lukullus auch Fürsprecher hat, ist das Urteil am Ende eindeutig: „Ins Nichts mit ihm!“

Bemerkenswert an der Partitur ist die Wahl der Instrumente. Dessau verzichtete auf Geigen und Bratschen und wählte dafür ein neunköpfiges Schlagwerk. Durch die Abwechslung von Bläser- und Percussionsklängen und den Einsatz der tiefen Streicher ergibt sich ein kontrastreiches und effektvolles Klangbild. "Dass ich den Lukullus mit Pauken und Trompeten einführe, hat nichts mit dem klassischen Klischee der Heldeneinführung gemein. Bei mir ist es parodistisch gemeint. Ich führe ihn mit Pauken und Trompeten ein, um zu sagen, jetzt kommt ein großer Prahlhans." (Paul Dessau)

Orchesterbesetzung

3 (alle auch Picc., 3. auch Altfl.) · 0 · 0 · 0 - 0 · 3 · 3 (3. auch Tenorhr.) · 1 - P. S. (Glsp. · 2 Xyl. · 3 Marimba · 3 Gongs · Tamt. · 3 Tomt. · Rührtr. · Mil. Tr. · gr. Tr. · gr. Tr. m. Beck. · Tempelbl. · Stahlplatten · Amboss · Stein auf Stahlplatte [mit Hammer zu bedienen]) (9 Spieler) - Hfe. · Akk. · 2 Klav. [Hämmer mit Reißnägeln präp.] · Konzertflügel · Traut. [ad lib.] - Str. (0 · 0 · 0 · 4 · 2)

Person Cast

Lukullus, römischer Feldherr · Tenor - Der König · Bass - Die Königin · Sopran - Zwei Kinder - Zwei Legionäre · Bässe - Lasus, der Koch des Lukullus · Tenor - Der Kirschbaumträger · Tenor - Das Fischweib · Alt - Die Kurtisane · Mezzosopran - Der Lehrer · Tenor - Der Bäcker · Tenor - Der Bauer · Bass - Tertullia, eine alte Frau · Mezzosopran - Drei Frauenstimmen (im Orch.) / Stimme der drei Aufruferinnen (a.d. Bühne) · Soprane - Der Totenrichter · hoher Bass - Eine kommentierende Frauenstimme (im Orch.) · Sopran - Sprecher des Totengerichtes, drei Ausrufer, zwei junge Mädchen, zwei Kaufleute, zwei Frauen, zwei Plebejer, ein Kutscher · Sprechrollen - Chor der Menge - Soldaten - Sklaven - Schatten - Kinder

Weitere Informationen

Titel:
Die Verurteilung des Lukullus
Oper in zwölf Szenen
Text von Bertolt Brecht
Sprache:
Deutsch
Ausgabe:
Aufführungsmaterial
Verlag/Label:
Ars Viva Verlag
Kompositionsjahr:
1949
Spieldauer:
90 ′

Technische Details

Bestellnummer:
LAVV 1418-01
Lieferrechte:
Keine Lieferrechte für das Gebiet der ehemaligen DDR und die Staaten des ehemaligen Ostblocks

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Audio:

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