Die schwarze Maske
Produktdetails
Beschreibung
Silvanus Schuller, Bürgermeister von Bolkenhain, hat zum Karneval eine seltsame Gesellschaft eingeladen: scheinbar unberührt von Tod und Pest, die draußen herrschen – das Elend 14 Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieg scheint die Mauern des Hauses nicht zu durchdringen – treffen sich 13 Menschen zum Festgelage, deren Schicksale sich im Verlauf des Geschehens unlösbar miteinander verwoben erweisen, und die von den sich albtraumhaft überschlagenden Ereignissen überrollt werden. Alle werden hineingezogen in diesen Totentanz, alle werden sterben – bis auf Löwel Perl, der als einziger unbeschadet den Ort des Grauens verlassen wird.
Das Städtchen Bolkenhain liegt unweit des Ober-Salzbrunn, dem Geburtsort von Gerhart Hauptmann. In Bolkenhain, genauer im Speisesaal des am Markt gelegenen Eckhauses des wohlhabenden Bürgermeisters Silvanus Schuller an einem Mittag des Februar 1662, spielt das Drama Die schwarze Maske, das 1928 zusammen mit dem Einakter Hexenritt als Spuk veröffentlicht wurde, ein Jahr später am Burgtheater Wien uraufgeführt wurde und Harry Kupfer und Krzysztof Penderecki als Vorlage für das Libretto zu Pendereckis dritter Oper diente.
„Wie ein Brennspiegel bannt das Haus des Bürgermeisters zeitlich fern liegende Ereignisse zusammen und polarisiert sie über die versammelten Charaktere. Es sind Vertreter von Weltanschauungen, von privat aufgebauten Lebensweisheiten. Sie repräsentieren Typen; im Stück aber werden nicht ihre Differenzen ausgetragen oder Parteibildungen ins Auge gefasst, allenfalls wird anfänglich der Anschein erzeugt, dass es in diese konventionell-dramatische Richtung gehen könnte. Vielmehr werden sie allesamt dem Fatum von Angst und Vernichtung unterworfen. Am Schluss steht die Gleichheit innerhalb der zerstörten Welt.“
Orchesterbesetzung
Bühnenmusik: 2 Picc. · SAT Blfl. · 2 Es-Klar. - 0 · 3 · 3 · 0 - S. (Schellen · Tamb. · Timb. · kl. Tr. · 2 Mil. Tr. · Rührtr. · 2 Ratschen · Kast.) (4 Spieler) - Cemb. - Vc.
Personenbesetzung
Weitere Informationen
Salzburger Festspiele 1986
Musikalische Leitung: Woldemar Nelsson · Choreinstudierung: Walter Hagen-Groll
Inszenierung: Harry Kupfer · Kostüme: Reinhard Heinrich · Bühnenbild: Hans Schavernoch
(szenisch)