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Die Gespenstersonate

(Ghost Sonata)
Text von August Strindberg
Ausgabe: Aufführungsmaterial
Produktart
Leih-/Aufführungsmaterial

Produktdetails

Beschreibung

Der Student Arkenholz besitzt die Gabe, Verstorbene wahrnehmen zu können, so auch ein Milchmädchen und den Konsul, die er vor dem Haus des Oberst sieht. Der Alte, Direktor Hummel, der beim Tode von Arkenholz’ Vater eine zwielichtige Rolle spielte, bietet ihm eine Stelle an; er wolle ihn auch mit der Tochter des Oberst bekannt machen. Arkenholz nimmt an, obwohl die Bewohner des Hauses des Oberst und Johansson, Diener bei Hummel, ihn mit dunklen Andeutungen irritieren. Im Haus des Oberst. Alle treffen sich beim „Gespenstersouper“: der Oberst, der in Wahrheit ein Hochstapler ist; seine Frau, die als „Mumie“ seit zwanzig Jahren in einem Wandschrank lebt; das Fräulein, beider Tochter, die jedoch von Hummel gezeugt wurde, dessen damalige Braut ihrerseits vom Oberst verführt wurde und nun als altes Fräulein Holsteinkrona in dessen Haus lebt. Bevor Hummel dazu kommt, die Verbrechen der anderen zu entlarven, klagt ihn die Mumie an: er hat das Milchmädchen, das Arkenholz zu Beginn auf der Strasse sah, ermordet, weil es von seinen Taten wusste und auch den Tod des Konsuls verschuldet. Hummel wird in den Wandschrank der Mumie geführt und erhängt sich dort. Im Hyazinthenzimmer. Arkenholz ist mit dem Fräulein allein. Seine Versuche, sie aus dem Haus zu befreien, das sie zugrunde richtet, scheitern. Das Fräulein stirbt, weil sie die Wahrheit nicht ertragen kann, mit der Arkenholz sie konfrontiert. Er bleibt allein zurück, unfähig, dem Kreislauf von Schuld und Sühne zu entgehen.

"Nicht mehr die Härten und Brutalismen des Lear bestimmen den Charakter der Musik. Wo es in Lear noch massierte Flächen gegeben hat, finden sich in der Gespenstersonate feine psychologische Linien: dramatische Musik mit immensen rhythmischen Schwierigkeiten, mit raffinierter Viertelton-Intervallik jenseits von Dur und Moll. […] Sehr prägnant und überwiegend deklamatorisch sind die Vokalpartien gehalten, eindringliche und wichtige Textpassagen werden gesprochen. Sekund-Intervalle herrschen in den Gesangslinien vor. Nur selten lässt Reimann ariose Wendungen zu. Diese Tonsprache ist dicht und prägnant, erfüllt von Stimmungen und Atmosphäre. Sie entspricht kongenial den Bewusstseinsschichten der Strindbergschen Vorlage und umgibt diese sogar mit einer zusätzlichen Aura des Geheimnisvollen und Unheimlichen." (W. Bronnenmeyer, Nürnberger Zeitung 27. September 1984)

Orchesterbesetzung

1 (auch Picc. u. Altfl.) · 1 (auch Engl. Hr.) · Bassetthr. (auch Bassklar.) · 1 (auch Kfg.) - 1 · 1 · 0 · 0 - Hfe. · Klav. (Harm.) - Str. (1 · 0 · 1 · 1 · 1)

Personenbesetzung

Der Alte, Direktor Hummel · Bass-Bariton - Der Student Arkenholz · hoher Tenor - Der Oberst · Charakter-Tenor - Die Mumie, Frau des Oberst · Alt - Das Fräulein, ihre Tochter · Sopran - Johansson, Diener bei Hummel · Tenor - Bengtsson, Bedienter beim Oberst · Bariton - Die dunkle Dame, Tochter des Toten · Mezzosopran - Die Köchin beim Oberst · Alt - Stumme Rollen: Das Milchmädchen - Die Portiersfrau - Der Tote, Konsul - Baron Skanskorg, der Vornehme - Fräulein Holsteinkrona, Hummels Verlobte

Weitere Informationen

Titel:
Die Gespenstersonate
(Ghost Sonata)
Text von August Strindberg
aus dem Schwedischen übertragen und für Musik eingerichtet vom Komponisten und von Uwe Schendel
Sprache:
Deutsch
Ausgabe:
Aufführungsmaterial
Verlag/Label:
Schott Music
Kompositionsjahr:
1982 - 1983
Spieldauer:
90 ′0 ′′
Uraufführung:
25. September 1984 · Berlin (D)
Hebbel-Theater
Berliner Festwochen 1984
Musikalische Leitung: Friedemann Layer · Ensemble Modern; Junge Deutsche Philharmonie
Inszenierung: Heinz Lukas-Kindermann · Kostüme: Dietrich Schoras · Bühnenbild: Dietrich Schoras
(szenisch) (szenische Aufführung)
Auftragswerk:
Auftragswerk der Berliner Festspiele GmbH / Commissioned by Berliner Festspiele GmbH
Reihe:
Schlagworte:

Technische Details

Medienart:
Leih-/Aufführungsmaterial
Bestellnummer:
LS 3344-01
Hersteller:
Schott Music GmbH & Co. KG
55116 Mainz
Deutschland

Medieninhalte

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Aufführungen

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    14. März 1992 | Wien (Österreich) , Theater im Künstlerhaus — Premiere
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    25. Juli 1990 | San Francisco, CA (Vereinigte Staaten von Amerika) , Theatre Artaud — nationale Erstaufführung
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    Orchester: London Sinfonietta
    28. Februar 1989 | London (Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland) , Queen Elizabeth Hall — nationale Erstaufführung
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    10. Februar 1989 | München (Deutschland) , Prinzregententheater — Premiere
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    12. Januar 1989 | Münster (Deutschland) , Städtische Bühnen — Premiere
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    6. Februar 1987 | Zürich (Schweiz) , Studiobühne Opernhaus — nationale Erstaufführung
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    15. März 1986 | Hannover (Deutschland) , Niedersächsisches Staatstheater — Premiere
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    16. April 1985 | Wien (Österreich) , Konzerthaus — nationale Erstaufführung
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    Musikalische Leitung: Manfred Schandert
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    30. September 1984 | Stuttgart (Deutschland) , Württembergische Staatsoper, Kammertheater — Premiere
  • Die Gespenstersonate
    Berliner Festwochen 1984
    Musikalische Leitung: Friedemann Layer
    Orchester: Ensemble Modern; Junge Deutsche Philharmonie
    25. September 1984 | Berlin (Deutschland) , Hebbel-Theater — Uraufführung (szenische Aufführung)
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