Produktdetails
Beschreibung
INHALT
Der Dämon macht tanzend seinen besitzergreifenden Charakter deutlich. Die beiden Schwestern zeigen ihre Jugend, Unbekümmertheit und Frische. Sie erschrecken vor dem Dämon; sein Gift macht sie unterwürfig und hilflos. Verzweifelt versuchen sie sich gegen seine Verführungskünste zu wehren; doch er erweist sich als mächtiger, ergreift schließlich eine der beiden und führt sie gefesselt weg; die andere bleibt trauernd zurück.
Der Dämon sitzt auf einem Thron, im Hintergrund die gefesselte Schwester. Die ungefesselte Schwester versucht den Dämon zu betören, um selbst Macht über ihn zu behalten. Doch ihre Werbungen laufen ins Leere, und am Ende wird auch sie von der Brutalität des Dämons bezwungen. Der verliert allerdings auch schnell das Interesse an seinen Eroberungen, lässt die Schwestern vernichtet zurück und präsentiert sich am Ende als der unumstrittene Sieger.
KOMMENTAR
Mit seiner Kammerorchesterbesetzung aus Flöte, Klarinette, Horn, Trompete, Klavier und Streichquintett ähnelt die Tanz-Pantomime Der Dämon der bekannten Kammermusik Nr. 1 op. 24 Nr. 1, die im Sommer des Jahres 1922 in Donaueschingen uraufgeführt worden war. Charakteristisch für viele Sätze ist die Dominanz des Rhythmus, die dem Ballett eine bezwingende Vitalität verleiht, doch es erklingen auch intensive lyrische Momente,
in denen Hindemiths spezifischer musikalischer Expressionismus hörbar wird. Die einzelnen Sätze sind nicht deskriptiv-tonmalerisch angelegt, sondern sie folgen ihren eigenen autonom-musikalischen Gesetzen. Gleichwohl verbindet sich die Musik schlüssig mit der symbolhaften Balletthandlung. Hindemith komponierte die Tanz-Pantomime Der Dämon im Sommer und Herbst 1922 für die in Darmstadt wirkende Tänzerin Nini Willenz. Die Vorlage stammt von dem Wiener Schriftsteller Max Krell; über die Hintergründe der Entstehung dieser Komposition ist nichts bekannt. Nach der Fertigstellung des Stücks verzögerte sich die ursprünglich für Dezember 1922 geplante Uraufführung auf den Dezember des folgenden Jahres. Bis 1934 wurde die Tanz-Pantomime an zahlreichen Bühnen im Inund Ausland gespielt. In der 1924 gedruckten Partitur ist Hindemiths Anmerkung publiziert: „Dieses Werk ist lediglich für die Bühne komponiert und lässt sich in vorliegender Form nicht als Konzertstück aufführen. Einzelne Stücke daraus eignen sich jedoch zur Aufführung im Konzertsaal. Ich überlasse es den Dirigenten, bei etwaigen Konzertaufführungen eine geeignete Auswahl zu treffen.“ Aus dem Jahr 1931 stammt eine Notiz, in der Hindemith die Empfehlung ausspricht, im Falle einer konzertanten Aufführung die Nummern 1, 2, 3, 7, 8, 9 und 11 auszuwählen. (S.Sch.-G.)>
Der Dämon macht tanzend seinen besitzergreifenden Charakter deutlich. Die beiden Schwestern zeigen ihre Jugend, Unbekümmertheit und Frische. Sie erschrecken vor dem Dämon; sein Gift macht sie unterwürfig und hilflos. Verzweifelt versuchen sie sich gegen seine Verführungskünste zu wehren; doch er erweist sich als mächtiger, ergreift schließlich eine der beiden und führt sie gefesselt weg; die andere bleibt trauernd zurück.
Der Dämon sitzt auf einem Thron, im Hintergrund die gefesselte Schwester. Die ungefesselte Schwester versucht den Dämon zu betören, um selbst Macht über ihn zu behalten. Doch ihre Werbungen laufen ins Leere, und am Ende wird auch sie von der Brutalität des Dämons bezwungen. Der verliert allerdings auch schnell das Interesse an seinen Eroberungen, lässt die Schwestern vernichtet zurück und präsentiert sich am Ende als der unumstrittene Sieger.
KOMMENTAR
Mit seiner Kammerorchesterbesetzung aus Flöte, Klarinette, Horn, Trompete, Klavier und Streichquintett ähnelt die Tanz-Pantomime Der Dämon der bekannten Kammermusik Nr. 1 op. 24 Nr. 1, die im Sommer des Jahres 1922 in Donaueschingen uraufgeführt worden war. Charakteristisch für viele Sätze ist die Dominanz des Rhythmus, die dem Ballett eine bezwingende Vitalität verleiht, doch es erklingen auch intensive lyrische Momente,
in denen Hindemiths spezifischer musikalischer Expressionismus hörbar wird. Die einzelnen Sätze sind nicht deskriptiv-tonmalerisch angelegt, sondern sie folgen ihren eigenen autonom-musikalischen Gesetzen. Gleichwohl verbindet sich die Musik schlüssig mit der symbolhaften Balletthandlung. Hindemith komponierte die Tanz-Pantomime Der Dämon im Sommer und Herbst 1922 für die in Darmstadt wirkende Tänzerin Nini Willenz. Die Vorlage stammt von dem Wiener Schriftsteller Max Krell; über die Hintergründe der Entstehung dieser Komposition ist nichts bekannt. Nach der Fertigstellung des Stücks verzögerte sich die ursprünglich für Dezember 1922 geplante Uraufführung auf den Dezember des folgenden Jahres. Bis 1934 wurde die Tanz-Pantomime an zahlreichen Bühnen im Inund Ausland gespielt. In der 1924 gedruckten Partitur ist Hindemiths Anmerkung publiziert: „Dieses Werk ist lediglich für die Bühne komponiert und lässt sich in vorliegender Form nicht als Konzertstück aufführen. Einzelne Stücke daraus eignen sich jedoch zur Aufführung im Konzertsaal. Ich überlasse es den Dirigenten, bei etwaigen Konzertaufführungen eine geeignete Auswahl zu treffen.“ Aus dem Jahr 1931 stammt eine Notiz, in der Hindemith die Empfehlung ausspricht, im Falle einer konzertanten Aufführung die Nummern 1, 2, 3, 7, 8, 9 und 11 auszuwählen. (S.Sch.-G.)>
Orchesterbesetzung
1 (auch Picc.) · 0 · 1 · 0 - 1 · 1 · 0 · 0 - Klav. - Str. (1 · 1 · 1 · 1 · 1)
Inhalt
Erstes Bild: I Tanz des Dämons
II Tanz der bunten Bänder
III Tanz der geängsteten Schwalben
IV Tanz des Giftes
V Tanz der Schmerzen
VI Tanz des Dämons (Passacaglia)
VII Tanz der Trauer und der Sehnsucht -
Zweites Bild: VIII Einleitung
IX Vier Tänze des Werbens: a) Tanz des Kindes, b) Tanz des weiten Gewandes, c) Tanz der ganz erschlossenen Orchidee, d) Tanz der roten Raserei
X Tanz der Brutalität
XI Tanz des geschlagenen Tieres
XII Finale: Tanz des Dämons
II Tanz der bunten Bänder
III Tanz der geängsteten Schwalben
IV Tanz des Giftes
V Tanz der Schmerzen
VI Tanz des Dämons (Passacaglia)
VII Tanz der Trauer und der Sehnsucht -
Zweites Bild: VIII Einleitung
IX Vier Tänze des Werbens: a) Tanz des Kindes, b) Tanz des weiten Gewandes, c) Tanz der ganz erschlossenen Orchidee, d) Tanz der roten Raserei
X Tanz der Brutalität
XI Tanz des geschlagenen Tieres
XII Finale: Tanz des Dämons
Personenbesetzung
Der Dämon - Die zwei Schwestern
Weitere Informationen
Titel:
Der Dämon
Tanzpantomime in zwei Bildern von Max Krell
Ausgabe:
Aufführungsmaterial
Verlag/Label:
Schott Music
Kompositionsjahr:
1922
Opus:
op. 28
Spieldauer:
35 ′0 ′′
Uraufführung:
1. Dezember 1923 · Darmstadt (D)
Hessisches Landestheater
Musikalische Leitung: Joseph Rosenstock
Inszenierung: Albrecht Joseph · Kostüme: Theodor Caspar Pilartz · Bühnenbild: Theodor Caspar Pilartz
Hessisches Landestheater
Musikalische Leitung: Joseph Rosenstock
Inszenierung: Albrecht Joseph · Kostüme: Theodor Caspar Pilartz · Bühnenbild: Theodor Caspar Pilartz
Reihe:
Technische Details
Medienart:
Leih-/Aufführungsmaterial
Bestellnummer:
LS 2230-01
Hersteller:
Medieninhalte
Audio:
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Der Dämon
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Der Dämon
Musikalische Leitung: Joseph Rosenstock
1. Dezember 1923 |
Darmstadt (Deutschland) , Hessisches Landestheater — Uraufführung
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