Der Bettelstudent
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Beschreibung
Der Bettelstudent verdankt seine Beliebtheit nicht nur der überragenden Musik mit opernhaften Gesangspartien, sondern auch der raffiniert konstruierten Doppelhandlung: Der kursächsische Oberst Ollendorf holt zwei polnische Sträflinge aus dem Gefängnis, um einen davon der stolzen polnischen Komtesse Laura als standesgemäßen Bräutigam unterzujubeln. Diese hatte sich gegen eine Kussoffensive des Obersts mit einem kräftigen Fächerschlag gewehrt. Doch der freigelassene Student Symon gewinnt schließlich auch ohne Geburtsadel Lauras Herz. Sein Mitgefangener Jan gibt sich als Anführer des polnischen Widerstands gegen die sächsische Annexion zu erkennen und erobert Lauras Schwester Bronislawa. Das Stück endet in großem Jubel.
Bei Schott sind zwei Fassungen erhältlich. Zum einen die musikalische Neueinrichtung von Egon Maiwald und Guido Masanetz, die in der DDR als großer Querschnitt (mit Tenor Peter Schreier) auf Schallplatte erschien. Zum anderen die textliche Bearbeitung Wolf Ebermanns und des Chemnitzer Operndirektors Carl Riha, die auch nach dem Mauerfall regelmäßig gespielt wurde. Durch Striche wie Lauras Solo im Frauenterzett am Beginn des zweiten Aufzugs wird das zweite Paar – der Politrebell Jan Janicki und die „ent-soubrettete“ Bronislawa – aufgewertet.